Podcaster
Episoden
18.02.2026
50 Minuten
In dieser Folge des Gemeindebund-Podcasts Amtsgeheimnisse spricht
Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl mit dem Chefredakteur des
Kurier Martin Gebhart über die aktuelle Medienlandschaft in
Österreich und darüber, wie Bürgermeister:innen effektiv mit
Medien kommunizieren können. Im Gespräch wird zudem die
Transformation von Print zu Online, die Bedeutung von Social
Media, Newsletter und Gemeindezeitungen diskutiert. Der
Kurier-Journalist stellt dabei Gespräch mit Johannes Pressl klar:
„Medien befinden sich heute in einer umfassenden Transformation.
Print verliert an Bedeutung, online ist unverzichtbar
geworden.“
Für die Produktion einer Zeitung und Medieninhalten auf
Plattformen brauche es ein eingespieltes Team, das sich gut kennt
und das von 5.30 Uhr bis 23 Uhr im Einsatz ist.
Die Herausforderung von Medien heute sei es - laut Gebhart und
aus Sicht des Kurier – „Print möglich stabil zu halten und das
Online-Wachstum zu forcieren.“ Die meist geklickten Inhalte
online seien übrigens Berichte über die Royals und leichte
Unterhaltung, verrät der Experte.
Und wie sieht die Zukunft der Medien aus? „Print wird weniger und
teurer, aber nicht verschwinden“, sagt Martin Gebhart. Und er
rechnet damit, dass Medienhäuser künftig nicht mehr jeden Tag
eine Tageszeitung produzieren werden.
Martin Gebhart gibt im Gespräch mit Johannes Pressl aber auch
praxisnahe Tipps für offene und authentische Kommunikation für
Bürgermeisterinnen und Bürgermeister: „Authentizität ist das
oberste Gebot. Es braucht mehr ehrliche, klare und einfache
Kommunikation.“
Inhalte der Folge:
• Wie funktionieren eigentlich Medien?
• Tagesablauf in der Redaktion: Wie Inhalte entstehen, von 5:30
Uhr bis 23:00 Uhr
• Online vs. Print: Leser:innen, Klickzahlen und Abos
• Empfehlungen für Bürgermeister:innen:
o Nutzung aller Medienkanäle (Newsletter, WhatsApp, Social
Media)
o Offene Kommunikation auch zu unangenehmen Themen
o Stärkung der Gemeindeidentifikation durch klassische
Gemeindezeitungen
• Zukunft des Journalismus: Print wird teurer, Online wichtiger,
Bezahlmodelle im Fokus
• Für Bürgermeister:innen gilt: authentisch, offen, proaktiv und
auf allen Kanälen präsent sein
Österreichischer Gemeindebund
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04.02.2026
22 Minuten
In dieser Folge von „Amtsgeheimnisse vor Ort“ – dem
Gemeindebund-Podcast – spricht Bürgermeisterin Elisabeth Lobnik
darüber, was eine zweisprachige Gemeinde ausmacht. Im Gespräch
mit Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl erzählt die
Bürgermeisterin von ihrer eigenen zweisprachigen Biografie, dem
Wandel im Stellenwert der slowenischen Sprache, von Bildung,
Verwaltung und dem Zusammenleben der Volksgruppen in einer
Gemeinde.
Thema des Gesprächs sind aber auch alte Wunden, aktuelle
Konflikte und politische Spannungsfelder. Anlässe wie Hass gegen
zweisprachige Ortstafeln, der Polizeieinsatz am Peršmanhof im
Juli 2025, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Slowenien
und die Bewältigung von Naturkatastrophen zeigen, wie sehr
Geschichte, Identität und Verwaltung hier miteinander verflochten
sind.
Eine Podcast-Folge über Sprache als Überlebenskampf, über
Kooperation über Grenzen hinweg – und darüber, warum
Zweisprachigkeit mehr ist als nur ein Vermerk auf der Ortstafel.
Österreichischer Gemeindebund
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21.01.2026
1 Stunde 1 Minute
Seit 2021 vertritt Vasyl Khymynets die Ukraine in Österreich. In
diesem Podcast spricht er mit Gemeindebund-Präsident Johannes
Pressl über seinen persönlichen Weg in die Diplomatie, die engen
wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Österreich
und der Ukraine sowie die tiefgreifenden Veränderungen seit dem
russischen Angriffskrieg.
Khymynets erläutert die Entwicklung der Ukraine seit der
Unabhängigkeit 1991 und betont die völkerrechtliche Anerkennung
der ukrainischen Grenzen – auch durch das Referendum auf der Krim
und im Donbas. Der heutige Krieg sei kein Stellvertreterkrieg,
sondern ein Angriff auf die Freiheit der Ukraine und auf das
Völkerrecht insgesamt.
Er widerspricht klar den russischen Rechtfertigungen des Krieges:
Sprachliche oder ethnische Zugehörigkeit spiele für die Menschen
in der Ukraine keine Rolle – sie verteidigen ihre Heimat. Frieden
sei nur dann möglich, wenn er gerecht und nachhaltig ist und der
Aggressor nicht belohnt wird.
Ein Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf dem Wiederaufbau. „Die
Gemeinden spielen dabei eine zentrale Rolle“, sagt Botschafter
Khymynets. Angefangen von der Infrastruktur über Wohnbau,
Schulen und Gesundheitsversorgung bis hin zu sozialer und
psychologischer Unterstützung. Khymynets dankt in dem
Zusammenhang auch den österreichischen Gemeinden für ihre
Solidarität und betont die Bedeutung von Partnerschaften auf
kommunaler Ebene.
