#86 Debütroman | Sollte man das erste Buch, das man schreibt, veröffentlichen?

#86 Debütroman | Sollte man das erste Buch, das man schreibt, veröffentlichen?

vor 18 Stunden
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Beschreibung

vor 18 Stunden

Sollte man das erste Buch, das man schreibt,
veröffentlichen, oder lieber nicht? Oft hört man, dass
das erste Projekt ein Lernprojekt sei. Das kann enorm
demotivierend sein, schließlich stecken viele Stunden Arbeit,
Leidenschaft und Kreativität im ersten Projekt. Gleichzeitig
nagen die Zweifel: Ist das Werk gut genug? Habe ich genug
gelernt? Bin ich bereit? 


 


Drei Gedanken aus der Folge:
Am ersten Buch lernt man besonders viel, die Lernkurve ist
steil. Besonders, wenn man es veröffentlicht.
Eine Veröffentlichung bringt echtes Feedback,
Leser:innen-Reaktionen und den Kontakt mit professionellen Abläufen
wie Lektorat und Korrektorat. Das kann unglaublich lehrreich und
motivierend sein. Aber auch beängstigend. Ob man das erste
Manuskript veröffentlichen will hängt natürlich von der Qualität
des Buches ab, aber auch davon, wie wohl man sich mit dem Gedanken
fühlt und wo man langfristig hin will. Das erste Buch ist Teil
der Ausbildung als Autor:in, nicht zwingend das
Aushängeschild. Viele erste Romane entstehen aus Euphorie,
Entdeckungsdrang und dem Stolz, überhaupt ein Buch geschrieben zu
haben. In dieser Phase entwickelt sich der eigene Stil, das Gespür
für Dramaturgie, Figuren und Themen. Dieses erste Buch darf ein
Übungsfeld sein. Es darf lehren, wie Geschichten funktionieren,
ohne dass es die Aufgabe haben muss, die gesamte
Autor:innenidentität zu repräsentieren.Eine Verlagsablehnung heißt
nicht, dass der Roman schlecht ist. Verlage
lehnen Manuskripte aus vielen verschiedenen Gründen ab. Deswegen
aber unreflektiert zu sagen, der Verlag verstehe das Manuskript
einfach nur nicht und ins Selfpublishing zu gehen, ohne sich
genauer mit Selfpublishing und kritisch mit dem eigenen Manuskript
auseinanderzusetzen, wird aller Wahrscheinlichkeit nicht den
gewünschten Erfolg bringen. Selfpublishing sollte kein Plan B,
sondern eine bewusste Entscheidung sein.

 


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