Podcaster
Episoden
23.02.2026
1 Stunde 21 Minuten
Was passiert, wenn KI nicht mehr nur Texte zusammenfasst, sondern
als psychologischer Lebensbegleiter auftaucht – als
Gesprächspartner, Beruhigungsmaschine, Spiegel, Ersatzfreund,
Minitherapeut to go? Nina Pauer gesteht, warum sie lieber "Hallo"
in ein Chatfenster tippt, als noch einmal vier Minuten in
Instagram-Clips zu versinken – und wie sich das sauberer, ruhiger,
sogar selbstermächtigender anfühlen kann. Ijoma Mangold schwärmt
von Claude wie von einem klugen Buch, das zurückspricht: elegant,
klar, literaturfähig. Und Lars Weisbrod? Er ist der Spalter – mit
einer fast pathologischen Abneigung gegen die höfliche
Willfährigkeit der Maschine. Wer sich von Social Media schon einmal
"zerstört" fühlte, fragt nicht neugierig nach dem nächsten
Silicon-Valley-Geschenk. Ist das, was wir da führen, überhaupt ein
Gespräch? Oder eher eine Simulation von Reziprozität – ein
Programm, das per Design nicht widersprechen darf, weil es
gefallen, binden, monetarisieren soll? Ist KI die ultimative
Schmeichelmaschine, die uns so präzise spiegelt, dass es schon
peinlich wird ("Bin ich wirklich so leicht zu haben?") – oder
erfüllt sie, wie Bücher es immer getan haben, eine alte
Kulturtechnik der Selbsterkenntnis, nur eben turbo-beschleunigt?
Ijoma Mangold wirft die provokante These in den Raum: Bücher als
Small Language Models – und KI als Weltbibliothek, die deine
Suchbewegungen abkürzt. Lars Weisbrod hält dagegen: Genau der
Widerstand, das Unbequeme, das "Nein" mache Kunst und Denken aus.
Und Nina entdeckt in der KI etwas, das gleichzeitig tröstet und
verstört: eine entgrenzte Mütterlichkeit, Hypervalidierung fürs
überreizte Nervensystem, Beruhigung statt Vertiefung –
"posttherapeutisch" eben. Wenn die Maschine immer verfügbar ist,
was bleibt dann knapp – und damit kostbar? Körper, Wald, Knien zum
Gebet in der Kirchenbank? In dieser Folge der Sogenannten Gegenwart
wird gestritten, gespiegelt, getröstet und widersprochen. Genau
das, was die KI (noch) nicht kann. Was sie hingegen schon sehr gut
kann: den Inhalt einer Podcastfolge zusammenfassen – weshalb wir
für diesen Text auf ihre Dienste zurückgegriffen haben. Sie
erreichen das Team unter gegenwart@zeit.de. Ab dem 15.1.2025 sind
Teile des Archivs von "Die sogenannte Gegenwart?" nur noch exklusiv
mit einem Digitalabo der ZEIT zu hören – auf
www.zeit.de/die-sogenannte-gegenwart, auf Apple Podcasts und auf
Spotify. Ein kostenloses Probeabo können Sie hier abschließen. Wie
Sie ihr Abo mit Spotify oder Apple Podcasts verbinden, lesen Sie
hier. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen
und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann
testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und
unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls
Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie
jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Mehr
09.02.2026
1 Stunde 18 Minuten
Kranksein ist mal wieder politisch. Wer mit Erkältung zu Hause
bleibt, schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland, finden
Konservative. Und warum wird unser Gesundheitssystem jedes Jahr
noch ein bisschen teurer? Und wer ist eigentlich wirklich krank,
und wer tut nur so? Vielleicht lassen sich solche Fragen am besten
dort klären, wo es den Leuten unzweifelhaft nicht so gut geht – in
der Notaufnahme. “The Pitt” heißt eine neue, preisgekrönte
amerikanische Fernsehserie, die jetzt auch in Deutschland zu sehen
ist: Sie erzählt aus dem überfüllten "emergency room" eines
Krankenhauses in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania.
