Weiberbildung

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Das Geschäft mit der Unterordnung: Was Tradwife sein wirklich kostet (und wer damit Geld verdient)
24.08.2026
15 Minuten
19 Prozent der Frauen zwischen 20 und 30 wollen das Tradwife-Modell wirklich.Über 60 Prozent haben klar egalitäre Leitbilder.Und trotzdem werden Millionen Feeds täglich damit geflutet.In dieser Folge von Weiberbildung geht Host Nina Haffer der Frage nach, warum wir überall etwas sehen, das die meisten Frauen gar nicht wollen und wer wirklich davon profitiert.Wir schauen uns an, wo der Begriff Tradwife herkommt und welche politischen Verbindungen er von Anfang an hatte. Wir sprechen über Lauren Southern – die antifeministischen Influencerin, die ihre eigene Ideologie lebte, am Ende mittellos in einer Hütte im Wald saß und heute offen darüber spricht. Wir rechnen nach, was das Tradwife-Modell finanziell wirklich bedeutet: Gender Pension Gap, Scheidungsrate, Altersarmut. Und wir schauen uns das vielleicht größte Paradox der Bewegung an: Tradwife-Influencerinnen, die mit Videos über ihre Abhängigkeit bis zu 20.000 Euro im Monat verdienen.Aber vor allem stellen wir die eigentliche Frage: Was steckt hinter dem Erfolg dieses Contents? Und die Antwort ist nicht Rückschritt, sondern Erschöpfung.️ Themen dieser Folge:– Was Tradwife ist – und warum es nach den US-Wahlen 2016 entstand– Nur 19%: Was junge Frauen wirklich wollen vs. was ihre Feeds zeigen– Der Fall Lauren Southern: Antifeministin wird Tradwife, landet in einer misshandelten Ehe und in der Hütte im Wald– Das Kernparadox: Wer mit Abhängigkeit 20.000 € verdient, ist nicht abhängig– Die echten Zahlen: Gender Pension Gap von 37%, 8 Millionen Rentnerinnen mit durchschnittlich 1.005 € gesetzlicher Rente, 40% Scheidungsrate– Lukreta & AfD: Wenn Tradwife zum politischen Vehikel wird– Warum der Algorithmus polarisierenden Content belohnt – und was das mit uns macht– Was wirklich hinter dem Trend steckt: Doppelbelastung, ungleiche Carearbeit und strukturelle Erschöpfung– Die Frage, die wir eigentlich stellen müsstenFür alle, die verstehen wollen, warum das Bild der glücklichenHausfrau gerade so viel Kraft hat – und was es nicht zeigt. Jetzt reinhören – überall dort, wo es Podcasts gibt:Instagram: ⁠https://www.instagram.com/weiberbildung⁠TikTok: ⁠https://www.tiktok.com/weiberbildung⁠Spotify: ⁠https://open.spotify.com/show/6LsnojqEBU0p9Opo3lyoRN⁠Apple Podcasts: ⁠https://podcasts.apple.com/de/podcast/weiberbildung/id1809566712⁠YouTube: ⁠https://www.youtube.com/@weiberbildung⁠LinkedIn: ⁠https://www.linkedin.com/company/weiberbildung/⁠Keywords: Tradwife, traditionelle Hausfrau, Gender Pension Gap, Altersarmut Frauen, Lauren Southern, Feminismus, Antifeminismus, Rolemodels, Rollenbilder, Social Media, TikTok, Weiblichkeit, finanzielle Abhängigkeit, Carearbeit, Mental Load, Lukreta, AfD, Influencerin, Geschlechterrollen, Erschöpfung, Gender Bias, Gleichberechtigung, Deutschland, Scheidung
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Geburt ist keine Krankheit: Hebamme Jutta Wohlrab über Geburtsangst, Kaiserschnitt & Selbstbestimmung
10.08.2026
41 Minuten
In dieser Folge spricht Nina Haffer mit der Hebamme, Trainerin und Autorin Jutta Wohlrab über Geburt, Weiblichkeit und die Frage, was es eigentlich bedeutet, eine Frau zu sein.Jutta Wohlrab begleitet seit über 40 Jahren Frauen durch Schwangerschaft und Geburt und hat dabei mehr als 3.000 Geburten miterlebt. Gemeinsam sprechen Nina und Jutta darüber, warum Geburt weit mehr ist als ein medizinischer Vorgang und warum sie für viele Frauen eine tiefgreifende körperliche, emotionale und mentale Transformation sein kann.





Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eng Geburt und Weiblichkeit miteinander verbunden sind. Jutta erzählt, warum Geburtsangst zwar verständlich ist, aber nicht die Entscheidung über den eigenen Geburtsweg bestimmen sollte. Sie spricht über die Bedeutung von Wissen, Vorbereitung, Vertrauen und guter Begleitung.





