Podcaster
Episoden
01.04.2026
23 Minuten
In dieser Folge von „Amtsgeheimnisse vor Ort“ spricht Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl über Integration in der Gemeinde. Zu Gast im Studio ist der Bürgermeister von Traun, Karl-Heinz Koll.
Die oberösterreichische Stadt Traun vereint 28 Ethnien, und von rund 26.000 Einwohnerinnen und Einwohnern haben 33 Prozent Migrationshintergrund. Bürgermeister Koll schildert offen Herausforderungen wie „Ghettobildung“, Radikalisierung an Schulen oder Konflikte im Wohnumfeld – und zeigt konkrete Lösungsansätze auf: städtebauliche Maßnahmen gegen Segregation, klare Regeln, Dialog mit religiösen Gemeinschaften, eine Integrationsplattform, „Brückenbauer“ aus den Communities sowie massive Investitionen ins Vereinsleben. „Integration muss in allen stadtplanerischen Bereichen mitgedacht werden“, so der Bürgermeister.
Sein Credo: Integration braucht Gesprächsbereitschaft, Konsequenz und eine klare Vision für die Stadt.
Österreichischer Gemeindebund
Die oberösterreichische Stadt Traun vereint 28 Ethnien, und von rund 26.000 Einwohnerinnen und Einwohnern haben 33 Prozent Migrationshintergrund. Bürgermeister Koll schildert offen Herausforderungen wie „Ghettobildung“, Radikalisierung an Schulen oder Konflikte im Wohnumfeld – und zeigt konkrete Lösungsansätze auf: städtebauliche Maßnahmen gegen Segregation, klare Regeln, Dialog mit religiösen Gemeinschaften, eine Integrationsplattform, „Brückenbauer“ aus den Communities sowie massive Investitionen ins Vereinsleben. „Integration muss in allen stadtplanerischen Bereichen mitgedacht werden“, so der Bürgermeister.
Sein Credo: Integration braucht Gesprächsbereitschaft, Konsequenz und eine klare Vision für die Stadt.
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18.03.2026
54 Minuten
In dieser Folge des Gemeindebund-Podcasts Amtsgeheimnisse spricht Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl mit Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, über den Flughafen als hochkomplexe Infrastruktur mit großer regionaler Verantwortung. Im Zentrum des Gesprächs steht dabei die Digitalisierung: Mit jährlich rund 32 Millionen Passagieren funktioniert der Flughafen längst als durchdigitalisierte Organisation – von biometrischen Verfahren über Self-Check-in bis zu modernsten Sicherheitskontrollen. Auch Bauprojekte werden mithilfe digitaler Zwillinge (Building Information Modeling) geplant und betrieben. Das trägt maßgeblich zur Effizienz bei: „In den vergangenen zwölf Jahren konnte der Energieverbrauch um 40 Prozent gesenkt werden“, sagt Flughafen-Vorstand Günther Ofner im Podcast mit Johannes Pressl. Ein weiteres Thema im Gespräch ist die Versorgungssicherheit. „Der Flughafen setzt auf doppelte Netzanbindung, Notstromsysteme, 46 Hektar Photovoltaik und prüft den Einsatz großer Batteriespeicher“, erklärt Günther Ofner. Gleichzeitig spielen Umwelt- und Lärmschutz eine zentrale Rolle – unterstützt durch neue Anflugverfahren und ein umfassendes Lärmschutzprogramm.
