Hans Werner Henze: Sinfonie Nr. 7
vor 1 Tag
Heuer würde der bedeutende deutsche Komponist Hans Werner Henze
seinen 100. Geburtstag feiern. Stilistisch zwischen Avantgarde und
Postmoderne schuf er ein riesiges Œuvre mit seiner ganz eigenen
Tonsprache. Die Sinnlichkeit und die reiche Klangfarbenf ...
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Beschreibung
vor 1 Tag
Heuer würde der bedeutende deutsche Komponist Hans Werner Henze
seinen 100. Geburtstag feiern. Stilistisch zwischen Avantgarde und
Postmoderne schuf er ein riesiges Œuvre mit seiner ganz eigenen
Tonsprache. Die Sinnlichkeit und die reiche Klangfarbenfantasie
seiner Musik lassen kaum jemanden kalt. Mehr als 40 Bühnenwerke hat
er komponiert, zehn Sinfonien, Kammermusik und Solistisches wie
auch Filmmusik. In seinen Sinfonien widerspiegelt sich unter
anderem sein politisches Engagement und das Weltgeschehen im 20.
Jahrhundert. Seine 7. Sinfonie bezeichnete er als «diejenige, die
dem Modell der klassischen Sinfonie am nächsten kommt». Sie ist
viersätzig, beginnt mit einem wilden Tanz, der langsame Satz ist
ein berührendes, tiefschürfendes Lied (inklusive Düsternis), das
Scherzo ist eine Hommage an den romantischen Dichter Friedrich
Hölderlin und die Qualen, die der Poet in der grausamen
Autenriethschen Nervenklinik durchleiden musste. Im Finale vertont
Henze schliesslich Hölderlins vielinterpretiertes Gedicht «Hälfte
des Lebens». Als Henze-Premiere in der Diskothek auf SRF 2 Kultur
hören wir dieses eindrückliche Werk des polyglotten, mondänen und
«genialen Musik-Verführers», der sich nicht durch den
Fortschrittszwang der Avantgarde und deren Dogmen einengen liess.
Gäste von Moritz Weber sind Titus Engel, Chefdirigent der Basel
Sinfonietta und Schweizer Musikpreisträger 2025, und die
Musikwissenschaftlerin Doris Lanz.
seinen 100. Geburtstag feiern. Stilistisch zwischen Avantgarde und
Postmoderne schuf er ein riesiges Œuvre mit seiner ganz eigenen
Tonsprache. Die Sinnlichkeit und die reiche Klangfarbenfantasie
seiner Musik lassen kaum jemanden kalt. Mehr als 40 Bühnenwerke hat
er komponiert, zehn Sinfonien, Kammermusik und Solistisches wie
auch Filmmusik. In seinen Sinfonien widerspiegelt sich unter
anderem sein politisches Engagement und das Weltgeschehen im 20.
Jahrhundert. Seine 7. Sinfonie bezeichnete er als «diejenige, die
dem Modell der klassischen Sinfonie am nächsten kommt». Sie ist
viersätzig, beginnt mit einem wilden Tanz, der langsame Satz ist
ein berührendes, tiefschürfendes Lied (inklusive Düsternis), das
Scherzo ist eine Hommage an den romantischen Dichter Friedrich
Hölderlin und die Qualen, die der Poet in der grausamen
Autenriethschen Nervenklinik durchleiden musste. Im Finale vertont
Henze schliesslich Hölderlins vielinterpretiertes Gedicht «Hälfte
des Lebens». Als Henze-Premiere in der Diskothek auf SRF 2 Kultur
hören wir dieses eindrückliche Werk des polyglotten, mondänen und
«genialen Musik-Verführers», der sich nicht durch den
Fortschrittszwang der Avantgarde und deren Dogmen einengen liess.
Gäste von Moritz Weber sind Titus Engel, Chefdirigent der Basel
Sinfonietta und Schweizer Musikpreisträger 2025, und die
Musikwissenschaftlerin Doris Lanz.
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