#47 Amtsgeheimnisse vor Ort: „Vom Dorf zur Weltmarke“: 40 Jahre Bürgermeister von Sölden – mit Ernst Schöpf

#47 Amtsgeheimnisse vor Ort: „Vom Dorf zur Weltmarke“: 40 Jahre Bürgermeister von Sölden – mit Ernst Schöpf

vor 3 Tagen
In dieser Ausgabe von „Amtsgeheimnisse vor Ort“ spricht Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl mit dem langjährigen Bürgermeister der Gemeinde Sölden im Tiroler Ötztal, Ernst Schöpf. Themen dieser Folge: -Rückblick auf 40 Jahre Amtszeit -Söldens Entwicklu
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vor 3 Tagen

 Er ist seit 40 Jahren Bürgermeister und hat so einiges
miterlebt: In dieser Ausgabe von „Amtsgeheimnisse vor Ort“
spricht Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl mit dem
langjährigen Bürgermeister der Gemeinde Sölden im Tiroler Ötztal,
Ernst Schöpf.


Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung Söldens zur internationalen
Tourismusdestination, die damit verbundenen infrastrukturellen
Herausforderungen sowie die politischen und persönlichen Höhen
und Tiefen von Schöpfs Amtszeit.


Nach vier Jahrzehnten an der Gemeindespitze bereitet Schöpf nun
seinen geordneten Übergang vor.


Rückblickend hat sich Sölden von einem alpinen Bergdorf zu einer
globalen Destination für Gäste aus aller Welt entwickelt. Dass
das nicht immer einfach war, erzählt der Bürgermeister mit
Hinblick auf kommunale Finanzen sowie den Ausbau von
Infrastruktur und Daseinsvorsorge unter Extrembedingungen –
immerhin ist Sölden mit 467 Quadratkilometern noch vor Wien die
flächenmäßig größte Gemeinde Österreichs. Wie ist es, in einer
stark vom Tourismus geprägten Gemeinde zu leben? „Ich werde oft
gefragt - gibt es bei euch überhaupt Vereine, gibt es einen
Zusammenhalt? Tatsächlich haben wir ein sehr ausgeprägtes Dorf-
und Vereinsleben, von der Blasmusik bis zum Theaterverein. Und
seit der Ötztaler Dialekt als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe
anerkannt wurde, haben die jungen Leute plötzlich den
heimatlichen Dialekt wieder für sich entdeckt“, erzählt Ernst
Schöpf.


Mit Hinblick auf den Klimawandel und die Zukunft der
Energieversorgung im alpinen Raum ist Sölden schon auf gutem
Wege: „Der Ukraine-Krieg und die damit ausgelöste Energiekrise
haben Dinge beschleunigt, die man so nicht für möglich gehalten
hätte“, so der Bürgermeister. Das Gletscherskigebiet Sölden will
etwa bis 2035 energieautonom sein. Die
Helioplant-Photovoltaikanlage am Tiefenbachgletscher ist
mittlerweile sogar ein kleines Wahrzeichen. Sehenswert ist auch
das aus dem Bond-Film bekannte, auf 3.048 Metern Höhe liegende
Ice-Q Restaurant am Gipfel des Gaislachkogls. „Es gibt auch sowas
wie eine technische Schönheit. Man muss nicht alles gleich
verteufeln“, betont Ernst Schöpf, der in dieser Folge eine
persönliche Bilanz seiner Amtszeit zieht.


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