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Beschreibung
vor 3 Tagen
Vertrauen ist eine der Grundlagen unseres Lebens. Wir vertrauen
Menschen, Beziehungen, Lehrern, Ärzten, Methoden, Lebensmitteln,
Informationen – und manchmal auch uns selbst. Aber worauf
vertrauen wir eigentlich? Und wann wird Vertrauen gesund, wann
naiv, wann abhängig?
In dieser Folge sprechen Andreas und Felix über Vertrauen nicht
als bloßes Gefühl, sondern als Beziehungsqualität. Vertrauen
entsteht dort, wo eine Beziehung genügend Stabilität hat, damit
wir uns auf sie einlassen können. Aber diese Stabilität darf
nicht starr werden. Deshalb gehört auch Zweifel zum Vertrauen
dazu.
Ein gesundes Vertrauen braucht zwei Seiten: Offenheit für das
Andere und eine eigene Position, die stabil genug ist, diese
Offenheit zu verantworten. Wenn diese eigene Seite fehlt, kann
Vertrauen in Abhängigkeit kippen. Wenn die Offenheit fehlt, wird
aus Selbstschutz schnell Misstrauen.
Wir sprechen über das Bild der Brücke zwischen Ich und Nicht-Ich,
über frühkindliches Vertrauen, über Lehrer-Schüler-Beziehungen im
Kung Fu, über Vertrauen in fachliche Autorität, über Kontrolle in
Beziehungen und darüber, warum Enttäuschung oft dort besonders
stark wird, wo vorher zu viel Verantwortung abgegeben wurde.
Die zentrale Frage dieser Folge lautet nicht einfach: Kann ich
vertrauen?
Sondern: Welches Maß an Vertrauen kann ich in dieser Beziehung
verantworten?
Eine Folge über Selbstwahrnehmung, Beziehungsfähigkeit, Zweifel,
Kontrolle und die Kunst, Vertrauen nicht blind abzugeben, sondern
lebendig zu gestalten.
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