Seit 20 Jahren sorgt das Dialogforum Flughafen Wien für den strukturierten Austausch zwischen Flughafen, Gemeinden und weiteren Beteiligten. Für Ofner ist klar: Große Infrastrukturprojekte funktionieren nur mit Transparenz, rechtlicher Klarheit und kontinuierlichem Dialog. Sein Rat an Gemeinden bei Großprojekten: „Frühzeitig das Gespräch suchen, Herausforderungen offen benennen und gemeinsam Lösungen entwickeln.“
Österreichischer Gemeindebund
Seit 20 Jahren sorgt das Dialogforum Flughafen Wien für den strukturierten Austausch zwischen Flughafen, Gemeinden und weiteren Beteiligten. Für Ofner ist klar: Große Infrastrukturprojekte funktionieren nur mit Transparenz, rechtlicher Klarheit und kontinuierlichem Dialog. Sein Rat an Gemeinden bei Großprojekten: „Frühzeitig das Gespräch suchen, Herausforderungen offen benennen und gemeinsam Lösungen entwickeln.“
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04.03.2026
26 Minuten
In dieser Folge von „Amtsgeheimnisse vor Ort“ spricht Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl mit Bürgermeister Thomas Rauninger über die tiefgreifende Transformation der Bergstadt Eisenerz. Vom einstigen Hoch mit über 12.000 Einwohnern in der Nachkriegszeit ist Eisenerz heute auf rund 3.300 Einwohner geschrumpft. Der Strukturwandel im Bergbau – insbesondere seit den 1980er-Jahren – führte zu massivem Arbeitsplatzverlust und Abwanderung. Heute sind rund 40 % der Bevölkerung über 65 Jahre alt.
Gleichzeitig stehen rund 700 Wohnungen leer. Paradox: Während Wohnraum vorhanden ist, fehlt es an zeitgemäß adaptierten Wohnungen – und an Fachkräften. Eisenerz reagiert mit klarer
Strategie: Mit der Plattform „Redesign Eisenerz digital“ verfolgt die Stadt einen Smart-Village-Ansatz. Leerstände werden sichtbar gemacht, Eigentümer aktiviert, Förderungen transparent dargestellt. Der 21-monatige Beteiligungsprozess zeigt: Aktivierung braucht Dialog mit allen Beteiligten.
Ergänzend setzt die Stadt auf Ortskernbelebungsprämien, langfristige Leitbildprozesse und Kooperation mit Leitbetrieben. Ein Zukunftsanker ist das „Zentrum am Berg“, ein internationales Tunnelforschungs- und Trainingszentrum am steirischen Erzberg. Die Botschaft der Folge: Leerstandsbelebung braucht Ausdauer, klare Ziele und viele kleine, konsequente Schritte.
Österreichischer Gemeindebund
Gleichzeitig stehen rund 700 Wohnungen leer. Paradox: Während Wohnraum vorhanden ist, fehlt es an zeitgemäß adaptierten Wohnungen – und an Fachkräften. Eisenerz reagiert mit klarer
Strategie: Mit der Plattform „Redesign Eisenerz digital“ verfolgt die Stadt einen Smart-Village-Ansatz. Leerstände werden sichtbar gemacht, Eigentümer aktiviert, Förderungen transparent dargestellt. Der 21-monatige Beteiligungsprozess zeigt: Aktivierung braucht Dialog mit allen Beteiligten.
Ergänzend setzt die Stadt auf Ortskernbelebungsprämien, langfristige Leitbildprozesse und Kooperation mit Leitbetrieben. Ein Zukunftsanker ist das „Zentrum am Berg“, ein internationales Tunnelforschungs- und Trainingszentrum am steirischen Erzberg. Die Botschaft der Folge: Leerstandsbelebung braucht Ausdauer, klare Ziele und viele kleine, konsequente Schritte.
