Weiberbildung

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Rasiert euch! Wie Rasierklingen und Marketingkampagnen entschieden haben, wie Frauenkörper auszusehen haben
01.07.2026
12 Minuten
Werdet ihr euch rasieren für euren Strandurlaub oder lasst ihr es wachsen? Und habt ihr euch je gefragt, warum ihr diese Frage überhaupt stellt und die Männer um euch herum nicht?


In dieser Folge von Weiberbildung geht Host Nina Haffer der Frage nach, warum Rasur so tief mit Weiblichkeit verknüpft ist – und wer eigentlich entschieden hat, dass das so ist. Von Ägypten bis zum Bikini, vom erstem Damenrasierer 1915 bis zur P****industrie der 2000er: Das Schönheitsideal des glatten Frauenkörpers hat eine Geschichte. Und sie ist keine natürliche.


Wir sprechen über einen raffinierten Marketingplan, der 1915 einen Schönheitszwang aus dem Nichts erschuf, über Cellulite als brillante Erfindung einer Problemzone, über den Einfluss der P****industrie auf Intimrasur als Norm, über das biologische Schutzpotenzial von Schambehaarung – und über das sogenannte Kindchenschema, das erklärt, warum der enthaarte Frauenkörper so tief in unser Bild von Weiblichkeit eingebettet ist.





️ Themen dieser Folge:


– Warum 1915 nicht einen Rasierer verkauft wurde, sondern ein Problem erfunden


– Achselhaare bei Miley Cyrus vs. Achselhaare bei Männern: die mediale Doppelmoral


– Geschichte der Rasur: von der Antike bis zum Internet


– Cellulite: Wie aus einem normalen Hautbild eine Milliardenindustrie wurde


– Die Pornoindustrie und Intimrasur: Wie ein Medium die Norm veränderte


– Körperbehaarung als physische Schutzbarriere: Was die Biologie sagt


– Das Kindchenschema: Warum glatte Haut und Weiblichkeit strukturell verknüpft sind


– Männer und Manscaping: Warum Beine die einzige Ausnahme bleiben


– Welche Fantasie haben wir eigentlich internalisiert?





Für alle, die sich fragen, ob ihre Entscheidung zur Rasur wirklich ihre eigene ist und warum diese Frage bei Frauen so viel mehr Gewicht hat als bei Männern.





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Intersektionalität verstehen: Warum Diskriminierung so viele betrifft – mit Melanelle Beryl Hémêfa
15.06.2026
25 Minuten
In dieser Folge spricht Nina Haffer mit der Autorin, Poetin und Beraterin Melanelle Beryl Hémêfa über Intersektionalität, Diskriminierung und die Frage, wie gesellschaftliche Strukturen Menschen gleichzeitig auf ganz unterschiedlichen Ebenen betreffen können.





Im Zentrum des Gesprächs steht die Idee der Intersektionalität: Warum Diskriminierungsformen wie Sexismus, Rassismus, Klassismus, Ableismus oder Altersdiskriminierung nicht isoliert wirken, sondern sich überschneiden und gegenseitig verstärken können.


Melanelle erklärt anschaulich, wie diese „Überschneidungen“ im Alltag sichtbar werden – oft dort, wo sie zunächst gar nicht als Diskriminierung erkannt werden.Gemeinsam wird außerdem beleuchtet, wie Antidiskriminierungskompetenz in Organisationen aufgebaut werden kann: von Weiterbildung und Bewusstseinsarbeit über klare Kommunikationsregeln bis hin zu strukturellen Maßnahmen wie Code of Conducts und Beschwerdestellen. Dabei wird deutlich, dass echte Veränderung nicht nur individuelles Verhalten betrifft, sondern vor allem institutionelle Verantwortung und Führung erfordert.Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie solidarisches Handeln aussehen kann, ohne dabei übergriffig zu werden. Das Gespräch bewegt sich zwischen Unsicherheit, guten Absichten und der Herausforderung, richtig zuzuhören, Grenzen zu respektieren und Verantwortung zu übernehmen, wenn Fehler passieren.





Auch kritische Perspektiven auf „White Feminism“, Care-Arbeit und Machtverhältnisse innerhalb von Aktivismus werden offen angesprochen:


Wer spricht eigentlich für wen? Und welche Stimmen bleiben dabei ungehört?





Trotz der Schwere der Themen öffnet die Folge auch Räume für Empowerment: Melanelle spricht darüber, wie wichtig kreative Selbstentfaltung, Community und Fürsorge sind – und warum Weiblichkeit für sie vor allem Selbstbestimmung bedeutet. Außerdem erzählt sie, wie sie über Rap-Texte zur Poesie gefunden hat und wie Schreiben für sie zu einem Raum von Ausdruck, Heilung und Sichtbarkeit geworden ist.





