«Thunerts Thema»: Synchron-Konflikt (II) – warum löst Netflix die Unsicherheit nicht auf? (11.06.2026)
vor 6 Tagen
Heute zum einen mit Jurist David Wagner, zum anderen erneut mit
Synchronsprecher Matti Klemm – sie vertreten die Sichtweise des
VDS, der sich klarere Leitplanken und stärkeres europäisches
Engagement für die KI-Regelung wünscht.
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Beschreibung
vor 6 Tagen
Wie angekündigt «Thunerts Thema» diese Woche in einer erweiterten
Form: Statt einer einzelnen Ausgabe gibt es zwei Beiträge. Nachdem
am Dienstag (9. Juni) Till Voelger vom BFFS zu Gast war, ist nun am
heutigen Donnerstag (11. Juni) nochmal die Zeit, die variierende
Meinung vom VDS zu vertiefen – vertreten wird sie von
Synchronschauspieler Matti Klemm (u.a. Jason Momoa) sowie David
Wagner (Kanzlei Spirit Legal). Nochmal als Replik: Im Mittelpunkt
steht erneut der anhaltende Konflikt um die KI-Klausel bei Netflix.
Zahlreiche Synchronschauspielerinnen und Synchronschauspieler
arbeiten derzeit weiterhin nicht für den Streaming-Anbieter, weil
sie eine Vertragsregelung ablehnen, die Netflix die Nutzung ihrer
Stimmen für KI-Trainingszwecke erlaubt. Besonders aus den Reihen
des Verbands Deutscher Sprecher*innen (VDS) kommt Kritik an einer
Vereinbarung, die zwischen Netflix und dem Bundesverband Schauspiel
(BFFS) ausgehandelt wurde. Nach dieser Regelung darf vorhandenes
Sprachmaterial für Zwecke der Qualitätskontrolle und Optimierung
von KI-Systemen verwendet werden. Gesprächspartner Matti Klemm als
selbst betroffener Künstler äußert vor allem die Angst, das aus der
Einspeisung seines Stimm-Materials in ein unübersichtliches
KI-Geflecht ein unkontrollierbares Potpourri entstehen könnte, das
die Nachvollziehbarkeit am Ende schwer macht. Auch Jurist David
Wagner sieht darin eine signifikante Herausforderung, für die zwar
technische Lösungen denkbar seien, deren Gerüst jedoch erst noch
dezidierter herausgearbeitet werden müsse, um klarere
Verbindlichkeiten in der Hand zu haben. Beide äußern in diesem
Zusammenhang Bedauern über die Abwehrhaltung von Netflix – denn für
einen Arbeitsprozess, der eine verbesserte Basis schafft, seien
gemeinsame Gespräche von Nöten. Vor allem David Wagner sieht auf
juristischer, als auch auf kultureller Ebene zudem die Politik
gefragt, um zukünftig eine europäische Marschroute zu beschreiten.
Form: Statt einer einzelnen Ausgabe gibt es zwei Beiträge. Nachdem
am Dienstag (9. Juni) Till Voelger vom BFFS zu Gast war, ist nun am
heutigen Donnerstag (11. Juni) nochmal die Zeit, die variierende
Meinung vom VDS zu vertiefen – vertreten wird sie von
Synchronschauspieler Matti Klemm (u.a. Jason Momoa) sowie David
Wagner (Kanzlei Spirit Legal). Nochmal als Replik: Im Mittelpunkt
steht erneut der anhaltende Konflikt um die KI-Klausel bei Netflix.
Zahlreiche Synchronschauspielerinnen und Synchronschauspieler
arbeiten derzeit weiterhin nicht für den Streaming-Anbieter, weil
sie eine Vertragsregelung ablehnen, die Netflix die Nutzung ihrer
Stimmen für KI-Trainingszwecke erlaubt. Besonders aus den Reihen
des Verbands Deutscher Sprecher*innen (VDS) kommt Kritik an einer
Vereinbarung, die zwischen Netflix und dem Bundesverband Schauspiel
(BFFS) ausgehandelt wurde. Nach dieser Regelung darf vorhandenes
Sprachmaterial für Zwecke der Qualitätskontrolle und Optimierung
von KI-Systemen verwendet werden. Gesprächspartner Matti Klemm als
selbst betroffener Künstler äußert vor allem die Angst, das aus der
Einspeisung seines Stimm-Materials in ein unübersichtliches
KI-Geflecht ein unkontrollierbares Potpourri entstehen könnte, das
die Nachvollziehbarkeit am Ende schwer macht. Auch Jurist David
Wagner sieht darin eine signifikante Herausforderung, für die zwar
technische Lösungen denkbar seien, deren Gerüst jedoch erst noch
dezidierter herausgearbeitet werden müsse, um klarere
Verbindlichkeiten in der Hand zu haben. Beide äußern in diesem
Zusammenhang Bedauern über die Abwehrhaltung von Netflix – denn für
einen Arbeitsprozess, der eine verbesserte Basis schafft, seien
gemeinsame Gespräche von Nöten. Vor allem David Wagner sieht auf
juristischer, als auch auf kultureller Ebene zudem die Politik
gefragt, um zukünftig eine europäische Marschroute zu beschreiten.
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