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#45 Was Gemeinden künftig brauchen: Talente, Begegnung und Mut! - mit Markus Hengstschläger

#45 Was Gemeinden künftig brauchen: Talente, Begegnung und Mut! - mit Markus Hengstschläger

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In der aktuellen Ausgabe des Gemeindebund-Podcasts
„Amtsgeheimnisse“ spricht Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl
mit dem Genetiker und Wissenschaftler Markus Hengstschläger über
aktuelle Gesellschaftliche Veränderungen, deren Chancen und
welche Kompetenzen unsere Gesellschaft künftig braucht, um die
Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu bewältigen. Für
Hengstschläger nehmen die Gemeinden auf diesem Weg  eine
bedeutende Rolle ein, weil sie Menschen das geben, was sie für
ihre Entwicklung brauchen: Gemeinschaft, Begegnung, Interaktion,
Bildung und Innovation.

Gleich zu Beginn des Gesprächs erläutert Hengstschläger, warum
Investitionen in die frühe Bildung langfristig den größten
gesellschaftlichen Nutzen bringen. Kindergärten sind der ideale
Ort, um Talente zu entdecken und die natürliche Neugier von
Kindern zu fördern. Ein Euro in der Elementarpädagogik ist so
viel Wert wie 10 Euro an den österreichischen Universitäten“,
sagt Markus Hengstschläger. Der Experte plädiert in dem
Zusammenhang auch für eine Änderung des Bildungssystems: „Wir
brauchen ein Bildungssystem, das darauf aus ist, die Talente der
jungen Menschen zu entdecken und fördern und die Lösungsbegabung
der nächsten Generation zuzulassen. Das fehlt bei uns in
Österreich“, sagt Markus Hengstschläger.

Einen Schwerpunkt des Gesprächs zwischen Pressl und
Hengstschläger bildet die aktuelle Entwicklung unserer
Gesellschaft samt Technologie und KI. Dabei spricht sich der
Experte für die Chance und den Nutzen neuer technologischer
Entwicklung und KI in allen unseren Bereichen aus. „Für
technische Dinger wird uns KI und IT massiv helfen. Ich sage aber
auch ganz deutlich: Mensch zu Mensch werden wir nie ersetzen
können“, sagt Markus Hengstschläger. Künftig brauche es daher
auch mehr Erklärung und Interaktion zwischen Wissenschaft und
Medien sowie eine Begleitung und „Übersetzung“ der Themen in die
Sprache der Bevölkerung. Dabei verweist Hengstschläger auf die
Fehler der Coronapandemie, wo viel Vertrauen verloren gegangen
sei und kommunikative Fehler gemacht wurden.

Und was haben all diese Themen mit den Gemeinden und
Bürgermeistern zu tun?

Für Hengstschläger sind Gemeinden jene Orte, wo die Zukunft
Österreichs entschieden wird. Gemeinden verfügen über die
entscheidenden Komponenten, die Menschen für ihr Leben und ihre
Entwicklung benötigen: Gemeinschaft, Begegnung, Interaktion,
Bildung und Innovation.

Erfolgreiche Führung von Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern
macht für den Experten aus, „wenn die handelnden Personen ihr
Potenzial erkennen, und einerseits auf verlässliche Strukturen
setzen und andererseits den Mut haben, neue Wege zu gehen und
Veränderungen aktiv zu gestalten“, sagt Hengstschläger.

Und welche drei Dinge würde Markus Hengtschläger als
Bürgermeister in 100 Tagen als erstes umsetzen? “Ich würde ein
Talente-Scouting in der Gemeinde einführen, regelmäßige
Fortbildungsveranstaltungen mit unterschiedlichsten Menschen
veranstalten sowie Begegnungsplätze schaffen“, sagt Markus
Hengstschläger abschließend.

Die wichtigsten Erkenntnisse

Frühkindliche Bildung ist eine der wirksamsten
Zukunftsinvestitionen.

Neugier und Talente müssen früh erkannt und gefördert werden.

Künstliche Intelligenz braucht klare ethische Leitplanken.

Der Mensch muss auch in einer digitalen Welt die
Verantwortung behalten.

Gute Führung verbindet Sicherheit mit Innovationskraft.

Wissenschaft und Politik sind aufeinander angewiesen.

Kritisches Denken und Recherchekompetenz werden zu
Schlüsselqualifikationen der Zukunft.

Gemeinden können den gesellschaftlichen Wandel aktiv
mitgestalten.

 

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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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