Podcaster
Episoden
09.07.2026
39 Minuten
Chemnitz feiert den 100. Geburtstag seines Ehrenbürgers Carl Hahn: mit Rathaus-Ausstellung, Oldtimer-Parade, einem neuen Garten und großen Worten. Ein neues Dossier hat dieses Jubiläum an den Akten gemessen. Katja und Jonas sprechen über das Ergebnis: eine Ehrung, der nicht nur das Belastende fehlt, sondern auch das Beste.
In dieser Folge:
Der Manager: Käfer in Amerika, die Erfindung der Marke Audi, China — und der Handschlag vom Advent 1989 in Karl-Marx-Stadt, aus dem Volkswagen Sachsen wurde Der Vater: die NSDAP-Mitgliederkarte aus dem US-Nationalarchiv, das Eintrittsdatum 1. Mai 1933 — und warum es die Datierung der Familienerzählung widerlegt Die Auto Union im Krieg: Zwangsarbeit, KZ-Außenlager, das Untertageprojekt Leitmeritz — und die Studie, die ausgerechnet der Sohn drei Jahrzehnte vor Audi zum Standard machte Die Anekdote für die nächste Party: Warum der Mitgründer der Auto Union auch der Erfinder von o.b. ist — und warum seine Biografie überall bei Null beginnt Die Villa Franck: vier Jahre Mieter der jüdischen Eigentümer, dann der „Verkauf" vom 16. Dezember 1938 an den Konzern — dokumentiert in Jürgen Nitsches Monografie „Venus – Goldfisch – Juvena" 2017: die entfernte Gedenkplatte für den Vater — und der Maßstab, den die Stadt damals selbst gesetzt hat Die Ausstellung 2026: sechs Tafeln, auf denen Zwangsarbeit nicht vorkommt, die Motorenkooperation aber auch nicht. Die abgelehnte Schule: Wie der damalige Kämmerer Sven Schulze 2018 das Schulprojekt mit Hahns Namen beerdigte, was die Akten über den zweiten, am Land gescheiterten Anlauf verraten — und warum derselbe Schulze 2023 als Oberbürgermeister sagte: „Sein Erbe spüren wir noch heute."
Keine Sippenhaft, keine Verschwörungstheorie — eine Aktenrecherche über Erinnerung, Aufmerksamkeit und eine Stadt, die nur rechnen kann.
Das vollständige Dossier mit allen 98 Fußnoten: https://larsfassmann.de/2026/07/2026-07-09-sein-erbe-spueren-wir-noch-heute/
In dieser Folge:
Der Manager: Käfer in Amerika, die Erfindung der Marke Audi, China — und der Handschlag vom Advent 1989 in Karl-Marx-Stadt, aus dem Volkswagen Sachsen wurde Der Vater: die NSDAP-Mitgliederkarte aus dem US-Nationalarchiv, das Eintrittsdatum 1. Mai 1933 — und warum es die Datierung der Familienerzählung widerlegt Die Auto Union im Krieg: Zwangsarbeit, KZ-Außenlager, das Untertageprojekt Leitmeritz — und die Studie, die ausgerechnet der Sohn drei Jahrzehnte vor Audi zum Standard machte Die Anekdote für die nächste Party: Warum der Mitgründer der Auto Union auch der Erfinder von o.b. ist — und warum seine Biografie überall bei Null beginnt Die Villa Franck: vier Jahre Mieter der jüdischen Eigentümer, dann der „Verkauf" vom 16. Dezember 1938 an den Konzern — dokumentiert in Jürgen Nitsches Monografie „Venus – Goldfisch – Juvena" 2017: die entfernte Gedenkplatte für den Vater — und der Maßstab, den die Stadt damals selbst gesetzt hat Die Ausstellung 2026: sechs Tafeln, auf denen Zwangsarbeit nicht vorkommt, die Motorenkooperation aber auch nicht. Die abgelehnte Schule: Wie der damalige Kämmerer Sven Schulze 2018 das Schulprojekt mit Hahns Namen beerdigte, was die Akten über den zweiten, am Land gescheiterten Anlauf verraten — und warum derselbe Schulze 2023 als Oberbürgermeister sagte: „Sein Erbe spüren wir noch heute."
Keine Sippenhaft, keine Verschwörungstheorie — eine Aktenrecherche über Erinnerung, Aufmerksamkeit und eine Stadt, die nur rechnen kann.
