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Beschreibung
vor 3 Tagen
Ganz klar, wenn man zum ersten Mal in die USA reist, wird man
höchstwahrscheinlich nicht gerade Arkansas und Alabama besuchen.
Wegen der wechselvollen oft dunklen Geschichte der Südstaaten gibt
es in den Südosten des Landes viel zu entdecken – Orte, die an die
Bürgerrechtsbewegung erinnern ebenso wie lebendige Musikgeschichte,
Artenvielfalt in State Parks und schnuckelige kleine
Downtowns.
„La petite roche“- kleiner Felsen- so nannte der französische
Entdecker de la Harpe eine Gesteinsformation, als er Anfang des 18.
Jahrhunderts den heutigen Arkansas River landeinwärts
entlangschipperte. Die Hauptstadt des heutigen Bundesstaats
Arkansas heißt „Little Rock“. Eine Stadt mit rund 200 000
Einwohnern, die sich über viele Quadratkilometer verteilt, aus
einem Patchwork unterschiedlicher Neighbourhoods besteht und mit
viel Interessantem aufwartet. Nahe des State Capitols von Arkansas
erinnert eine eindrucksvolle Skulptur an die „Little Rock
Nine“.
Das waren die ersten afroamerikanischen Schülerinnen und Schüler,
die nach der offiziellen Aufhebung der Rassentrennung in Arkansas
eine High School besuchten. 1957 war das - der Gouverneur von
Arkansas versuchte, ihnen den Besuch der High School zu verwehren,
ein weißer Mob demonstrierte vor der Schule. Und Präsident
Eisenhower setzte schließlich Bundestruppen ein, um die Schüler zum
Unterricht zu eskortieren. Heute wird die High School samt Gelände
vom National Park Service betreut, es gibt Führungen und
unterschiedlichste Veranstaltungen.
Überhaupt, Little Rock bietet eine ziemlich vielfältige
Museumslandschaft.
Von den dichten Wäldern und mittelgebirgsähnlichen Regionen in
Arkansas zum Süden von Alabama. Das Tensaw River Delta bei Mobile
wird auch der „Amazonas Nordamerikas“ genannt. Hier, wo sich Salz-
und Süßwasser mischen, ist eine enorme Artenvielfalt zu finden -
allein rund 300 Vogelarten sind hier gesichtet worden, dazu
zahlreiche Amphibien, Alligatoren und kleine Säugetiere.
Mobile selbst gehört zu den ältesten Städten der USA und ist
besonders stolz auf seinen „Mardi Gras“, den ältesten
Nordamerikas.
Doch Mobile steht auch für ein dunkles Kapitel der amerikanischen
Geschichte - im Viertel Africatown erzählt ein kleines Museum seit
einigen Jahren die Geschichte der „Clotilda“. Das Schiff
schmuggelte 1860 – Jahrzehnte nach dem Verbot des transatlantischen
Sklavenhandels - 110 aus Westafrika verschleppte Menschen nach
Alabama. Ihre Nachfahren leben heute teilweise noch in Africatown.
Und wollen mit dem Museum aber auch mit regelmäßigen
Veranstaltungen dafür sorgen, dass ihre Geschichte nicht in
Vergessenheit gerät.
Crosspromotion:
ARD-Podcast: "Amerika, wir müssen reden"
https://www.ndr.de/nachrichten/info/amerika-wir-muessen-reden,podcast5882.html
Moderation: Philipp Abresch
Autor:in: Sabine Loeprick
Redaktion: Philipp Abresch, Angelika Penz
Mitarbeit: Patricia Batlle
Produktion: Wolfgang Seesko, Konrad Winkler
höchstwahrscheinlich nicht gerade Arkansas und Alabama besuchen.
Wegen der wechselvollen oft dunklen Geschichte der Südstaaten gibt
es in den Südosten des Landes viel zu entdecken – Orte, die an die
Bürgerrechtsbewegung erinnern ebenso wie lebendige Musikgeschichte,
Artenvielfalt in State Parks und schnuckelige kleine
Downtowns.
„La petite roche“- kleiner Felsen- so nannte der französische
Entdecker de la Harpe eine Gesteinsformation, als er Anfang des 18.
Jahrhunderts den heutigen Arkansas River landeinwärts
entlangschipperte. Die Hauptstadt des heutigen Bundesstaats
Arkansas heißt „Little Rock“. Eine Stadt mit rund 200 000
Einwohnern, die sich über viele Quadratkilometer verteilt, aus
einem Patchwork unterschiedlicher Neighbourhoods besteht und mit
viel Interessantem aufwartet. Nahe des State Capitols von Arkansas
erinnert eine eindrucksvolle Skulptur an die „Little Rock
Nine“.
Das waren die ersten afroamerikanischen Schülerinnen und Schüler,
die nach der offiziellen Aufhebung der Rassentrennung in Arkansas
eine High School besuchten. 1957 war das - der Gouverneur von
Arkansas versuchte, ihnen den Besuch der High School zu verwehren,
ein weißer Mob demonstrierte vor der Schule. Und Präsident
Eisenhower setzte schließlich Bundestruppen ein, um die Schüler zum
Unterricht zu eskortieren. Heute wird die High School samt Gelände
vom National Park Service betreut, es gibt Führungen und
unterschiedlichste Veranstaltungen.
Überhaupt, Little Rock bietet eine ziemlich vielfältige
Museumslandschaft.
Von den dichten Wäldern und mittelgebirgsähnlichen Regionen in
Arkansas zum Süden von Alabama. Das Tensaw River Delta bei Mobile
wird auch der „Amazonas Nordamerikas“ genannt. Hier, wo sich Salz-
und Süßwasser mischen, ist eine enorme Artenvielfalt zu finden -
allein rund 300 Vogelarten sind hier gesichtet worden, dazu
zahlreiche Amphibien, Alligatoren und kleine Säugetiere.
Mobile selbst gehört zu den ältesten Städten der USA und ist
besonders stolz auf seinen „Mardi Gras“, den ältesten
Nordamerikas.
Doch Mobile steht auch für ein dunkles Kapitel der amerikanischen
Geschichte - im Viertel Africatown erzählt ein kleines Museum seit
einigen Jahren die Geschichte der „Clotilda“. Das Schiff
schmuggelte 1860 – Jahrzehnte nach dem Verbot des transatlantischen
Sklavenhandels - 110 aus Westafrika verschleppte Menschen nach
Alabama. Ihre Nachfahren leben heute teilweise noch in Africatown.
Und wollen mit dem Museum aber auch mit regelmäßigen
Veranstaltungen dafür sorgen, dass ihre Geschichte nicht in
Vergessenheit gerät.
Crosspromotion:
ARD-Podcast: "Amerika, wir müssen reden"
https://www.ndr.de/nachrichten/info/amerika-wir-muessen-reden,podcast5882.html
Moderation: Philipp Abresch
Autor:in: Sabine Loeprick
Redaktion: Philipp Abresch, Angelika Penz
Mitarbeit: Patricia Batlle
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