#46 Mehr als Facebook: Wie Gemeinden richtig kommunizieren - mit Markus Habermann
vor 1 Tag
Wie gelingt erfolgreiche Gemeindekommunikation im digitalen
Zeitalter? Welche Rolle spielen klassische Medien, Social Media,
Podcasts, Livestreams und WhatsApp-Kanäle? Und warum ist Mut oft
wichtiger als ein großes Budget? In dieser Episode spricht Johann
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Beschreibung
vor 1 Tag
Wie kommunizieren Gemeinden heute erfolgreich? Reichen
Gemeindezeitung und Presseaussendung noch aus oder braucht es
Podcasts, Livestreams und WhatsApp-Kanäle? In dieser Folge
spricht Johannes Pressl mit Kommunikationsexperte Markus
Habermann über die Chancen und Herausforderungen moderner
Gemeindekommunikation – und warum Authentizität, Mut und eine
klare Strategie wichtiger sind als ein großes Werbebudget.
Ein zentrales Thema ist die Frage, wie Bürgermeisterinnen und
Bürgermeister den richtigen Medienmix finden. Habermann macht
deutlich, dass klassische Medien keineswegs ausgedient haben. Im
Gegenteil: Eine gute Beziehung zu Regionaljournalistinnen und
Regionaljournalisten bleibt die Basis erfolgreicher
Öffentlichkeitsarbeit."Du musst zuerst einmal wissen: Wer sind
deine Bezirksjournalisten? Hast du ihre Telefonnummern und
E-Mail-Adressen? Das ist einmal das Wichtigste“, empfiehlt Markus
Habermann.
Gleichzeitig gewinnen digitale Formate zunehmend an Bedeutung.
Podcasts bieten die Möglichkeit, Themen ausführlicher zu erklären
und Hintergründe verständlich aufzubereiten – gerade dort, wo
Social Media an seine Grenzen stößt."Es gibt die Sehnsucht nach
Qualität und Tiefe."
"Mit Podcasts hat man die Möglichkeit, Sachen zu erklären: Warum
mache ich das? Was ist das Gescheite daran?“, sagt Markus
Habermann.
Auch Livestreams und Videocasts eröffnen neue Möglichkeiten für
mehr Transparenz und Bürgernähe. Gleichzeitig warnen die
Gesprächspartner davor, die Herausforderungen zu unterschätzen.
Wer live kommuniziert, muss auch mit unmittelbaren Reaktionen,
kritischen Kommentaren und gelegentlich Shitstorms umgehen
können.
Ein weiterer Schwerpunkt der Episode ist die direkte
Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern. Habermann sieht
Messenger-Dienste wie WhatsApp oder vergleichbare Gemeinde-Apps
als besonders wirkungsvolle Ergänzung der bestehenden
Kommunikationskanäle. Informationen erreichen die Bevölkerung
unmittelbar – ohne Umwege und ohne große Streuverluste. Dabei
gilt jedoch: Nicht die Menge der Informationen entscheidet über
den Erfolg, sondern deren Relevanz. "Ich würde auf keinen Fall
Regelmäßigkeit einbringen, nur weil Dienstag der
Dienstag-Newsletter ist. Ich kommuniziere dann, wenn ich etwas zu
sagen habe“, rät der Experte.
Auch die Gemeindezeitung behält ihren festen Platz im Medienmix.
Sie soll bewusst nicht mit der Geschwindigkeit sozialer Medien
konkurrieren, sondern Hintergrundinformationen liefern und
wichtige Entwicklungen dokumentieren.
Zum Abschluss der Folge richtet Markus Habermann einen klaren
Appell an alle kommunalpolitisch Verantwortlichen. Gemeinden
sollten sich nicht von der Angst vor Kritik oder negativen
Kommentaren lähmen lassen.
"Seid mutig. Der Mut wird belohnt. Geht voran und erklärt den
Leuten, warum das gescheit ist“, so Markus Habermann.
Österreichischer Gemeindebund
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