Das vollständige Dossier mit allen 98 Fußnoten: https://larsfassmann.de/2026/07/2026-07-09-sein-erbe-spueren-wir-noch-heute/
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08.07.2026
33 Minuten
Die aktuell geplante Sparvariante für die Bahnstrecke Chemnitz–Leipzig sieht ungefähr die Zugzahl vor, die 1925 schon einmal erreicht war, allerdings ohne Kapazität für Güterverkehr und ohne echte Fernverkehrsperspektive. Für den Vollausbau mit durchgehender Zweigleisigkeit und Elektrifizierung müsste rund ein Drittel mehr investiert werden, doch der Bund hat hart gedeckelt und niemand fordert nach. Einer Metropolregion, die Industrieregion bleiben will, ist das nicht angemessen. Der Chemnitzer Oberbürgermeister zeigt sich trotzdem zufrieden; kritische Verbände wurden zur Vorstellung der Studie nicht mehr eingeladen. Der Podcast erzählt den 200-jährigen Kampf um diese Strecke und einen neuen Höhepunkt in einer 90-jährigen Reihe leerer Versprechungen.
Katja und Jonas gehen durch das Dossier „Zweiundsiebzig Züge" von Lars Fassmann: das ehrliche Nein des Königreichs und die Viadukte, die trotzdem kamen. Das zweite Gleis, das 1946 gen Osten verschwand. Ein ICE namens „Richard Hartmann", abgestellt, obwohl er wieder fahren durfte. Der Elektrifizierungsbeschluss von 1933 — einstimmig, bis heute unerfüllt. „Jetzt kann nichts mehr schiefgehen" (2020) und was daraus wurde. Vier Bedingungen des Oberbürgermeisters im Januar, die im Juni „Träume und Wünsche" heißen. Und ein früherer Bahn-Politiker, der die Streichung seines Herzensprojekts heute „praktikabel" nennt — als Manager der Bahn.
Langfassung unter https://larsfassmann.de/2026/07/2026-07-08-zweiundsiebzig-zuege/
Katja und Jonas gehen durch das Dossier „Zweiundsiebzig Züge" von Lars Fassmann: das ehrliche Nein des Königreichs und die Viadukte, die trotzdem kamen. Das zweite Gleis, das 1946 gen Osten verschwand. Ein ICE namens „Richard Hartmann", abgestellt, obwohl er wieder fahren durfte. Der Elektrifizierungsbeschluss von 1933 — einstimmig, bis heute unerfüllt. „Jetzt kann nichts mehr schiefgehen" (2020) und was daraus wurde. Vier Bedingungen des Oberbürgermeisters im Januar, die im Juni „Träume und Wünsche" heißen. Und ein früherer Bahn-Politiker, der die Streichung seines Herzensprojekts heute „praktikabel" nennt — als Manager der Bahn.
Langfassung unter https://larsfassmann.de/2026/07/2026-07-08-zweiundsiebzig-zuege/
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07.07.2026
1 Stunde 4 Minuten
Wir nehmen uns ein über 400 Seiten starkes Dossier vor, das eine unbequeme These aufstellt: Die Stadt Chemnitz und ihre Gesellschaften übernehmen seit Jahren Formate, die aus der freien Szene stammen — während die ursprünglichen Macherinnen und Macher durch Auflagen, befristete Verträge und Genehmigungshürden ausgebremst werden. Die Spur führt von den wilden Brachen der Neunziger über ein studentisches Kulturprojekt, das geräumt wurde, bevor die städtische Wohnungsgesellschaft dasselbe Konzept in Eigenregie verwirklichte, bis zu Rock am Kopp, dessen Urheberschaft im Amtsblatt still vom freien Klub zur Stadt wanderte. Und sie mündet mitten im Kulturhauptstadtjahr 2025: kuratierte Straßenkunst, kommunalisierte Festivals, eine Abschlussbilanz, in der die freie Szene kaum noch vorkommt — und die offene Frage, was von Chemnitz 2025 bleibt, wenn das Feuerwerk verraucht ist. Kein Skandalstück, sondern eine Spurensuche in Amtsblättern und Ratsbeschlüssen, mit Gegenbeispielen und Einwänden. Geschrieben hat das Dossier Lars Faßmann, selbst Akteur der Chemnitzer Szene — die Folge legt das offen und prüft, was unabhängig belegt ist.
