Mehr Sicherheit, mehr Beteiligung, mehr Lebensqualität – wie eine App die Kinderkrebsbehandlung verbessert

Mehr Sicherheit, mehr Beteiligung, mehr Lebensqualität – wie eine App die Kinderkrebsbehandlung verbessert

vor 1 Woche
„Wie geht es dir heute?“ Mehr Sicherheit im Alltag schwerkranker Kinder
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Beschreibung

vor 1 Woche
„Wie geht es dir heute?“ Mehr Sicherheit im Alltag schwerkranker
KinderDie App „ePROtect“ der Medizinischen Universität Innsbruck
vernetzt Familien, Kliniken und Kinderärzt:innen

Jeden Morgen melden Kinder und Jugendliche der Innsbrucker
Kinderonkologie per App, wie es ihnen geht – zuhause genauso wie
in der Klinik. Das digitale Patient:innenmanagementsystem
ePROtect begleitet sie während ihrer Krebstherapie, vernetzt
Familien und Behandelnde und hilft dabei, Beschwerden frühzeitig
zu erkennen. Nun hat ePROtect den Lohfert-Preis 2026 gewonnen.


Projektleiter ist Univ.-Prof. Mag. Dr. Roman Crazzolara. Er
leitet den Bereich „Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und
Stammzelltransplantation“ der Medizinischen Universität Innsbruck
und lehrt dort seit 2019. Wir haben mit ihm im Podcast-Interview
über das Projekt „ePROtect: Kontinuierliche Begleitung
krebskranker Kinder"gesprochen: 


02:36 – Vom Überleben zum besser leben


05:26 – Die Perspektive der Patient:innen wird Teil der Therapie


08:40 – Wenn die App Alarm schlägt


12:04 – Telemedizin statt langer Anfahrtswege


17:36 – Mehr Sicherheit durch unmittelbare Reaktion


21:51 – Von Innsbruck in den deutschsprachigen Raum


29:40 – 42 Sekunden täglich für den Fragebogen: "schneller
als Zähneputzen"


37:06 – Digitalisierung als Chance für eine bessere
Versorgung
Fragen und AntwortenWas ist ePROtect?

ePROtect ist ein digitales Begleitprogramm für
krebskranke Kinder und Jugendliche. Über eine speziell
entwickelte App erfassen die Patient:innen oder ihre Eltern
täglich  ihr aktuelles Befinden. Die Informationen stehen
dem Behandlungsteam unmittelbar zur Verfügung und fließen direkt
in die Versorgung ein.
Warum wurde ePROtect entwickelt?

Die Heilungschancen bei Kinderkrebs sind heute so hoch wie nie
zuvor. Gleichzeitig rückt die Frage stärker in den Mittelpunkt,
wie Kinder die oft belastende Therapie erleben.
ePROtect hilft dabei, Nebenwirkungen,
Beschwerden und die Lebensqualität der Patient:innen
kontinuierlich zu erfassen und frühzeitig darauf zu reagieren.
Welchen Nutzen haben Familien von ePROtect?

Die Familien erfahren in der Zeit zwischen den Klinikbesuchen ein
stärkeres Gefühl von Sicherheit. Beschwerden werden früh erkannt,
auch wenn sich ihr krankes Kind gerade zu Hause befindet.
Gleichzeitig bleiben den Familien die oft langen Anfahrtswege
espart, da ein Teil der Betreuung digital und in Zusammenarbeit
mit wohnortnahen Kinderarztpraxen erfolgen kann.
Wie funktioniert die App im Alltag?

Die Kinder oder ihre Eltern beantworten täglich einen kurzen
digitalen Fragebogen. Die Eingabe dauert meist weniger als eine
Minute. Werden belastende Symptome gemeldet, erhält das
Behandlungsteam eine Benachrichtigung und kann bei Bedarf Kontakt
aufnehmen oder weitere Schritte einleiten.
Ersetzt ePROtect den direkten Kontakt zur Klinik?

Nein. ePROtect ergänzt die medizinische
Betreuung, ersetzt sie aber nicht. Bei akuten Problemen – vor
allem bei Fieber – müssen die Familien weiterhin unmittelbar
Kontakt mit der Klinik aufnehmen. Die App dient der täglichen
Begleitung und unterstützt die Kommunikation zwischen Familien
und Behandlungsteam.
Wer steht hinter ePROtect?

ePROtect entstand in Zusammenarbeit der Universitätsklinik für
Pädiatrie I, der Universitätsklinik für Psychiatrie II der
Medizinischen Universität Innsbruck und dem Softwarepartner
EvaluationSoftware Development (ESD). Das Projekt wird gefördert
von der Kinderkrebshilfe für Tirol und Vorarlberg, Kinderhilfe
Regenbogen Südtirol und dem Land Tirol.
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