Podcaster
Episoden
12.01.2026
1 Stunde 17 Minuten
Vielleicht war er nie weg, vielleicht feiern wir seine Rückkehr,
fest steht jedenfalls: "Frankenstein" ist gerade überall. In den
Buchläden stapeln sich die fürs TikTok-Publikum aufwendig
gestalteten Schmuckausgaben von Mary Shelleys Literaturklassiker,
auf Netflix ist Guillermo del Toros Verfilmung zu sehen, und die
Wirklichkeit ist ja auch voller Frankensteine und Monster.
Ein besessener, arroganter Forscher erschafft einen künstlichen
Menschen aus Leichenteilen – so geht die Geschichte von 1818. Da
denkt der kritische Bürger heute sofort an ChatGPT, an künstliche
Intelligenz und an Silicon-Valley-Milliardäre, die den Tod
abschaffen wollen. Dass sich die Kreatur, die Frankenstein da
schöpft, dann als böse oder wenigstens rachsüchtig erweist, dass
sie ihren Schöpfer verfolgt bis zum bitteren Ende – auf eine
ähnlich düstere Prognose können auch wir uns heute schnell einigen,
wo immer es um technische Neuerungen geht. Vielleicht zu
schnell? In der aktuellen Folge von "Die sogenannte
Gegenwart" sprechen Ijoma Mangold und Lars Weisbrod über den Mythos
Frankenstein. Wie wurde bei Mary Shelley die Science-Fiction aus
dem Geist der englischen Romantik geboren? Was bedeutet es für
unsere aktuellen Debatten über Degrowth und Technologie, dass
Shelley ihren Frankenstein den "modernen Prometheus" nannte? Und
warum gibt es so viele Kunstwerke, die uns vor technischem
Fortschritt warnen – und so wenige, die ihn feiern? Sie erreichen
das Team unter gegenwart@zeit.de. Ab dem 15.1.2025 sind Teile des
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12.01.2026
4 Minuten
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22.12.2025
60 Minuten
Sydney Sweeney räkelt sich für eine Jeans-Werbung, der Spruch dazu
ist doppeldeutig: "Sydney Sweeney has great jeans." Hat die weiße,
normschöne Schauspielerin tolle Jeans? Oder – auf Englisch klingt
die Aussprache zum Verwechseln ähnlich – tolle Gene? Die
Werbekampagne schien ein weiterer Beleg dafür, dass sich in der
Welt der Zeichen, der Kultur, der Symbole etwas verschoben hatte.
Glaubt man der gängigen Erzählung, war linksliberales Gedankengut
viele Jahre lang hegemonial, jedenfalls dort, wo es im weitesten
Sinne um "Kultur" ging, um den Überbau der Gesellschaft. Von den
Universitäten bis zu den Pressestellen der DAX-Unternehmen, von der
Popmusik bis zu den Öffentlich-Rechtlichen, überall gab man sich
mehr oder weniger woke. Und dann? Kam der "vibe shift" – der
Begriff steht für den kulturellen Wandel, der sich spätestens mit
Trumps Wiederwahl vollzogen hat. Die Rechten sind nicht nur zurück
an der Macht, sie haben jetzt auch die kulturelle Deutungshoheit.
In der neuen Folge von "Die sogenannte Gegenwart" sprechen Ijoma
Mangold und Lars Weisbrod über den schillernden Begriff "vibe
shift" und die Wirklichkeit dahinter: Was macht dieser neue Begriff
sichtbar, was bisher unsichtbar war? Was verschleiert er? Wer hat
die kulturelle Macht – und wie mächtig ist Kultur überhaupt noch?
