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Beschreibung
vor 1 Tag
In dieser Folge spricht Nina Haffer mit der Autorin, Poetin und
Beraterin Melanelle Beryl Hémêfa über Intersektionalität,
Diskriminierung und die Frage, wie gesellschaftliche Strukturen
Menschen gleichzeitig auf ganz unterschiedlichen Ebenen betreffen
können.
Im Zentrum des Gesprächs steht die Idee der Intersektionalität:
Warum Diskriminierungsformen wie Sexismus, Rassismus, Klassismus,
Ableismus oder Altersdiskriminierung nicht isoliert wirken,
sondern sich überschneiden und gegenseitig verstärken können.
Melanelle erklärt anschaulich, wie diese „Überschneidungen“ im
Alltag sichtbar werden – oft dort, wo sie zunächst gar nicht als
Diskriminierung erkannt werden.Gemeinsam wird außerdem
beleuchtet, wie Antidiskriminierungskompetenz in Organisationen
aufgebaut werden kann: von Weiterbildung und Bewusstseinsarbeit
über klare Kommunikationsregeln bis hin zu strukturellen
Maßnahmen wie Code of Conducts und Beschwerdestellen. Dabei wird
deutlich, dass echte Veränderung nicht nur individuelles
Verhalten betrifft, sondern vor allem institutionelle
Verantwortung und Führung erfordert.Ein weiterer Schwerpunkt
liegt auf der Frage, wie solidarisches Handeln aussehen kann,
ohne dabei übergriffig zu werden. Das Gespräch bewegt sich
zwischen Unsicherheit, guten Absichten und der Herausforderung,
richtig zuzuhören, Grenzen zu respektieren und Verantwortung zu
übernehmen, wenn Fehler passieren.
Auch kritische Perspektiven auf „White Feminism“, Care-Arbeit und
Machtverhältnisse innerhalb von Aktivismus werden offen
angesprochen:
Wer spricht eigentlich für wen? Und welche Stimmen
bleiben dabei ungehört?
Trotz der Schwere der Themen öffnet die Folge auch Räume für
Empowerment: Melanelle spricht darüber, wie wichtig kreative
Selbstentfaltung, Community und Fürsorge sind – und warum
Weiblichkeit für sie vor allem Selbstbestimmung bedeutet.
Außerdem erzählt sie, wie sie über Rap-Texte zur Poesie gefunden
hat und wie Schreiben für sie zu einem Raum von Ausdruck, Heilung
und Sichtbarkeit geworden ist.
Am Ende bleibt ein vielschichtiges Gespräch über Verantwortung,
Solidarität und die Frage, wie wir lernen können, Diskriminierung
nicht nur zu verstehen, sondern ihr im Alltag konkret
entgegenzuwirken – ohne die eigenen Grenzen und die der anderen
aus dem Blick zu verlieren.
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Keywords: Intersektionalität, Diskriminierung,
Antidiskriminierung, Empowerment, Feminismus, White Feminism,
Allyship, Machtverhältnisse, Diversität, Inklusion, Ableismus,
Rassismus, Klassismus, Sexismus, Care-Arbeit,
Kommunikationskultur, Organisationsentwicklung, Führungskultur,
gesellschaftlicher Wandel, Solidarität, soziale Gerechtigkeit,
Barrierefreiheit, Neurodiversität, Poesie, Kreativität,
Selbstbestimmung, Identität
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