Ein weiterer Schwerpunkt ist die moderne Geburtshilfe. Gemeinsam diskutieren Nina und Jutta über Kaiserschnitte, Interventionen und die Frage, wie viel Medizin bei einer Geburt tatsächlich notwendig ist. Dabei macht Jutta deutlich: Ein Kaiserschnitt kann Leben retten und ist in vielen Situationen die richtige Entscheidung. Gleichzeitig sollte jede Frau die Möglichkeit haben, ihre Geburt informiert und selbstbestimmt zu erleben.





Es geht nicht um „natürlich“ gegen „medizinisch“, sondern um die Frage, wie Frauen in ihren Entscheidungen besser unterstützt werden können.Auch das Thema Gewalt und Trauma in der Geburtshilfe kommt zur Sprache. Jutta erzählt von Frauen, deren Geburtserfahrungen sie nachhaltig geprägt haben und von Frauen, die ihre zweite Geburt bewusst anders erleben wollten. Dabei wird deutlich, welche Rolle Kommunikation, Sicherheit, Vertrauen und mentale Vorbereitung spielen können.





Nina und Jutta sprechen außerdem über Oxytocin, Bindung und den sogenannten „Mutterinstinkt“. Was passiert hormonell während und nach der Geburt? Können auch Väter bzw. Partner:innen eine intensive Bindung zum Kind entwickeln? Und welche Rolle spielen unsere eigene Kindheit, unsere Beziehungen und früh erlernte Muster dabei, wie wir Mutterschaft und Fürsorge erleben?





Ein weiterer spannender Teil des Gesprächs dreht sich um Geburtspositionen: Warum wird in vielen Kliniken noch immer überwiegend in Rückenlage geboren? Und warum können aufrechte Positionen, die Seitenlage, der Vierfüßlerstand oder die Geburt im Wasser Frauen mehr Kontrolle und Sicherheit geben?





Darüber hinaus geht es um die Geschichte der Hebammen und das Wissen von Frauen: um traditionelle Geburtshilfe, über Generationen weitergegebenes Wissen und die Frage, was durch die Medikalisierung und Institutionalisierung von Geburt verloren gegangen sein könnte.





Und schließlich wird es persönlich: Was bedeutet Weiblichkeit eigentlich? Weiblichkeit ist keine feste Rolle und Mutterschaft keine Voraussetzung dafür, eine „gute“ Frau oder eine gute Hebamme zu sein.Zum Abschluss sprechen Nina und Jutta darüber, warum Schwangerschaft und Geburt mehr Vorbereitung verdienen.





Denn wie Jutta sagt: Wir vergessen Geburtstage, aber wir vergessen nie den Tag der Geburt.





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Friendzone, Incel, Manosphere: Wie Einsamkeit zur Ideologie wird
27.07.2026
24 Minuten
Der Film Obsession hat über 200 Millionen Dollar eingespielt – produziert für unter eine Million. Und er hat mich zum Stocken gebracht.


Denn er erzählt etwas, das ich nicht mehr ignorieren konnte: die Realität vieler junger Männer, die sich wünschen, dass jemand sie liebt, und was passiert, wenn dieses Gefühl keine gesunde Sprache findet.


In dieser Folge spreche ich über Friendzone, Incels und die Manosphere. Nicht als Empörungsformat, sondern mit echter Neugier auf die Mechanismen dahinter. Denn wer verstehen will, wie aus Einsamkeit Ideologie wird, muss zuerst verstehen, wie sie entsteht.


Ich spreche über den kognitiven Bias, der Männer systematisch dazu bringt, Freundlichkeit von Frauen als Romantik zu interpretieren. Über das Nice-Guy-Syndrom und was es mit unbewusstem Selbstwert zu tun hat. Über die Struktur der Manosphere – von den Men's Rights Activists über Pick-Up Artists bis zu Red Pill, Black Pill und Incels. Über die echten Einsamkeitszahlen junger Männer in Deutschland. Und über die Frage, warum sich eine Male Loneliness Epidemic entwickelt, obwohl Frauen statistisch häufiger einsam sind und was das mit Männlichkeitsbildern zu tun hat.


️ Themen dieser Folge:


– Friendzone: Wo der Begriff wirklich herkommt und wie er zur negativen Frauenbeschreibung wurde


– Der kognitive Bias: Warum Männer Freundlichkeit systematisch falsch interpretieren (und warum das keine Charakterschwäche ist)


– Das Nice-Guy-Syndrom: Wenn Nettigkeit unbewusst transaktional wird


– Die Manosphere erklärt: MRAs, Pick-Up Artists, Red Pill, MGTOW, Incels und Black Pill – und was sie unterscheidet


– Warum Online-Communities nicht die Ursache der Radikalisierung sind – sondern der Verstärker


– Einsamkeitskrise junger Erwachsener: 42 % der 21- bis 30-Jährigen in Deutschland und was das mit Rollenbildern zu tun hat


– Wirtschaftliche Angst als Treiber: Wenn das, was als Geschlechterkampf erscheint, eigentlich Existenzangst ist


– The opposite of addiction is connection und was das für die Prävention bedeutet





Für alle, die verstehen wollen, wie Einsamkeit zur Ideologie wird und warum wir als Gesellschaft früher anfangen müssen, diese Gespräche zu führen.