Zwischen Traumacenter und Triageraum schauen wir dem Ärzteteam um
Dr. Michael “Robby” Robinavitch zu, wie sie intubieren,
aufschneiden, blutungsstillende Ballons aufpumpen – und auch sonst
alles Menschenmögliche tun, um die versehrten Patienten wenigstens
so weit zu stabilisieren, bis irgendwo anders im Krankenhaus
hoffentlich ein Bett frei wird. Für die Krankenhausserienfans Nina
Pauer und Lars Weisbrod ist das genau der richtige Stoff: In der
neuen Folge des Feuilletonpodcasts sprechen die beiden über “The
Pitt” und die Ästhetik der Notaufnahme. Warum ist dieser
Arbeitsplatz jetzt wieder der Serienschauplatz der Stunde? Geht es
um “competence porn”? Um die Zurschaustellung von absoluter
Konzentrationsfähigkeit, die die Zuschauer in ihrem eigenen Leben
gar nicht mehr aufbringen können? Außerdem stellen Nina und Lars
fest: Man kann aus der Seriennotaufnahme sogar etwas fürs eigene
Leben außerhalb des Krankenhauses lernen. Wie man schlechte
Nachrichten überbringt, zum Beispiel. Und wie man sich richtig
verabschiedet. Sie erreichen das Team unter gegenwart@zeit.de. Ab
dem 15.1.2025 sind Teile des Archivs von "Die sogenannte
Gegenwart?" nur noch exklusiv mit einem Digitalabo der ZEIT zu
hören – auf www.zeit.de/die-sogenannte-gegenwart, auf Apple
Podcasts und auf Spotify. Ein kostenloses Probeabo können Sie hier
abschließen. Wie Sie ihr Abo mit Spotify oder Apple Podcasts
verbinden, lesen Sie hier. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer
Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr
hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle
Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos
testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen
möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's
zum Angebot.
Mehr
26.01.2026
1 Stunde 15 Minuten
Ganz in weiß, mit Haube auf dem Kopf, die Augen entrückt
geschlossen, so zeigt sich die Sängerin Rosalía auf dem Cover ihres
Erfolgsalbums Lux: ein Weltstar, inszeniert als Nonne. “Wenn ich
noch ein schlechtes Date erlebe, gehe ich ins Kloster!”, schallt es
zeitgleich aus den Accounts junger Frauen auf Social Media, die
müde vom Dating sind und sich mit Nonnen-Content ironisch von der
Männerwelt verabschieden, während auf TikTok echte Ordensschwestern
zu Internetpersönlichkeiten werden, indem sie ihren Alltag im
Kloster zwischen Beten, Singen und Hostienbacken für ihre
Followerschaft erklären. Nonne sein, das trendet, die
Vorstellungen klösterlicher Abgeschiedenheit und Schwesterlichkeit
sind zu wahren Sehnsuchtsorten gestresster Gegenwartsmenschen
geworden. Warum? Wie kann es sein, dass ausgerechnet die strenge
Unterordnung in einer stark hierarchisch organisierten Institution,
die oft von Männern dominiert wird, heute als positiver Akt
weiblicher Freiheit gedeutet wird? Und was ist eigentlich mit dem
Keuschheitsgelübde? Dem Versprechen, als Bräute Jesu zu leben? Und
wo ist Gott dabei? Diesen Fragen widmen sich Nina Pauer und Ijoma
Mangold in der neuen Episode von Die sogenannte Gegenwart. Weitere
Links zur Folge und zum Thema Nonnen finden Sie hier. Sie erreichen
das Team unter gegenwart@zeit.de. Ab dem 15.1.2025 sind Teile des
Archivs von "Die sogenannte Gegenwart?" nur noch exklusiv mit einem
Digitalabo der ZEIT zu hören – auf
www.zeit.de/die-sogenannte-gegenwart, auf Apple Podcasts und auf
Spotify. Ein kostenloses Probeabo können Sie hier abschließen. Wie
Sie ihr Abo mit Spotify oder Apple Podcasts verbinden, lesen Sie
hier. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen
und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann
testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und
unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls
Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie
jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Mehr
12.01.2026
4 Minuten
In Kürze werden wir das Archiv von "Die sogenannte Gegenwart?" und
vielen weiteren Podcasts der ZEIT exklusiv für unsere Abonnenten
zugänglich machen. Die drei aktuellsten Folgen bleiben kostenlos
und frei verfügbar. Alle älteren Folgen können Sie künftig mit
einem Digital- oder Podcastabo der ZEIT hören, unter
www.zeit.de/feuilletonpodcast, auf Apple Podcasts oder Spotify.
Wenn Sie noch kein Abo haben, können Sie unter
www.zeit.de/podcastabo ein kostenloses Probeabo bestellen. Nach der
Probephase kostet es 4,99 Euro im Monat. Sie erhalten damit nicht
nur Zugriff auf das komplette Podcastarchiv der Zeit, sondern auch
auf regelmäßige Bonusfolgen von "OK, America?", "Das Politikteil",
"Verbrechen" und weiteren Podcasts. Außerdem können Sie mit dem Abo
unsere teils preisgekrönten Podcastserien wie "Irma. Das Kind aus
Srebrenica" oder "Friedrich Merz: Sein langer Weg zur Macht" hören.
