„Die ganze Welt ist Bühne“ Fotograf:Innen zeigen sie

„Die ganze Welt ist Bühne“ Fotograf:Innen zeigen sie

vor 1 Tag
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Beschreibung

vor 1 Tag
„Die ganze Welt ist Bühne“: Fotograf:innen bilden sie ab.
Beziehungen halten die Welt am Laufen. Die beiden Preisträger des
Wolf Suschitzky-Preises lichten sie ab. Der taiwanesische Künstler
Jeremy Chih-Hao Chuang, der in Taipeh und London lebt, lädt in
seine Serie „Ephemeral Intimacy“ die Betrachter ein, die Welt des
modernen Datings als Bühne zu betrachten. Dort, wo sich persönliche
und universelle Dramen entfalten, setzt er auch sich selbst in
Szene, dokumentiert die flüchtigen und intimen Momente von Männern,
die er über Online-Dating-Apps in London kennengelernt hat. Als
Südostasiat, der mit den Zwängen einer konservativen Erziehung zu
kämpfen hatte, wandte sich Chuang Dating-Apps zu, um seine eigene
Identität jenseits traditioneller heteronormativer Erwartungen zu
erkunden. Indem er Männer fotografierte, die er über diese
Plattformen kennenlernte, dokumentierte er ihre persönlichen Räume
und intimen Momente und enthüllte sowohl ihre Verletzlichkeit als
auch die Komplexität des zeitgenössischen Begehrens. Während
Suschitzkys Linse die Schönheit im Alltäglichen und im
Tiefgründigen enthüllte, zielen Chuangs Fotografien darauf ab, die
nuancierten Darstellungen von Individuen in ihrem privaten und
öffentlichen Leben zu beleuchten. Jedes Bild dient als
Momentaufnahme der menschlichen Erfahrung und fängt die Essenz
unserer Rollen auf der sich ständig verändernden Bühne moderner
Beziehungen in London ein. Andrej Polukord lebt in Vilnius und in
Wien. Er tritt mit der Natur in Beziehung. Malerei, Installation,
Performance, Fotografie und Videokunst sind sein Metier. Mit Humor,
sinnlichen Aktionen und erzählerischen Mitteln thematisiert er den
Alltag, die Ökologie und das Verhältnis zwischen Mensch und Natur.
Der Künstler schafft instabile Umgebungen und absurde Situationen,
die unvorhersehbaren Folgen, Doppeldeutigkeiten und
Mehrdeutigkeiten erzeugen. Ganz anders Anna Jocham. Sie hat einen
künstlerischen Zugang zur Fotografie, dekonstruiert ihre Fotos mit
einem Scanner und anderen technischen Mitteln. Im „Kunst im
Gespräch“ erzählt sie darüber. Wolf Suschitzky, von Freund/innen
und Kolleg/innen meist „Su“ genannt, wird 1912 in Wien geboren. Er
studiert an der Höheren Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt
Fotografie. 1934 verlässt er Österreich unter dem Eindruck des
Austrofaschismus und beginnt, mit seiner älteren Schwester Edith,
die nach England geheiratet hat, in deren Porträtstudio zu
arbeiten. Während in Wien Buchhandlung und Verlag der Eltern
„arisiert“ werden, fotografiert Suschitzky in London die Straße der
Buchläden: Heute gilt seine „Charing Cross Road Series“ als
Meilenstein der britischen Reportagefotografie – 1938 ebnet sie ihm
den Weg, um das Genre zu wechseln und beim Film anzufangen. Die
Arbeiten der Preisträger und jene der Nominierten sind in der
Galerie Fotohof in Salzburg bis 30. Juli 2026 zu sehen. Foto:
Helena Kalleitner In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen
im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu
Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen
Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes
gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen
wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und
Spotify. Weiterführende Links: https://fotohof.at/
www.austriakulturinternational.at/ https://www.bmeia.gv.at/
https://wissensart.at/ Auskunft: wissensart@wissensart.at/
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