Mit Gefühl und Empathie: Tania Singer im Gespräch

Mit Gefühl und Empathie: Tania Singer im Gespräch

vor 6 Tagen
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Beschreibung

vor 6 Tagen
Es könnte einem das Herz brechen, wenn man erfährt, dass Empathie
und Mitgefühl eine Angelegenheit des Gehirns und nicht der Seele
sind. Genauso ist es mit der negativen Seite der Gefühle, dem Hass.
Tania Singer die Neurowissenschaftlerin und Psychologin leitet
innerhalb der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin die
Forschungsgruppe soziale Neurowissenschaften. Dort beschäftigt sie
sich seit vielen Jahren mit Emotionen, Empathie und Mitgefühl und
schaut sich an, wie aus Hass Fürsorge werden kann. Leidenschaftlich
baut sie Brücken zwischen jenen Bereichen, die normalerweise nicht
miteinander interagieren. Besonderes Augenmerk legt Professorin
Dr.in Tania Singer dabei auf die hormonellen, neuronalen und
entwicklungsbedingten Grundlagen menschlichen Sozialverhaltens.
Dazu gehören auch negative Emotionen wie Hass und Wut. Durch eine
der bislang größten Studien über soziales Verhalten hat sie
festgestellt, dass Empathie, Mitgefühl und Fairness durch mentales
Training formbar sind. Auch der Umgang mit Hass und Wut. Dafür hat
Tania Singer das Dyaden Gespräch entwickelt. Dabei sitzen zwei
einander fremde Menschen gegenüber und hören einander achtsam zu.
Dabei wird auch das Körpergefühl in der jeweiligen Gefühlswelt
angesprochen. Nach fünf Minuten erklingt ein Gong und die Rollen
werden getauscht. Nun hört der andere Partner achtsam und
empathisch zu, ohne zu unterbrechen. Man könnte das als Meditation
zu zweit betrachten, meint Tania Singer. Wie effektiv diese Übung
ist, um das empathische Zuhören, aber auch das Wahrnehmen und
Ausdrücken der eigenen Gefühle und den Umgang mit schwierigen
Emotionen wie Stress zu verbessern, zeigt sich im Gehirn. Es zeigt
sich auch, wo Empathie und Mitgefühl verortet sind. Um den
Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühl herauszufinden, hat
Tania Singer, einen buddhistischen Mönch in den Scanner gelegt.
Schon vorher hat sie die große „Mind and Life“ Konferenz mit dem
Dalai Lama mitorganisiert und die daraus erzielten Erfahrungen in
ihre Studie miteinfließen lassen. Mehr über den Unterschied
zwischen Empathie und Mitgefühl sowie über das Dyadenprogramm und
die Anwendung in der Medizin aber auch bei Friedensprozessen,
erzählt Tania Singer bei den diesjährigen Disputationes im Rahmen
der Ouvertüre Spirituelle zum Auftakt der Salzburger Festspiele am
22. Juli 2026, von 15.00 bis 18.00, in der Festspielkulisse in der
Hofstallgasse in Salzburg. Anmeldungen sind erbeten unter
schmidthahn@disputationes.at Das Gespräch über das Dyadenprogramm
habe ich mit Tania Singer bei den diesjährigen Goldegger Dialogen
geführt und sie auch gefragt, ob sie selbst noch das Dyadentraining
macht. Hören Sie rein, denn Tania Singer macht das Training auch
selbst. Max-Planck-Gesellschaft Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat,
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Weiterführende Links: https://wissensart.at/
https://www.social.mpg.de/tania-singer www.taniasinger.de Auskunft:
schmidthahn@disputationes.at wissensart@wissensart.at/
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