Österreichischer Gemeindebund
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07.01.2026
22 Minuten
In der neuen Folge von „Amtsgeheimnisse vor Ort“
spricht Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl mit Bürgermeister
Patrick Geir aus Matrei am Brenner über die freiwillige
Fusionierung dreier Gemeinden. Vor vier Jahren, am 1. Jänner
2022, wurde aus den drei Gemeinden Matrei, Mühlbachl und Pfons
die neue Gemeinde Matrei am Brenner. Im Gespräch beleuchten wir
die Hintergründe dieses Schritts, die finanziellen Vorteile der
Zusammenlegung, und sehen uns an, wie sich die Gemeinde seitdem
entwickelt hat.
Während die Bevölkerung 1974 eine Fusion noch klar ablehnte,
stimmte sie 2020 deutlich dafür. Anders als bei einer
Verwaltungskooperation oder einem Gemeindedienstleistungsverband
(siehe Episode #30) geben Gemeinden bei einer Fusion ihre
Selbstständigkeit vollständig auf und formieren sich zu einer
neuen Einheit – mit neuem Gemeinderat, neuen Abteilungen und
einem neuen Gemeindeamt. Nicht in jedem Fall ist das sinnvoll.
Anders bei Matrei:
Die drei Gemeinden Gemeinden Matrei, Mühlbachl und Pfons sind
seit jeher eng miteinander verbunden. Zunächst wurde eine
Verwaltungskooperation geprüft, doch schlussendlich entschied man
sich für eine Fusion, erzählt der Bürgermeister. Diese erfolgte
schrittweise und wurde systematisch vorbereitet. Hilfreich war,
dass Verwaltung und Bauhöfe schon in der Vergangenheit
miteinander zusammengearbeitet hatten. „Dafür war einiges an Vor-
und Nacharbeit notwendig“, betont Patrick Geir. Der Aufwand habe
sich jedoch gelohnt: Die neue Gemeinde profitiert heute von
spürbaren finanziellen Vorteilen und erhielt zudem rund 1 Million
Euro an ‚Hochzeitsgeld‘ vom Land Tirol zur Unterstützung der
Fusionierung.
Und die Bürgerinnen und Bürger? Die sollen von der Fusionierung
so wenig wie möglich spüren. Für sie hat sich wenig verändert,
denn die meisten Vereine wurden und werden auch weiterhin
gemeindeübergreifend betrieben, wie der Ortschef erzählt. In
persönlichen Gesprächen zeigt sich, dass das Identitätsgefühl der
Menschen ohnehin stärker an ihre Ortsteile und Siedlungen
gebunden ist als an die ehemalige Gemeindegrenze. „Das war schon
vor der Fusion so und das bleibt auch so“, sagt Bürgermeister
Geir.
Aber warum entschied man sich für den Namen Matrei? Und wie
reagierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Fusion?
Diese und weitere Fragen beantworten wir in der aktuellen
Episode. Erfahren Sie, was Matrei am Brenner heute ausmacht,
welche Vorteile die Fusion brachte und wie der Weg zur neuen
Gemeinde verlief – in der neuen Folge von „Amtsgeheimnisse vor
Ort“ mit Bürgermeister Patrick Geir.
Österreichischer Gemeindebund
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17.12.2025
58 Minuten
Bettina Knötzl von Transparency International Österreich, gibt in
dieser Folge der „Amtsgeheimnisse“ einen Einblick in die Arbeit
ihrer Organisation, über Korruptionsprävention bei Politikern,
das neue Informationsfreiheitsgesetz und warum ein gläserner
Staat wichtiger ist als je zuvor. Gemeindebund-Präsident Johannes
Pressl diskutiert mit seinem aktuellen Gast über Postenschacher,
Freunderlwirtschaft, Transparenz in Gemeinden und die Frage, ob
Offenheit mehr kostet, als sie nützt. Für Bettina Knötzl ist
dabei zentral: „Die besten Köpfe zuerst – nicht die besten
Kontakte.“
Darüber hinaus sprechen die beiden darüber, wie Entscheidungen,
Aufträge und öffentliche Gelder zugänglich gemacht werden können
und warum dies entscheidend ist, um Vertrauen in die Demokratie
zu stärken.
Dabei geht es nicht nur um die Risiken, sondern auch die Chancen
durch transparente Entscheidungen: Weniger Skandale, mehr
Vertrauen in Bürgermeister:innen und Verwaltung sowie bessere
Nutzung öffentlicher Gelder. Bettina Knötzl betont: „Wenn man
sich anständig verhält, hat man nichts zu befürchten.“
Österreichischer Gemeindebund
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Über diesen Podcast
Willkommen bei „Amtsgeheimnisse – Der Gemeindebund-Podcast“, eurem
Zugang zu Geschichten und Informationen über die österreichischen
Gemeinden! In unserem Podcast werfen wir gemeinsam mit Präsident
Johannes Pressl und spannenden Gästen einen detaillierten Blick
hinter die Kulissen des kommunalen Lebens und beleuchten die Arbeit
jener Menschen, die tagtäglich dafür sorgen, dass unsere Gemeinden
funktionieren.
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