Die Suche nach den Nazis in unseren Familien

Die Suche nach den Nazis in unseren Familien

vor 1 Tag
Das Interesse, mehr über die NS-Vergangenheit der eigenen Familie zu erfahren, ist größer denn je. Wieso ausgerechnet jetzt?
1 Stunde 29 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Tag
Die Suchfunktion könnte einfacher kaum sein: Man tippt bloß schnell
einen Namen ein, und schon ploppt der Treffer auf – oder eben auch
nicht. Das Onlinetool der ZEIT, mit dem man in Sekundenschnelle die
NSDAP-Mitgliederkartei nach eigenen Familienangehörigen durchsuchen
kann, wurde und wird nach wie vor extrem viel genutzt. Nie schien
es so einfach, deutsche Familiengeschichte während der Nazizeit
direkt zu recherchieren. Und nie war das Interesse daran
größer.  Doch woher kommt eigentlich diese plötzliche
Dringlichkeit, noch einmal genauer in die Vergangenheit zu schauen,
über die wir doch eigentlich, sozialisiert durch Schulunterricht
und stets präsente nationale Erinnerungskultur in Deutschland,
schon sehr viel wissen könnten? Liegt es daran, dass die Zeitzeugen
nun nicht mehr am Leben sind und man ihr Handeln in der
Vergangenheit vermeintlich unabhängiger recherchieren kann? Und
welche Rolle spielt der Wunsch, sich historisch von den Menschen,
die Hitler wählten, abzugrenzen, dadurch, dass man sie »historisch
dingfest« macht, ein Reflex, vor dem der Zeithistoriker Götz Aly
Nachgeborene warnt?  »Wie konnte das geschehen? Deutschland
1933 bis 1945«, so heißt sein Buch, über das Nina Pauer und Ijoma
Mangold in der neuen Folge des Feuilletonpodcasts »Die sogenannte
Gegenwart« sprechen und dabei feststellen: Zur eigenen Geschichte
ist in der Tat immer noch nicht und womöglich nie abschließend
alles gesagt. Shownotes: - Götz Aly: »Wie konnte das geschehen?
Deutschland 1933 bis 1945«, Fischer 2025 - Götz Aly zu Gast im
Podcast »Jung und Naiv« - ZEIT-Dokupodcast » Deutsche Geister« -
Ijoma Mangold: »Das deutsche Krokodil. Meine Geschichte«, Rowohlt
2017 Das Hauptthema beginnt in dieser Folge ungefähr bei Minute 20.
Ab dem 15.1.2025 sind Teile des Archivs von "Die sogenannte
Gegenwart?" nur noch exklusiv mit einem Digitalabo der ZEIT zu
hören – auf www.zeit.de/die-sogenannte-gegenwart, auf Apple
Podcasts und auf Spotify. Ein kostenloses Probeabo können Sie hier
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