Wie sieht die Zukunft des Sterbens aus?
vor 1 Tag
Ihre Arbeit veränderte den Umgang mit dem Tod grundlegend: Die
Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross. Diese Tage hätte sie ihren
100. Geburtstag gefeiert. Und heute, in einer zunehmend alternden
Gesellschaft, stellt sich dringlicher denn je die Frage ...
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Beschreibung
vor 1 Tag
Ihre Arbeit veränderte den Umgang mit dem Tod grundlegend: Die
Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross. Diese Tage hätte sie ihren
100. Geburtstag gefeiert. Und heute, in einer zunehmend alternden
Gesellschaft, stellt sich dringlicher denn je die Frage: Wie werden
wir in Zukunft sterben? Mit «Interviews mit Sterbenden» leistete
die schweizerisch-US-amerikanische Psychiaterin und
Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross 1969 Epochemachendes: Sie
brach das Schweigen über den Tod und verschob ihn aus der Tabuzone
in den gesellschaftlichen Diskurs. Ihre kulturelle Leistung liegt
darin, das Sterben als Teil des Lebens sichtbar gemacht zu haben –
eine Voraussetzung für die moderne Palliativmedizin. Gleichzeitig
stellt die demografische Entwicklung diese Errungenschaften
infrage. Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Alter – häufig
verbunden mit langen Phasen von Krankheit und Demenz. Der
Palliativmediziner Gian Domenico Borasio spricht von einem «Tsunami
von hochaltrigen Sterbenden», der auf uns zukomme und grundlegende
Fragen nach Würde, Autonomie und Fürsorge neu aufwirft. Ein auf
Effizienz getrimmtes Gesundheitssystem gelangt damit an seine
Grenzen. Braucht es neue Formen der Solidarität, «Caring
Communities», und eine stärkere Vergesellschaftung von Sorgearbeit?
Welche Rolle kann Palliative Care als Modell für ein menschlicheres
System spielen – und was heisst das für uns alle? Olivia Röllin
fragt nach bei Gian Domenico Borasio, eine der prägenden Stimmen in
der Debatte um ein würdiges Lebensende.
Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross. Diese Tage hätte sie ihren
100. Geburtstag gefeiert. Und heute, in einer zunehmend alternden
Gesellschaft, stellt sich dringlicher denn je die Frage: Wie werden
wir in Zukunft sterben? Mit «Interviews mit Sterbenden» leistete
die schweizerisch-US-amerikanische Psychiaterin und
Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross 1969 Epochemachendes: Sie
brach das Schweigen über den Tod und verschob ihn aus der Tabuzone
in den gesellschaftlichen Diskurs. Ihre kulturelle Leistung liegt
darin, das Sterben als Teil des Lebens sichtbar gemacht zu haben –
eine Voraussetzung für die moderne Palliativmedizin. Gleichzeitig
stellt die demografische Entwicklung diese Errungenschaften
infrage. Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Alter – häufig
verbunden mit langen Phasen von Krankheit und Demenz. Der
Palliativmediziner Gian Domenico Borasio spricht von einem «Tsunami
von hochaltrigen Sterbenden», der auf uns zukomme und grundlegende
Fragen nach Würde, Autonomie und Fürsorge neu aufwirft. Ein auf
Effizienz getrimmtes Gesundheitssystem gelangt damit an seine
Grenzen. Braucht es neue Formen der Solidarität, «Caring
Communities», und eine stärkere Vergesellschaftung von Sorgearbeit?
Welche Rolle kann Palliative Care als Modell für ein menschlicheres
System spielen – und was heisst das für uns alle? Olivia Röllin
fragt nach bei Gian Domenico Borasio, eine der prägenden Stimmen in
der Debatte um ein würdiges Lebensende.
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