Dossier unter https://larsfassmann.de/2026/07/2026-07-07-von-der-wilden-brache-zur-kuratierten-kulturhauptstadt/
Dossier unter https://larsfassmann.de/2026/07/2026-07-07-von-der-wilden-brache-zur-kuratierten-kulturhauptstadt/
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05.07.2026
22 Minuten
Warum die Autowerke verschwinden – und was Sachsen stattdessen bauen kann
Steht die sächsische Autoindustrie vor dem unausweichlichen Fall? Und was kann die Region stattdessen bauen? In dieser Episode blicken wir tief in Lars Fassmanns brisantes Dossier „Ein Auto ist auch nur ein Roboter“.
Wir diskutieren, warum der Stellenabbau in Werken wie Zwickau nicht aufzuhalten ist – getrieben durch die Verlagerung der Produktion an billigere Standorte und ein verändertes, urbanes Mobilitätsverhalten, bei dem Flotten und geteilte Fahrzeuge den privaten Autobesitz zunehmend ablösen. Doch statt diese Entwicklung mit Subventionen künstlich zu verlangsamen, sieht Fassmann darin eine enorme Chance: Die bestehenden Hallen und die hochqualifizierten Fachkräfte im Karosserie- und Maschinenbau sind das ideale Startkapital für das nächste große Ding – die Robotik und das autonome Fahren.
Kritisch beleuchten wir das Versagen der aktuellen Förderpolitik in Südwestsachsen. Warum fließen zweistellige Millionenbeträge in konventionelle Wasserstoffnetze, während hochinnovative Chemnitzer Startups für autonomes Fahren mangels öffentlichem Kapital ausverkauft werden?
Die Lösung liegt laut Fassmann in einem massiven Paradigmenwechsel: Der Staat muss aufhören, nur Fördermittel für Projektberichte zu verteilen, und stattdessen als mutiger erster Kunde auftreten. Wir werfen einen Blick auf sein gefordertes Milliardenprogramm, bei dem die öffentliche Hand echte Innovationen durch Beschaffung erzwingt – etwa indem Verkehrsbetriebe autonome Shuttles beauftragen oder Bauhöfe spezialisierte Roboter einkaufen.
Hör jetzt rein und erfahre, wie aus der Krise der Autoindustrie ein weltweit führendes Robotik-Zentrum entstehen kann!
Zum kompletten Dossier https://larsfassmann.de/2026/07/2026-07-05-ein-auto-ist-auch-nur-ein-roboter/
Steht die sächsische Autoindustrie vor dem unausweichlichen Fall? Und was kann die Region stattdessen bauen? In dieser Episode blicken wir tief in Lars Fassmanns brisantes Dossier „Ein Auto ist auch nur ein Roboter“.
Wir diskutieren, warum der Stellenabbau in Werken wie Zwickau nicht aufzuhalten ist – getrieben durch die Verlagerung der Produktion an billigere Standorte und ein verändertes, urbanes Mobilitätsverhalten, bei dem Flotten und geteilte Fahrzeuge den privaten Autobesitz zunehmend ablösen. Doch statt diese Entwicklung mit Subventionen künstlich zu verlangsamen, sieht Fassmann darin eine enorme Chance: Die bestehenden Hallen und die hochqualifizierten Fachkräfte im Karosserie- und Maschinenbau sind das ideale Startkapital für das nächste große Ding – die Robotik und das autonome Fahren.
Kritisch beleuchten wir das Versagen der aktuellen Förderpolitik in Südwestsachsen. Warum fließen zweistellige Millionenbeträge in konventionelle Wasserstoffnetze, während hochinnovative Chemnitzer Startups für autonomes Fahren mangels öffentlichem Kapital ausverkauft werden?
Die Lösung liegt laut Fassmann in einem massiven Paradigmenwechsel: Der Staat muss aufhören, nur Fördermittel für Projektberichte zu verteilen, und stattdessen als mutiger erster Kunde auftreten. Wir werfen einen Blick auf sein gefordertes Milliardenprogramm, bei dem die öffentliche Hand echte Innovationen durch Beschaffung erzwingt – etwa indem Verkehrsbetriebe autonome Shuttles beauftragen oder Bauhöfe spezialisierte Roboter einkaufen.
Hör jetzt rein und erfahre, wie aus der Krise der Autoindustrie ein weltweit führendes Robotik-Zentrum entstehen kann!