Die Episode ist am 12. Dezember in Berlin live beim Frohes Festival
aufgezeichnet worden. Mit ihr verabschiedet sich “Die sogenannte
Gegenwart” in die Winterpause. Am 12. Januar ist der Podcast
zurück. Weitere Infos zur Folge finden Sie hier. Ab dem 15.1.2025
sind Teile des Archivs von "Die sogenannte Gegenwart?" nur noch
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08.12.2025
1 Stunde 19 Minuten
Warum sind alle plötzlich so seltsam nett? Die Amerikanerin Carol
(Rhea Seehorn) findet sich plötzlich in einer Welt wieder, in der
ein außerirdisches Virus (fast) alle anderen Menschen infiziert hat
– nur sie selbst blieb verschont. Der Erreger hat einen
merkwürdigen Effekt auf die Betroffenen: Sie alle sind jetzt
miteinander verbunden, sie bilden ein Schwarmbewusstsein, das keine
Individualität mehr kennt – und deswegen jetzt richtig glücklich
und ausgeglichen ist. Gut gelaunt und hilfsbereit treten die
verwandelten Mitmenschen dem schlecht gelaunten Individuum Carol
gegenüber. Die traut dem Frieden nicht und will den Zusammenschluss
unbedingt rückgängig machen, den sie für einen "Verrat an der
Menschheit" hält. Der Fernsehautor Vince Gilligan erfand einst, als
das goldene Zeitalter der Fernsehserie gerade angebrochen war, die
Geschichte vom Chemielehrer Walter White, der endlich wieder
lebendig sein wollte und ein echtes Individuum – und deswegen
kriminell wurde. Seine neue fantastische Serie heißt "Pluribus", es
ist diesmal eine Science-Fiction-Parabel geworden – aber eine
Parabel auf was? Welche Gegenwart wird hier bebildert? "E pluribus
unum", so steht es auf dem Siegel der Vereinigten Staaten, "aus
vielen eins" – was mag das heute heißen? Wird in "Pluribus" eine
Welt gezeichnet, in der die überfreundlichen Chatbots das Ruder
übernommen haben? Warum verteidigt Carol eigentlich noch mit allen
Mitteln ihre Individualität? Wo ihr doch außer Wut und Trotz nicht
allzu viel einfällt, was sie als Argument anführen könnte für ihre
Art und Weise, zu leben … In der neuen Folge des Feuilletonpodcasts
"Die sogenannte Gegenwart" sprechen Nina Pauer und Lars Weisbrod
über "Pluribus" – die Serie der Stunde, die von der Krise des
Liberalismus und der Krise des Individualismus erzählt. Sie
erreichen das Team unter gegenwart@zeit.de. Shownote: - Am Freitag,
dem 12. Dezember, ist "Die sogenannte Gegenwart" live in Berlin
beim Frohen Festival. Tagestickets gibt es hier. Ab dem
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24.11.2025
1 Stunde 15 Minuten
Bevor Thomas Mann zum Demokraten und Verteidiger der Weimarer
Republik wurde, feierte er die besondere Seelenlage der Deutschen
wie kein Zweiter. In den "Betrachtungen eines Unpolitischen"
erklärte er, warum Politik ein schmutziges Geschäft sei, das Briten
und Franzosen betrieben, während die deutsche Seele zart,
versponnen und musikalisch sei: Kultur versus Zivilisation. Später
war es Thomas Mann selbst, der in diesem romantischen Sonderweg den
Weg in die Katastrophe des Nationalsozialismus erkannte. Nach dem
verlorenen Zweiten Weltkrieg war im Sinne der Reeducation klar: Von
diesen romantisch-irrationalen Traditionslinien der deutschen
Mentalität muss sich die Bundesrepublik trennen. Es war
kontaminiertes Gelände. Es ist kein Zufall, dass es nun
ausgerechnet zwei Filmemacher mit Migrationshintergrund sind, die
in ihren Filmen "Amrum" (Fatih Akin) und "Yunan" (vom syrischen
Filmemacher Ameer Fakher Eldin) diese verdrängten
Traditionsbestände neu erkunden und von einem archaischen
Deutschland erzählen, das in der möglicherweise immer noch
gefährdeten deutschen Seele schlummert. Bloß: Warum spielen beide
im rauen Norden, auf Amrum und der Hallig Langeneß? In der neuen
Folge der "sogenannten Gegenwart" fragen Nina Pauer und Ijoma
Mangold, ob mit dem, was viele den reaktionären Backlash nennen,
auch die musikalische deutsche Seele fröhliche Urständ feiert und
ob wir überhaupt bereit sind für eine ethnologische Tiefenbohrung
unseres Nationalcharakters. Sie erreichen das Team unter
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Über diesen Podcast
Was kommt nach dem Zeitalter der Wokeness? Leben wir schon in der
posttherapeutischen Gesellschaft? Warum spielen Erwachsene heute so
gern mit Lego? Und was verrät die Serie “White Lotus” über den
Niedergang des Westens? Vom neuen Katholizismus bis zur KI, von
Dark Academia bis zum Samba-Schuh von Adidas: Im Feuilleton-Podcast
sprechen wir über die großen und die kleinen Phänomene, die unsere
Zeit ausmachen – die ZEIT-Redakteure Nina Pauer, Ijoma Mangold und
Lars Weisbrod begleiten die Hörerinnen und Hörer durch die
Gegenwart. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists. Mehr
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