Am Ende bleibt ein vielschichtiges Gespräch über Verantwortung, Solidarität und die Frage, wie wir lernen können, Diskriminierung nicht nur zu verstehen, sondern ihr im Alltag konkret entgegenzuwirken – ohne die eigenen Grenzen und die der anderen aus dem Blick zu verlieren.





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Was ist Mikrofeminismus? Was hat das mit Mikroaggressionen zutun? Feminismus in kleinen Schritten
01.06.2026
15 Minuten
In dieser Solofolge spricht Host Nina Haffer über ein aktuell viel diskutiertes Phänomen aus der Social-Media-Welt: Microfeminism. Sie zeigt, wie sich hinter scheinbar kleinen, alltäglichen Gesten – etwa in Sprache, Kommunikation oder Verhalten – der Versuch verbirgt, geschlechtliche Ungleichheiten im Alltag sichtbar zu machen und ihnen punktuell entgegenzuwirken.


Ausgehend von viralen Beispielen auf TikTok und Instagram erklärt Nina, woher der Begriff stammt und warum er zwar neu wirkt, aber tief in feministischen Theorien der zweiten Welle verankert ist. Besonders prägend war die Idee, dass „das Persönliche politisch ist“ – geprägt u. a. von Carol Hanisch – und dass selbst kleine Interaktionen im Job, in der Familie oder im öffentlichen Raum Ausdruck struktureller Machtverhältnisse sein können.


Die Folge beleuchtet, wie Microfeminism als Reaktion auf alltägliche Mikroaggressionen verstanden werden kann: Unterbrechungen in Meetings, das Absprechen von Kompetenz, stereotype Aufgabenverteilung oder sprachliche Unsichtbarmachung. Studien zeigen, dass solche Erfahrungen für viele Frauen nicht nur einzelne Momente sind, sondern sich langfristig auf Selbstwahrnehmung, Karrierewege und psychische Belastung auswirken können.


Gleichzeitig diskutiert Nina kritisch, ob einzelne Handlungen – etwa bewusst weibliche Reihenfolgen in E-Mails oder sprachliche Umkehrungen – tatsächlich strukturelle Veränderungen bewirken können oder eher symbolisch bleiben. Sie zeigt, wie schnell solche Gesten in den Bereich des „Activism“-Gefühls rutschen können, ohne dass sich die zugrunde liegenden Machtstrukturen wirklich verschieben.


Am Ende steht die zentrale Frage: Sind Microfeminism-Praktiken ein sinnvoller Hebel für Veränderung im Alltag – oder riskieren sie, größere strukturelle Probleme zu individualisieren?


Was ist Microfeminism? Ursprung, Social Media & Definition Feministische Wurzeln: „Das Persönliche ist politisch“ Mikroaggressionen im Alltag: Unsichtbare Ungleichheiten in Arbeit & Kommunikation Studienlage: Auswirkungen auf Karriere, Wahrnehmung & psychische Belastung Beispiele für Microfeminism im Alltag: Sprache, Arbeitskontext, öffentliche Räume (Was sind Manbumping, Manspreading, etc. eigentlich?) Chancen & Grenzen: Kleine Gesten vs. strukturelle Veränderung Kritik: Individualisierung von Ungleichheit & „Slacktivism“-Effekt


Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie sich Geschlechterungleichheiten im Kleinen zeigen – und warum die Debatte um Microfeminism so viel über größere gesellschaftliche Strukturen verrät.





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Warum Nachhaltigkeit bei uns selbst beginnt mit Prof. Dr. Anabel Ternes-von Hattburg
18.05.2026
36 Minuten
In dieser Folge spricht Nina Haffer mit der Zukunfts- und Nachhaltigkeitsforscherin Prof. Dr. Anabel Ternes-von Hattburg über die Frage, wie wir als Gesellschaft Zukunft wirklich gestalten, und was Nachhaltigkeit jenseits von Schlagworten, Trends und Greenwashing tatsächlich bedeutet.





Wir gehen der Frage nach, wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verwoben sind und warum nachhaltiges Denken nicht nur ökologisch, sondern immer auch ökonomisch und sozial gedacht werden muss. Dabei wird deutlich, wie sehr unsere Entscheidungen von Bequemlichkeit, kurzfristigen Anreizen und tief verankerten gesellschaftlichen Mustern geprägt sind.





Außerdem gibt sie sehr persönliche Einblicke in ihre eigene Biografie, von prägenden Erfahrungen im Leistungssport bis hin zu einer Situation, in der ihr sogar vermittelt wurde, sie solle „Watte essen“, und zeigt damit eindrücklich, wie stark Fremdsteuerung, Leistungsdruck und Körperwahrnehmung unser Verhalten und unser Verständnis von Verantwortung prägen können.





Im Gespräch wird außerdem sichtbar:


warum radikale neue Führungsansätze Mitarbeitende schnell überfordern können, wie stark psychische Gesundheit, Hochsensibilität und Reizüberflutung unsere Zeit prägen, weshalb Social Media und Influencer-Kultur Identität und Berufswünsche verändern, was Watte mit Modeln und Körperwahrnehmung zutun hat, und warum Kommunikation im Arbeitsleben noch immer stark von Geschlechterbildern beeinflusst ist.





