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Beschreibung
vor 3 Tagen
Andreas Odrich, Journalist, Moderator und langjährige Stimme bei
ERF Medien, spricht mit Bertram über Neugier, Wahrheit, Glauben
und die Kunst, Übergänge nicht nur auszuhalten, sondern innerlich
mitzugestalten.
Ausgangspunkt ist ein Satz, der fast wie ein Lebensmotto klingt:
„Jetzt bin ich mal neugierig.“
Für Andreas ist Neugier mehr als journalistisches Handwerkszeug.
Sie ist eine Haltung gegenüber Menschen, Lebenswegen und auch
gegenüber dem eigenen Älterwerden. Nicht alles muss glänzen.
Nicht jede neue Lebensphase ist Wohnmobil, Alpenpanorama und
Dauerenergie. Manchmal ist sie Krankheit, Abschied, Neuordnung.
Und trotzdem bleibt die Frage: Was ist jetzt noch möglich?
Im Gespräch geht es um:
Christlichen Journalismus ohne fromme Verstaubtheit, aber mit
Haltung, Barmherzigkeit und Wahrhaftigkeit.Medien, Misstrauen und
Empörung, also darum, warum soziale Netzwerke oft lauter machen,
statt klüger.Nachrichtenhygiene im Alltag, mit Stille am Morgen,
weniger Handy und mehr bewusster Auswahl.Den Lebensteppich als
biografisches Werkzeug, um nicht nur auf Brüche zu schauen, sondern
auch auf Gaben, Fäden und Möglichkeiten.Depression und Burn-outt
kurz vor dem Ruhestand, besonders bei Männern, die gelernt haben:
Augen zu und durch.Zufriedenheit als tiefere Form von Glück, weil
darin das Wort Frieden steckt.
Besonders berührend ist Andreas Blick auf seine Eltern. Der
Vater, voller Angst vor dem Sterben, saß nachts vor dem
Fernseher. Die Mutter, schwer krank und ans Bett gebunden, sagte
dagegen: „Ich blättere im Buch meines Lebens.“ Ein Satz, der
bleibt. Vielleicht, weil er so schlicht ist und trotzdem alles
enthält: Erinnerung, Annahme, Würde.
Auch der Übergang aus dem Beruf bekommt Raum. Andreas erzählt,
wie sehr ihm der Lebensteppich geholfen hat, seine beruflichen
Gaben nicht einfach abzugeben, sondern in neuer Form
weiterzuleben. Weniger Getriebensein, mehr Atem. Weniger als als
8000 Umdrehungen, mehr innere Einkehr. Und zugleich: weiter
neugierig bleiben, weiter sprechen, weiter lernen, sogar im
Brazilian Jiu Jitsu, mitten unter viel Jüngeren.
Zitat der Folge:
„Neugierig bleiben. Auf Menschen zugehen, Kontakte pflegen und
schauen, wo man sich einbringen kann.“
Andreas Odrich
Links und Hinweise:
Link zum Beitrag zu Andreas Odrich
Link zu ERF Das Gespräch von AndreasOdrich mit Bertram
Kasper
Link zu Brazilian Jiu Jitsu in Wetzlar
Was nimmst du aus aus dieser Folge mit? Vielleicht den kleinen
Satz: Jetzt bin ich mal neugierig. Auf den nächsten Menschen. Auf
den eigenen Übergang. Auf das, was noch nicht erzählt ist.
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Gelassenheit älter werden" vorbestellen!
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Die Musik im Intro und Outro ist von Stefan Kissel und wurde von
Nico Lange gesprochen.
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