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vor 3 Jahren
#51 Purpose in der Sozialen Arbeit: Wozu sind wir
eigentlich da?
work & flow | Dein Podcast für mehr Arbeitszufriedenheit
Für Akteur:innen in der Sozialen Arbeit keine Neuigkeit: Das
Arbeitsfeld ist in Bedrängnis.
Einrichtungen stehen seit Jahren unter ökonomischem Druck.
Gleichzeitig wird erwartet, dass sie als soziale
Dienstleister:innen agieren. Die Aufgaben hingegen sind nicht
weniger oder überschaubarer geworden: Weltweite Krisen,
gesellschaftliche Schräglagen, multiple Probleme diverser
Zielgruppen - das alles bei massivem Personalmangel! Ob
psychische Erkrankungen Jugendlicher oder die Integration
Zugewanderter: Entscheider:innen reagieren auf die komplexen
Anforderungen von außen mit Komplexität nach innen. Verdichtung
der Arbeitsprozesse, Nachweis- und Dokumentationspflichten
gegenüber Kostenträger:innen, Qualitätsmanagement,
Datenschutzauflagen, … Die Liste der Verwaltungsaufgaben scheint
endlos. Ein Würgegriff! Je größer die Einrichtungen desto
schwieriger das Management. Lähmung macht sich breit,
Veränderungen in der Organisation brauchen quälend lange.
Sozialarbeiter:innen, Altenpfleger:innen und Erzieher:innen
fragen sich, wieviel Zeit ihnen im zähen Arbeitsalltag noch für
die Kernaufgaben am Menschen bleibt.
Wie können wir den steigenden Anforderungen gerecht werden? An
gut gemeinten Ideen mangelt es selten. Aber sind erhöhte
Anstrengungen und ein mehr desselben die Lösung? Eher ein
weniger. Besser gesagt: Die Konzentration auf das Wesentliche.
Wozu sind wir eigentlich da? Wofür sind wir einst angetreten? Was
ist unser Purpose? Während Unternehmen der freien Wirtschaft oft
nach einer schlüssigen Selbstdefinition suchen müssen, können
Institutionen in der Sozialen Arbeit die Frage nach ihrem
Existenzgrund zügig beantworten. Der Mehrwert des Konzepts der
Purpose Driven Organization ist für sie vor allem die Wirkung
nach innen. Wenn der Purpose zur zentralen Entscheidungsprämisse
für alle Prozesse wird, kommt Bewegung ins Spiel. Veränderung
wird möglich.
Julia und Thomas diskutieren das Konzept von Purpose am Beispiel
ihrer Supervisionserfahrungen in der stationären Kinder- und
Jugendhilfe. Sie sprechen über kodifizierte Selbstorganisation
von Teams, Purpose fit in der Personalakquise, Superflexibilität
und Vertrauenskultur.
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Viel Spaß beim Hören!
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