E19 Archäologie in Ägypten: Weg vom Gold der Pharaonen hin zum Leben der einfachen Menschen: Talk mit Irene Forstner-Müller
vor 1 Woche
In dieser Podcast-Folge taucht Karim El-Gawhary ein in die Welt der
Ägyptologie und vor allem der Archäologie rund um das Alte Ägypten.
Wird da immer noch in der Wüste gegraben, um dann den Sand bei
entdeckten Artefakte wegzupinseln? Wie schaut es auf so
Podcast
Podcaster
Nahost. Nah Dran.
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Beschreibung
vor 1 Woche
Wie lebten die einfachen Menschen im Alten Ägypten? Das ist der
Forschungsschwerpunkt von Irene Forstner‑Müller, er Leiterin des
Österreichischen Archäologischen Instituts in Kairo. Sie
erforscht seit Jahrzehnten Siedlungsarchäologie in Tell el‑Daba
(im Osten des Nildeltas) und Kom Ombo (Süden) betreibt. Sie
beschreibt interdisziplinäre Prospektionsmethoden — Magnetometer,
Bodenradar, Bohrungen und geomorphologische Analysen — die
Ausgraben zielgerichteter und wissenschaftlicher machen. Neuere
Technologien wie Structure‑from‑Motion‑3D‑Scanning (mit
LiDAR‑fähigen Smartphones) erlauben detailreiche Modelle von
Gebäuden, Speicheranlagen und Keramik. Die Forschung fand
umfangreiche Getreidespeicher und Verteilungsanlagen, die auf
regional organisierte Vorratssysteme und Verwaltung in
Krisenzeiten hinweisen. Durch Tierknochenanalysen, Mumienbefunde
und physische Anthropologie lassen sich Ernährungsweisen (Brot,
Bier, Fisch) aber auch soziale Unterschiede bei der Ernährung
nachweisen und Krankheiten rekonstruieren. Forstner‑Müller
berichtet auch, wie migrantische Gruppen aus der Levante in
ägyptische Städte integriert waren: im Alltag ägyptisiert, in
Gräbern oft kulturspezifische Bestattungsformen bewahrend.
Produktion: Manuel Correa, Martin Druml
Musik: Nour Ashour
Grafic Design des Logos: Mona Henry
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