Der Tag, an dem Willi Bredel starb: Christoph Links über verschwundene Verlage in der DDR

Der Tag, an dem Willi Bredel starb: Christoph Links über verschwundene Verlage in der DDR

vor 3 Monaten
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Beschreibung

vor 3 Monaten
Der Verleger Christoph Links hat ein besonderes Interesse für
ostdeutsche Verlagsgeschichte. Bereits in seinem Buch "Das
Schicksal der DDR-Verlage" ging er den Spuren von 78 Verlagen in
den 1990er-Jahren nach, von denen viele die Nachwendezeit nicht
überlebten. Doch bereits in den Jahrzehnten zuvor, vor allem in den
1940er- und 1950er-Jahren, hatte die reiche Verlagslandschaft im
Osten Deutschland schwere Verluste zu verzeichnen. Das lag nicht
nur, aber auch an der deutschen Teilung.

Für sein neues Buch "Verschwundene Verlage. Ein unbekanntes Kapitel
ostdeutscher Kulturgeschichte" hat sich Christoph Links tief in die
Archive gegraben und die Geschichte von 150 verschwundenen Verlagen
aufgeschrieben, von "Abel & Müller" bis "Zentralhaus
Publikation". Eine besondere unrühmliche Rolle hierbei kam der
Hauptverwaltung Verlagswesen zu, die über Lizenzen für Verlage in
der DDR verfügte. Doch es sind vor allem die menschlichen
Schicksale, die mit der erzwungenen Schließung ostdeutscher Verlage
verbunden waren, die berühren. So starb der angesehene
Schriftsteller Willi Bredel an dem Tag, an dem der 1947 von ihm
mitgegründete Petermänken-Verlag 1964 in Volkseigentum
zwangsübertagen wurde.

Christoph Links im Gespräch mit Bettina Baltschev
Verfügbar bis 21. März 2027
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