MTM 22 - Noctiluca scintillans

MTM 22 - Noctiluca scintillans

vor 1 Woche
Funkelndes Meeresleuchttierchen
11 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Woche

Sommerzeit ist Ferienzeit! Und nach ein paar warmen Tagen am
Meer, kann es durchaus sein, dass man in das Vergnügen kommt,
Meeresleuchten beobachten zu können. Wie dieses besondere
Phänomen entsteht und welche Geheimnisse eine der
verantwortlichen Mikroben, Noctiluca scintillans, noch so birgt –
das erfahrt ihr in dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben
ganz groß!


Kapitel


00:00 – Intro


02:02 – Noctiluca scintillans – ein ungewöhnlicher Dinoflagellat


03:09 – Die Entstehung des Leuchtens und wie es vor Fressfeinden
schützt


06:31 – N. scintillans, die Planktonangel und grüne
Endosymbionten


09:51 – Red Tides, Gefahr durch N. scintillans


10:33 – Fazit und Verabschiedung


Was ihr in dieser Folge lernen konntet…


Noctiluca scintillans ist mitverantwortlich für die
Entstehung des Meeresleuchtens. Zur Verteidigung gegen
Fressfeinde besitzt der Dinoflagellat Scintillons, Organellen, in
denen Luciferin oxidiert wird. Dabei wird Licht frei, dass
Fressfeinde abschrecken, deren Fressfeinde anlocken oder eben
durch Menschen als Meeresleuchten wahrgenommen werden kann.

Noctiluca scintillans gehört zu den Dinoflagellaten und
schwimmt als Plankton relativ passiv im Meer herum. Seine
Nahrung, ebenfalls Plankton, fischt es mithilfe klebriger
Mucusfäden aus dem Wasser. Einige Zellen von Noctiluca
scintillans gehen auch eine Symbiose mit photosynthesefähige
Pedinomonas noctiluca ein. Dann werden die eigentlich rot
pigmentierten Zellen grün.

Grüne und rote Noctiluca scintillans unterscheiden sich in
ihrer globalen Verteilung. In hohen Konzentrationen lösen sie
nicht nur Meeresleuchten auch, sondern auch „rote Tiden“, die
durch erhöhte Ammonium- und niedrige Sauerstoffkonzentrationen zu
Fisch- und Korallensterben führen.



Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.


Links & weitere Infos


Taxonomie, Morphologie und Verbreitung


Harrison, P.J. et al. (2011), Chinese Journal of Oceanology
and Limnology, 29(4), pp. 807–831.

Ollevier, A. et al. (2021), Frontiers in Marine Science, 8.



Ernährung und Endosymbiose


Kiϕrboe, T. and Titelman, J. (1998), Journal of Plankton
Research, 20(8), pp. 1615–1636.

Saito, H., Furuya, K. and Lirdwitayaprasit, T. (2006),
Plankton and Benthos Research, 1(2), pp. 97–101.



 Biolumineszenz


Valiadi, M. and Iglesias-Rodriguez, D. (2013),
Microorganisms, 1(1), pp. 3–25.



Ökologische Bedeutung


Fonda Umani, S. et al. (2004), Journal of Plankton Research,
26(5), pp. 545–561.


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