Zweiundsiebzig Züge — 90 Jahre leere Versprechungen zur Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig

Zweiundsiebzig Züge — 90 Jahre leere Versprechungen zur Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig

vor 1 Woche
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Beschreibung

vor 1 Woche

Die aktuell geplante Sparvariante für die Bahnstrecke
Chemnitz–Leipzig sieht ungefähr die Zugzahl vor, die 1925 schon
einmal erreicht war, allerdings ohne Kapazität für Güterverkehr
und ohne echte Fernverkehrsperspektive. Für den Vollausbau mit
durchgehender Zweigleisigkeit und Elektrifizierung müsste rund
ein Drittel mehr investiert werden, doch der Bund hat hart
gedeckelt und niemand fordert nach. Einer Metropolregion, die
Industrieregion bleiben will, ist das nicht angemessen. Der
Chemnitzer Oberbürgermeister zeigt sich trotzdem zufrieden;
kritische Verbände wurden zur Vorstellung der Studie nicht mehr
eingeladen. Der Podcast erzählt den 200-jährigen Kampf um diese
Strecke und einen neuen Höhepunkt in einer 90-jährigen Reihe
leerer Versprechungen.


Katja und Jonas gehen durch das Dossier „Zweiundsiebzig Züge" von
Lars Fassmann: das ehrliche Nein des Königreichs und die
Viadukte, die trotzdem kamen. Das zweite Gleis, das 1946 gen
Osten verschwand. Ein ICE namens „Richard Hartmann", abgestellt,
obwohl er wieder fahren durfte. Der Elektrifizierungsbeschluss
von 1933 — einstimmig, bis heute unerfüllt. „Jetzt kann nichts
mehr schiefgehen" (2020) und was daraus wurde. Vier Bedingungen
des Oberbürgermeisters im Januar, die im Juni „Träume und
Wünsche" heißen. Und ein früherer Bahn-Politiker, der die
Streichung seines Herzensprojekts heute „praktikabel" nennt — als
Manager der Bahn.


Langfassung unter
https://larsfassmann.de/2026/07/2026-07-08-zweiundsiebzig-zuege/
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