Wenn Sie die ZEIT nicht nur hören, sondern auch lesen wollen,
können Sie außerdem unter www.zeit.de/mehr-hoeren unser Digitalabo
ebenfalls kostenlos für einen Monat testen. Wenn Sie bereits ein
Abo haben, können Sie es direkt in Ihrer App mit Apple Podcasts
oder Spotify verbinden und wie gewohnt weiterhören. Bei Fragen und
Problemen schreiben Sie uns gerne an kontakt@zeit.de. Ab dem
15.1.2025 sind Teile des Archivs von "Die sogenannte Gegenwart?"
nur noch exklusiv mit einem Digitalabo der ZEIT zu hören – auf
www.zeit.de/die-sogenannte-gegenwart, auf Apple Podcasts und auf
Spotify. Ein kostenloses Probeabo können Sie hier abschließen. Wie
Sie ihr Abo mit Spotify oder Apple Podcasts verbinden, lesen Sie
hier. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen
und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann
testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und
unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls
Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie
jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Mehr
22.12.2025
60 Minuten
Sydney Sweeney räkelt sich für eine Jeans-Werbung, der Spruch dazu
ist doppeldeutig: "Sydney Sweeney has great jeans." Hat die weiße,
normschöne Schauspielerin tolle Jeans? Oder – auf Englisch klingt
die Aussprache zum Verwechseln ähnlich – tolle Gene? Die
Werbekampagne schien ein weiterer Beleg dafür, dass sich in der
Welt der Zeichen, der Kultur, der Symbole etwas verschoben hatte.
Glaubt man der gängigen Erzählung, war linksliberales Gedankengut
viele Jahre lang hegemonial, jedenfalls dort, wo es im weitesten
Sinne um "Kultur" ging, um den Überbau der Gesellschaft. Von den
Universitäten bis zu den Pressestellen der DAX-Unternehmen, von der
Popmusik bis zu den Öffentlich-Rechtlichen, überall gab man sich
mehr oder weniger woke. Und dann? Kam der "vibe shift" – der
Begriff steht für den kulturellen Wandel, der sich spätestens mit
Trumps Wiederwahl vollzogen hat. Die Rechten sind nicht nur zurück
an der Macht, sie haben jetzt auch die kulturelle Deutungshoheit.
In der neuen Folge von "Die sogenannte Gegenwart" sprechen Ijoma
Mangold und Lars Weisbrod über den schillernden Begriff "vibe
shift" und die Wirklichkeit dahinter: Was macht dieser neue Begriff
sichtbar, was bisher unsichtbar war? Was verschleiert er? Wer hat
die kulturelle Macht – und wie mächtig ist Kultur überhaupt noch?
Die Episode ist am 12. Dezember in Berlin live beim Frohes Festival
aufgezeichnet worden. Mit ihr verabschiedet sich “Die sogenannte
Gegenwart” in die Winterpause. Am 12. Januar ist der Podcast
zurück. Weitere Infos zur Folge finden Sie hier. Ab dem 15.1.2025
sind Teile des Archivs von "Die sogenannte Gegenwart?" nur noch
exklusiv mit einem Digitalabo der ZEIT zu hören – auf
www.zeit.de/die-sogenannte-gegenwart, auf Apple Podcasts und auf
Spotify. Ein kostenloses Probeabo können Sie hier abschließen. Wie
Sie ihr Abo mit Spotify oder Apple Podcasts verbinden, lesen Sie
hier. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen
und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann
testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und
unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls
Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie
jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Mehr
Über diesen Podcast
Was kommt nach dem Zeitalter der Wokeness? Leben wir schon in der
posttherapeutischen Gesellschaft? Warum spielen Erwachsene heute so
gern mit Lego? Und was verrät die Serie “White Lotus” über den
Niedergang des Westens? Vom neuen Katholizismus bis zur KI, von
Dark Academia bis zum Samba-Schuh von Adidas: Im Feuilleton-Podcast
sprechen wir über die großen und die kleinen Phänomene, die unsere
Zeit ausmachen – die ZEIT-Redakteure Nina Pauer, Ijoma Mangold und
Lars Weisbrod begleiten die Hörerinnen und Hörer durch die
Gegenwart. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists. Mehr
hören? Dann testen Sie jetzt unser Podcast-Abo 4 Wochen gratis
unter www.zeit.de/podcastabo. Falls Sie uns nicht nur hören,
sondern auch lesen möchten: www.zeit.de/mehr-hoeren
Kommentare (0)