Arthur Honegger: Sinfonie Nr. 3 «Liturgique»
vor 4 Tagen
«Wenn Musik nur klingende Algebra wäre, würde sie mich kaum
interessieren»: Für Arthur Honegger bedeutete Komponieren eine
Position beziehen, er wollte die Menschen durch seine Musik
wachrütteln. Ein Werk, in dem das besonders erfahrbar ist, ist
Honeg ...
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 4 Tagen
«Wenn Musik nur klingende Algebra wäre, würde sie mich kaum
interessieren»: Für Arthur Honegger bedeutete Komponieren eine
Position beziehen, er wollte die Menschen durch seine Musik
wachrütteln. Ein Werk, in dem das besonders erfahrbar ist, ist
Honeggers 3. Sinfonie. Entstanden ist sie unmittelbar nach Ende des
2. Weltkrieges, als Europa in Trümmern lag. Ihre Uraufführung fand
vor 80 Jahren in Zürich statt, am 17. August 1946, dirigiert vom
Widmungsträger Charles Münch. Honegger nannte sein Bekenntniswerk
«Symphonie liturgique». Er zitiert in seiner Sinfonie zwar keine
liturgischen Melodien, aber er setzte vor jeden der drei Sätze ein
entsprechendes Zitat: Dies Irae, De profundis clamavi, Dona nobis
pacem. Der Aufruhr am Tag des göttlichen Zorns, die hoffnungslose
Verlorenheit des Menschen und der Kampf gegen dumpfen Maschinismus,
wobei am Schluss doch so etwas wie die Vision einer besseren Welt
auftaucht: Das sind die Stationen, die Honegger in seiner Musik
symbolisiert. Gäste von Norbert Graf sind die Musikpublizistin
Corinne Holtz und der Dirigent Matthias Kuhn. Erstausstrahlung:
04.04.2022
interessieren»: Für Arthur Honegger bedeutete Komponieren eine
Position beziehen, er wollte die Menschen durch seine Musik
wachrütteln. Ein Werk, in dem das besonders erfahrbar ist, ist
Honeggers 3. Sinfonie. Entstanden ist sie unmittelbar nach Ende des
2. Weltkrieges, als Europa in Trümmern lag. Ihre Uraufführung fand
vor 80 Jahren in Zürich statt, am 17. August 1946, dirigiert vom
Widmungsträger Charles Münch. Honegger nannte sein Bekenntniswerk
«Symphonie liturgique». Er zitiert in seiner Sinfonie zwar keine
liturgischen Melodien, aber er setzte vor jeden der drei Sätze ein
entsprechendes Zitat: Dies Irae, De profundis clamavi, Dona nobis
pacem. Der Aufruhr am Tag des göttlichen Zorns, die hoffnungslose
Verlorenheit des Menschen und der Kampf gegen dumpfen Maschinismus,
wobei am Schluss doch so etwas wie die Vision einer besseren Welt
auftaucht: Das sind die Stationen, die Honegger in seiner Musik
symbolisiert. Gäste von Norbert Graf sind die Musikpublizistin
Corinne Holtz und der Dirigent Matthias Kuhn. Erstausstrahlung:
04.04.2022
Weitere Episoden
1 Stunde 59 Minuten
vor 1 Woche
1 Stunde 59 Minuten
vor 2 Wochen
1 Stunde 59 Minuten
vor 3 Wochen
1 Stunde 59 Minuten
vor 1 Monat
Abonnenten
Bern
Gomadingen
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.