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Beschreibung
vor 1 Woche
Wir nehmen uns ein über 400 Seiten starkes Dossier vor, das eine
unbequeme These aufstellt: Die Stadt Chemnitz und ihre
Gesellschaften übernehmen seit Jahren Formate, die aus der freien
Szene stammen — während die ursprünglichen Macherinnen und Macher
durch Auflagen, befristete Verträge und Genehmigungshürden
ausgebremst werden. Die Spur führt von den wilden Brachen der
Neunziger über ein studentisches Kulturprojekt, das geräumt
wurde, bevor die städtische Wohnungsgesellschaft dasselbe Konzept
in Eigenregie verwirklichte, bis zu Rock am Kopp, dessen
Urheberschaft im Amtsblatt still vom freien Klub zur Stadt
wanderte. Und sie mündet mitten im Kulturhauptstadtjahr 2025:
kuratierte Straßenkunst, kommunalisierte Festivals, eine
Abschlussbilanz, in der die freie Szene kaum noch vorkommt — und
die offene Frage, was von Chemnitz 2025 bleibt, wenn das
Feuerwerk verraucht ist. Kein Skandalstück, sondern eine
Spurensuche in Amtsblättern und Ratsbeschlüssen, mit
Gegenbeispielen und Einwänden. Geschrieben hat das Dossier Lars
Faßmann, selbst Akteur der Chemnitzer Szene — die Folge legt das
offen und prüft, was unabhängig belegt ist.
Dossier unter
https://larsfassmann.de/2026/07/2026-07-07-von-der-wilden-brache-zur-kuratierten-kulturhauptstadt/
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