Iris Giessauf – Die Leichtigkeit des Weins

Iris Giessauf – Die Leichtigkeit des Weins

vor 1 Tag
Eine Menschenmenschin, die den Wein fühlt
2 Stunden 1 Minute
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Podcast
Podcaster
Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit

Beschreibung

vor 1 Tag
Du kennst sie als Iris vom Esser. Und ja, da ist ihre
unvergleichliche Lebendigkeit. Doch das, was Du spürst, wenn Du bei
Iris zu Gast bist, ist so unglaublich viel mehr. Iris berührt Dich
durch ihre Wärme. Und natürlich ist Iris Giessauf die urige,
heimatverbundene steirische Weinfachfrau. Aber sie trägt ihre
Herkunft nicht wie ein Etikett vor sich her – sie lebt sie. In
ihrer Sprache, ihrem Humor, ihrer Gelassenheit, ihrer
Gastfreundschaft und in der Art, wie sie einem Glas Wein begegnet.
Nein, eigentlich begegnet Iris den Weinen nicht – sie spürt sie.
Und somit ist das Gasthaus Esser nicht mehr und nicht weniger als
ein synergetischer Kreisschluss zwischen dem Wein, Dir und der Iris
aus der Steiermark, in der Weinberge nicht bloß Rebstöcke sind,
sondern Familiengeschichten erzählen. Wo Nebel morgens langsam aus
den Tälern steigt, die Sonne die Hügel vergoldet und jede
Jahreszeit ihren ganz eigenen Duft besitzt. Und damit eine
Herzlichkeit, die nicht aufdringlich ist. Mit einer Lebensfreude,
die dort beginnt, wo sie viele Menschen längst vergessen haben. Man
sagt den Steirern nach, sie seien herzlich, humorvoll, fleißig,
naturverbunden und ein wenig eigensinnig. Bei ihr trifft all das
zu. Sie diskutiert leidenschaftlich, aber nie verletzend. Sie lacht
laut und ehrlich. Und wenn sie lacht, lacht meist der ganze Tisch,
ach was, das ganze Lokal mit. Darüber hinaus – und das verspreche
ich Dir – spürst Du vom ersten Moment im Podcast, dass sie diese
seltene Gabe besitzt, Menschen das Gefühl zu geben, genau dort
richtig zu sein, wo sie gerade sitzen. In ihrem Gasthaus ist Wein
kein Statussymbol. Es ist wie zu Hause, und dort gehört er auf den
Tisch wie gutes Brot, ein ehrliches Gespräch und Zeit. Dabei
besitzt sie einen trockenen Humor, wie man ihn in der Steiermark
oft erlebt. Nie laut, nie verletzend, sondern augenzwinkernd.
Vinophile Gastfreundschaft bedeutet für sie Aufmerksamkeit. Sie
erinnert sich an Lieblingsweine, an kleine Vorlieben und an
Geschichten, die Gäste vor Monaten beiläufig erzählt haben. Sie
besitzt ein feines Gespür für Menschen. Noch bevor ein Gast
ausgesprochen hat, was er sucht, hat sie oft schon verstanden, was
ihm gefallen könnte. Nicht, weil sie Gedanken lesen kann, sondern
weil sie aufmerksam beobachtet. Sie ist eine der wenigen
Weinfachfrauen, die gezielt für einzelne, bestimmte Gäste Weine
einkauft oder von einem Wein, der sie besonders begeistert hat,
eine zweite Flasche zurückbehält. Wo sonst findet man diese
unglaubliche Gastfreundschaft? Und auch wer sich unsicher fühlt,
wird von ihr nicht belehrt, sondern abgeholt. Wer zum ersten Mal
einen Muskateller, einen Sauvignon Blanc oder einen Welschriesling
probiert, erlebt keinen Vortrag über Thiolverbindungen, sondern
hört vielleicht den Satz: „Schließ einmal die Augen und sag mir,
woran Dich dieser Duft erinnert.“ Plötzlich wird Wein greifbar,
verständlich und persönlich. Wie die Iris es einfach ist.
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