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Die elektronische Patientenakte und der Gender Data Gap mit Brenya Adjej von der gematik
13.07.2026
37 Minuten
In dieser Folge spricht Nina Haffer mit Brenya Adjej, Geschäftsführerin der gematik, über digitale Gesundheit, Geschlechtergerechtigkeit und die Frage, wie Daten unser Gesundheitssystem gerechter – oder eben ungerechter – machen können.





Im Mittelpunkt des Gesprächs steht der Gender Data Gap in der Medizin: Warum Frauen in Forschung und Gesundheitsdaten bis heute unterrepräsentiert sind, welche Folgen das für Diagnosen, Therapien und Versorgung hat und wie digitale Lösungen dazu beitragen können, diese Lücken langfristig zu schließen.





Gemeinsam werfen sie einen Blick auf die elektronische Patientenakte (ePA) und diskutieren, welche Chancen sie für Patient:innen, Ärzt:innen und die Forschung bietet. Brenya erklärt, warum qualitativ hochwertige Gesundheitsdaten die Grundlage für bessere Medizin und den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz sind. Und weshalb Europa bei digitalen Gesundheitsdaten eine wichtige Rolle spielen kann.





Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist Diversität in Führung und Technologie. Brenya berichtet, warum die gematik gezielt Frauen in Führungspositionen fördert, weshalb sie heute eine überzeugte Befürworterin von Frauenquoten ist und wie vielfältige Teams dazu beitragen, Produkte, Standards und digitale Infrastrukturen gerechter zu gestalten. Dabei wird deutlich, dass Gender Bias nicht erst in Algorithmen entsteht, sondern sich durch die gesamte Daten- und Entwicklungsprozesskette ziehen kann.





Außerdem sprechen die beiden über den Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Gleichberechtigung: Wie können Videosprechstunden und digitale Gesundheitsangebote insbesondere Frauen entlasten? Warum reicht technischer Fortschritt allein nicht aus? Und weshalb müssen Diversität und Geschlechtergerechtigkeit von Anfang an in digitale Produkte und Standards integriert werden?





Zum Abschluss richtet Brenya einen Appell an Unternehmen und Frauen gleichermaßen: Veränderung beginnt nicht erst mit neuen Gesetzen, sondern mit der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, Perspektiven einzubeziehen und bestehende Strukturen aktiv zu hinterfragen.





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Rasiert euch! Wie Rasierklingen und Marketingkampagnen entschieden haben, wie Frauenkörper auszusehen haben
01.07.2026
12 Minuten
Werdet ihr euch rasieren für euren Strandurlaub oder lasst ihr es wachsen? Und habt ihr euch je gefragt, warum ihr diese Frage überhaupt stellt und die Männer um euch herum nicht?


In dieser Folge von Weiberbildung geht Host Nina Haffer der Frage nach, warum Rasur so tief mit Weiblichkeit verknüpft ist – und wer eigentlich entschieden hat, dass das so ist. Von Ägypten bis zum Bikini, vom erstem Damenrasierer 1915 bis zur P****industrie der 2000er: Das Schönheitsideal des glatten Frauenkörpers hat eine Geschichte. Und sie ist keine natürliche.


Wir sprechen über einen raffinierten Marketingplan, der 1915 einen Schönheitszwang aus dem Nichts erschuf, über Cellulite als brillante Erfindung einer Problemzone, über den Einfluss der P****industrie auf Intimrasur als Norm, über das biologische Schutzpotenzial von Schambehaarung – und über das sogenannte Kindchenschema, das erklärt, warum der enthaarte Frauenkörper so tief in unser Bild von Weiblichkeit eingebettet ist.





️ Themen dieser Folge:


– Warum 1915 nicht einen Rasierer verkauft wurde, sondern ein Problem erfunden


– Achselhaare bei Miley Cyrus vs. Achselhaare bei Männern: die mediale Doppelmoral


– Geschichte der Rasur: von der Antike bis zum Internet


– Cellulite: Wie aus einem normalen Hautbild eine Milliardenindustrie wurde


– Die Pornoindustrie und Intimrasur: Wie ein Medium die Norm veränderte


– Körperbehaarung als physische Schutzbarriere: Was die Biologie sagt


– Das Kindchenschema: Warum glatte Haut und Weiblichkeit strukturell verknüpft sind


– Männer und Manscaping: Warum Beine die einzige Ausnahme bleiben


– Welche Fantasie haben wir eigentlich internalisiert?





Für alle, die sich fragen, ob ihre Entscheidung zur Rasur wirklich ihre eigene ist und warum diese Frage bei Frauen so viel mehr Gewicht hat als bei Männern.





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Über diesen Podcast

Frauen kommen in Wissenschaft, Medizin, Psychologie, Arbeitswelt und Finanzen viel zu selten zu Wort. Weiberbildung ändert das: Wir werfen Licht auf vernachlässigte Themen und laden alle Geschlechter ein, Weiblichkeit, und auch Männlichkeit, neu zu entdecken.
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