Zum kompletten Dossier https://larsfassmann.de/2026/07/2026-07-05-ein-auto-ist-auch-nur-ein-roboter/
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15.05.2026
22 Minuten
Herzlich willkommen beim Stadtgespräch Chemnitz! In dieser Folge widmen wir uns einem Thema, das fast jede Chemnitzerin und jeden Chemnitzer spätestens mit der Nebenkostenabrechnung im Jahr 2025 schmerzhaft erreicht hat: die drastische Kostenerhöhung der Heizkosten.
Grundlage unserer heutigen Diskussion ist das umfassende Dossier von Lars Fassmann zum "Chemnitzer Wärmeplan", über den der Stadtrat am 27. Mai 2026 abstimmen soll. Fassmann hat diese detaillierte Analyse geschrieben, um Stadträte und interessierte Bürger mit harten Fakten aufzuklären.
Wir zeigen auf, warum der vorliegende Entwurf laut Kritikern eigentlich ein reiner "Wärmeerzeugungsplan" ist und warum das enorme Einsparpotenzial durch Gebäudedämmung darin systematisch kleingehalten wird.
Der Preisschock: Wir beleuchten die Hintergründe der rund 80-prozentigen Preiserhöhung der eins energie und klären, wieso Mieter die volle Härte dieser unternehmerischen Entscheidung oft erst Monate später auf dem Papier sahen.
Die Todesspirale der Fernwärme: Was passiert, wenn Hauseigentümer, die es sich leisten können, auf deutlich günstigere Wärmepumpen umsteigen? Die hohen Fixkosten und der immense Wärmeverlust im Netz von durchgängig rund 20 Prozent (bzw. einem Fünftel) müssen dann auf immer weniger Schultern verteilt werden. Besonders hart trifft diese Spirale Menschen, die zur Miete im Plattenbau wohnen.
Clevere Alternativen: Wir besprechen dezentrale Auswege, wie etwa den punktuellen Einsatz von Infrarot-Heizplatten oder versteckten Heizfolien, die in Kombination mit dynamischen Stromtarifen bares Geld sparen können.
Gewinner und Verlierer: Wir blicken darauf, wohin die Millionengewinne aus dem Chemnitzer Wärmegeschäft fließen und wie ein erheblicher Teil davon an westdeutsche Anteilseigner abfließt, anstatt die regionale Wertschöpfung zu stärken.
Hört rein und erfahrt, was diese weitreichenden politischen und wirtschaftlichen Weichenstellungen für euren Geldbeutel und die Zukunft von Chemnitz bedeuten!
Den vollständigen Text könnt ihr hier lesen
Grundlage unserer heutigen Diskussion ist das umfassende Dossier von Lars Fassmann zum "Chemnitzer Wärmeplan", über den der Stadtrat am 27. Mai 2026 abstimmen soll. Fassmann hat diese detaillierte Analyse geschrieben, um Stadträte und interessierte Bürger mit harten Fakten aufzuklären.
Wir zeigen auf, warum der vorliegende Entwurf laut Kritikern eigentlich ein reiner "Wärmeerzeugungsplan" ist und warum das enorme Einsparpotenzial durch Gebäudedämmung darin systematisch kleingehalten wird.
Der Preisschock: Wir beleuchten die Hintergründe der rund 80-prozentigen Preiserhöhung der eins energie und klären, wieso Mieter die volle Härte dieser unternehmerischen Entscheidung oft erst Monate später auf dem Papier sahen.
Die Todesspirale der Fernwärme: Was passiert, wenn Hauseigentümer, die es sich leisten können, auf deutlich günstigere Wärmepumpen umsteigen? Die hohen Fixkosten und der immense Wärmeverlust im Netz von durchgängig rund 20 Prozent (bzw. einem Fünftel) müssen dann auf immer weniger Schultern verteilt werden. Besonders hart trifft diese Spirale Menschen, die zur Miete im Plattenbau wohnen.
Clevere Alternativen: Wir besprechen dezentrale Auswege, wie etwa den punktuellen Einsatz von Infrarot-Heizplatten oder versteckten Heizfolien, die in Kombination mit dynamischen Stromtarifen bares Geld sparen können.
Gewinner und Verlierer: Wir blicken darauf, wohin die Millionengewinne aus dem Chemnitzer Wärmegeschäft fließen und wie ein erheblicher Teil davon an westdeutsche Anteilseigner abfließt, anstatt die regionale Wertschöpfung zu stärken.
Hört rein und erfahrt, was diese weitreichenden politischen und wirtschaftlichen Weichenstellungen für euren Geldbeutel und die Zukunft von Chemnitz bedeuten!
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Chemnitzer Stadtentwicklung zum Mitdenken
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