Anabel gibt dabei tiefe Einblicke in ihre Arbeit als Zukunfts- und Nachhaltigkeitsforscherin, spricht über strukturelle Biases in Organisationen und zeigt auf, warum echte Veränderung nur dann gelingt, wenn wir Verantwortung nicht nur an Systeme, sondern auch an uns selbst zurückgeben.





Gemeinsam wird klar: Nachhaltigkeit ist kein Ziel, das „irgendwann“ erreicht wird, sondern eine tägliche Praxis aus Bewusstsein, Haltung und Entscheidungen im Hier und Jetzt.





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Deepfakes: Eine neue Form digitaler Gewalt gegen Frauen, die weder vor Perez Hilton und Collien Fernandez noch vor Schulen Halt macht
04.05.2026
16 Minuten
In dieser Solofolge spricht Host Nina Haffer über ein schnell wachsendes und hochgefährliches digitales Gewaltphänomen: sexualisierte DeepFakes. Sie zeigt, wie Künstliche Intelligenz genutzt wird, um Frauen ohne ihre Einwilligung in pornografische Szenen zu montieren, und wie diese Form der bildbasierten Gewalt Macht, Kontrolle und strukturellen Sexismus im digitalen Raum sichtbar macht.


Ausgehend von aktuellen Fällen aus Deutschland und dem internationalen Kontext erklärt Nina, warum DeepFakes kein Technikproblem sind, sondern ein gesellschaftliches: Frauen werden gezielt beschämt, bedroht und mundtot gemacht, weil Sichtbarkeit im Netz für sie ein Risiko darstellt. Besonders alarmierend: 98 % aller DeepFakes sind pornografisch, 99 % zeigen weibliche Personen. Und inzwischen sind auch Schulen massiv betroffen.


Die Folge beleuchtet, wie niedrigschwellige KI-Tools Täter empowern, warum Mädchen und Frauen ungleich stärker betroffen sind und weshalb Plattformen und Gesetzgeber beim Schutz Betroffener hinterherhinken. Nina zeigt auf, wie antifeministische Dynamiken, fehlende Empathie und internalisierte Machtstrukturen diese Form der Gewalt ermöglichen – und warum die Verantwortung nicht bei den Opfern liegen darf.


Dabei taucht sie tief in psychologische, politische und rechtliche Dimensionen ein: Welche Rolle spielen Scham, Täter-Strategien und gesellschaftliche Normen? Warum werden Betroffene retraumatisiert, während Täter anonym bleiben? Und was braucht es, um Schulen, Arbeitsplätze und digitale Räume wirklich sicherer zu machen?


DeepFakes als digitale sexualisierte Gewalt: Warum fast ausschließlich Frauen betroffen sind Aktuelle Fälle in Medien, Politik & Schulen: Wie schnell sich DeepFakes verbreiten – und wie zerstörerisch die Folgen sind Macht, Kontrolle & Misogynie: Warum DeepFakes patriarchale Strukturen reproduzieren Täterprofile & Motivationen: Warum nicht die Technologie das Problem ist, sondern gesellschaftliche Denkmuster Rechtslage in Deutschland, EU & USA: Was bereits geregelt ist und welche Lücken Betroffene weiterhin ungeschützt lassen Jugend & Prävention: Warum Schulen ein Brennpunkt sind und weshalb Aufklärung nicht bei Technik, sondern bei Geschlechterbildern ansetzen muss Plattformverantwortung & Schutzmechanismen: Warum Löschprozesse nicht ausreichen und welche Maßnahmen dringend notwendig sind


Eine Folge für alle, die verstehen wollen, warum digitale Gewalt gegen Frauen eskaliert, wie DeepFakes patriarchale Muster fortführen, und weshalb wir dringend bessere Schutzmechanismen, Empathie und gesellschaftliche Verantwortung brauchen.





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In der Folge geht es unter anderem um:


DeepFakes, digitale Gewalt, sexualisierte Gewalt online, KI-Missbrauch, bildbasierte Gewalt, Frauen im Netz, Online-Sicherheit, Social Media, Cybergewalt, feministische Analyse, Machtstrukturen, Misogynie, digitale Selbstbestimmung, Deepfake Gesetzgebung, Online-Hass, Prävention Schulen, KI-Ethik, nicht einvernehmliche DeepFakes, Collien Fernandez, Paris Hilton, Alexandria Ocasio-Cortez, Sebastian Lechner, Stefanie Hubig
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Über diesen Podcast

Frauen kommen in Wissenschaft, Medizin, Psychologie, Arbeitswelt und Finanzen viel zu selten zu Wort. Weiberbildung ändert das: Wir werfen Licht auf vernachlässigte Themen und laden alle Geschlechter ein, Weiblichkeit, und auch Männlichkeit, neu zu entdecken.
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