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Viele Menschen mit einer Zwangsstörung haben bereits eine
Verhaltenstherapie, Konfrontationstherapie oder
Expositionstherapie gemacht. Sie haben gelernt, Zwangsgedanken
auszuhalten, Zwangshandlungen zu unterbrechen und sich der Angst
zu stellen. Trotzdem bleiben bei manchen Betroffenen der innere
Druck, die Angst, die Unsicherheit und der Drang zu
kontrollieren, zu waschen oder bestimmte Dinge immer wieder zu
wiederholen.

In dieser Folge meines Podcasts „Zwangsstörung einfach
erklärt“ spreche ich darüber, warum Verhaltenstherapie
bei Zwängen hilfreich sein kann, aber manchmal nicht ausreicht.
Denn eine Zwangsstörung besteht nicht nur aus sichtbarem
Verhalten. Hinter einem Waschzwang, Kontrollzwang,
Wiederholungszwang, Ordnungszwang oder Grübelzwang können tiefer
liegende Gefühle und emotionale Erfahrungen stehen.

Viele Menschen wissen ganz genau, dass ihre Hände sauber sind,
die Tür abgeschlossen ist oder ihre Zwangsgedanken keine reale
Gefahr darstellen. Trotzdem reagiert der Körper weiterhin mit
Angst, Ekel, Anspannung, innerer Unruhe oder dem Gefühl, dass
etwas Schlimmes passieren könnte.

Warum ist das so?

Weil der Verstand etwas verstanden haben kann, während das Gefühl
weiterhin Alarm schlägt.

Ich erkläre in dieser Podcastfolge, warum Zwangsgedanken und
Zwangshandlungen aus meiner Sicht häufig eine Schutzfunktion
haben. Der Zwang ist dann nicht einfach nur ein Feind, der
bekämpft werden muss. Er kann wie ein innerer Wachhund versuchen,
vor einem alten Gefühl, einem belastenden Erlebnis oder einem
Ursprungskonflikt zu schützen.

Gerade Menschen, die schon lange unter einer Zwangsstörung
leiden, berichten häufig, dass sie ihre Zwänge inzwischen genau
verstehen. Sie wissen, wie eine Zwangsstörung funktioniert,
kennen ihre Auslöser und haben bereits versucht, den Zwang zu
kontrollieren oder zu überwinden. Trotzdem fühlen sie sich
innerlich nicht frei.

In meiner Arbeit mit der Back-to-Memory-Therapie, kurz
BTM-Therapie, geht es deshalb nicht nur um die Frage:
Wie kann ich eine Zwangshandlung verhindern?

Es geht auch um die Fragen:

Was löst den Zwang im Inneren aus?

Welches Gefühl entsteht kurz vor dem Waschzwang oder
Kontrollzwang?

Woher kommt die Angst vor Verschmutzung, Krankheit, Schuld,
Verantwortung oder Kontrollverlust?

Und warum braucht der Körper trotz aller Vernunft weiterhin
Sicherheit?

Diese Folge richtet sich an Menschen mit Zwangsstörungen,
Angehörige von Betroffenen und alle, die mehr über die Ursachen,
Behandlung und Therapie von Zwängen erfahren möchten.

Vielleicht hast du bereits eine kognitive Verhaltenstherapie,
Exposition mit Reaktionsverhinderung, Medikamente gegen
Zwangsstörungen oder andere Therapieformen ausprobiert.
Vielleicht fragst du dich, warum deine Zwänge trotzdem
zurückkommen oder sich in einer anderen Form zeigen.

Dann bedeutet das nicht automatisch, dass du austherapiert bist
oder dir nicht genug Mühe gegeben hast. Es kann bedeuten, dass
bisher vor allem das sichtbare Zwangsverhalten behandelt wurde,
während das Gefühl, das den Zwang immer wieder auslöst, noch
weiterwirkt.

In dieser Folge erfährst du, warum Verhaltenstherapie bei
Zwangsstörungen manchmal nicht ausreicht, welche Rolle Gefühle
und Kindheitserfahrungen spielen können und weshalb der Zwang
möglicherweise nicht gegen dich arbeitet, sondern versucht, dich
zu schützen.

Mehr Impulse und Einblicke in meine Arbeit mit Zwangsstörungen
und der Back-to-Memory-Therapie findest du auf

www.heiko-vandeven.de
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„Warum Verhaltenstherapie bei Zwangsstörungen oft nicht ausreicht“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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