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18.02.2026
50 Minuten
In dieser Folge des Gemeindebund-Podcasts Amtsgeheimnisse spricht Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl mit dem Chefredakteur des Kurier Martin Gebhart über die aktuelle Medienlandschaft in Österreich und darüber, wie Bürgermeister:innen effektiv mit Medien kommunizieren können. Im Gespräch wird zudem die Transformation von Print zu Online, die Bedeutung von Social Media, Newsletter und Gemeindezeitungen diskutiert. Der Kurier-Journalist stellt dabei Gespräch mit Johannes Pressl klar: „Medien befinden sich heute in einer umfassenden Transformation. Print verliert an Bedeutung, online ist unverzichtbar geworden.“ Für die Produktion einer Zeitung und Medieninhalten auf Plattformen brauche es ein eingespieltes Team, das sich gut kennt und das von 5.30 Uhr bis 23 Uhr im Einsatz ist. Die Herausforderung von Medien heute sei es - laut Gebhart und aus Sicht des Kurier – „Print möglich stabil zu halten und das Online-Wachstum zu forcieren.“ Die meist geklickten Inhalte online seien übrigens Berichte über die Royals und leichte Unterhaltung, verrät der Experte. Und wie sieht die Zukunft der Medien aus? „Print wird weniger und teurer, aber nicht verschwinden“, sagt Martin Gebhart. Und er rechnet damit, dass Medienhäuser künftig nicht mehr jeden Tag eine Tageszeitung produzieren werden. Martin Gebhart gibt im Gespräch mit Johannes Pressl aber auch praxisnahe Tipps für offene und authentische Kommunikation für Bürgermeisterinnen und Bürgermeister: „Authentizität ist das oberste Gebot. Es braucht mehr ehrliche, klare und einfache Kommunikation.“ Inhalte der Folge: • Wie funktionieren eigentlich Medien? • Tagesablauf in der Redaktion: Wie Inhalte entstehen, von 5:30 Uhr bis 23:00 Uhr • Online vs. Print: Leser:innen, Klickzahlen und Abos • Empfehlungen für Bürgermeister:innen: o Nutzung aller Medienkanäle (Newsletter, WhatsApp, Social Media) o Offene Kommunikation auch zu unangenehmen Themen o Stärkung der Gemeindeidentifikation durch klassische Gemeindezeitungen • Zukunft des Journalismus: Print wird teurer, Online wichtiger, Bezahlmodelle im Fokus • Für Bürgermeister:innen gilt: authentisch, offen, proaktiv und auf allen Kanälen präsent sein
Österreichischer Gemeindebund
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04.02.2026
22 Minuten
In dieser Folge von „Amtsgeheimnisse vor Ort“ – dem Gemeindebund-Podcast – spricht Bürgermeisterin Elisabeth Lobnik darüber, was eine zweisprachige Gemeinde ausmacht. Im Gespräch mit Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl erzählt die Bürgermeisterin von ihrer eigenen zweisprachigen Biografie, dem Wandel im Stellenwert der slowenischen Sprache, von Bildung, Verwaltung und dem Zusammenleben der Volksgruppen in einer Gemeinde.
Thema des Gesprächs sind aber auch alte Wunden, aktuelle Konflikte und politische Spannungsfelder. Anlässe wie Hass gegen zweisprachige Ortstafeln, der Polizeieinsatz am Peršmanhof im Juli 2025, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Slowenien und die Bewältigung von Naturkatastrophen zeigen, wie sehr Geschichte, Identität und Verwaltung hier miteinander verflochten sind.
Eine Podcast-Folge über Sprache als Überlebenskampf, über Kooperation über Grenzen hinweg – und darüber, warum Zweisprachigkeit mehr ist als nur ein Vermerk auf der Ortstafel.
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Thema des Gesprächs sind aber auch alte Wunden, aktuelle Konflikte und politische Spannungsfelder. Anlässe wie Hass gegen zweisprachige Ortstafeln, der Polizeieinsatz am Peršmanhof im Juli 2025, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Slowenien und die Bewältigung von Naturkatastrophen zeigen, wie sehr Geschichte, Identität und Verwaltung hier miteinander verflochten sind.
Eine Podcast-Folge über Sprache als Überlebenskampf, über Kooperation über Grenzen hinweg – und darüber, warum Zweisprachigkeit mehr ist als nur ein Vermerk auf der Ortstafel.
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Über diesen Podcast
Willkommen bei „Amtsgeheimnisse – Der Gemeindebund-Podcast“, eurem
Zugang zu Geschichten und Informationen über die österreichischen
Gemeinden! In unserem Podcast werfen wir gemeinsam mit Präsident
Johannes Pressl und spannenden Gästen einen detaillierten Blick
hinter die Kulissen des kommunalen Lebens und beleuchten die Arbeit
jener Menschen, die tagtäglich dafür sorgen, dass unsere Gemeinden
funktionieren.
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