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Beschreibung
vor 2 Tagen
Die Welt wird komplexer. Diesen Satz hat jeder schon hundertmal
gehört, meistens als Floskel, oft als Ausrede. Aber was heißt das
eigentlich? Und warum reicht es nicht mehr, einfach noch ein
Tool, noch ein Modell oder noch eine Strategieebene draufzulegen?
In dieser Folge von Dialogforum Digital spricht
Sebastian Leder mit zwei Menschen, die Komplexität nicht nur
erleben, sondern sie erforschen: Prof. Dr. Christian T. Haas, der
vom Gehirn und menschlichem Verhalten kommt, und Dr. Fabian
Braesemann, der vom Oxford Internet Institute aus auf Daten,
Märkte und KI schaut. Zwei Perspektiven, ein gemeinsames Thema:
Wie funktionieren Systeme, in denen alles mit allem
zusammenhängt?
Es geht um Staus, Bahnverspätungen, Arbeitsmärkte, künstliche
Intelligenz und am Ende immer wieder um den Menschen. Warum
entscheidet ein Mensch trotz identischer Daten anders als ein
anderer? Warum lösen kleine Auslöser manchmal riesige Effekte
aus? Und warum scheitert große Politik so oft an einem ganz
banalen Bottleneck?
Die Folge zeigt, dass Komplexität nichts ist, vor dem man
kapitulieren muss. Sie ist kein Endgegner, sondern ein Spielfeld.
Wer ihre Muster versteht, erkennt, wo wenige gezielte Eingriffe
mehr bewirken als jeder Masterplan, und warum Steuerung heute
eher Gärtnern als Konstruieren heißt.
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