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20 Minuten
Denken ist anstrengend, Aufklären ist anstrengend. Aber am anstrengendsten ist es vielleicht, sich nicht in Optimismus zurückzuziehen: "Optimismus ist Mangel an Information", so fasste es schon Heiner Müller zusammen. Guillaume Paoli spricht im MDR KULTUR Diskurs mit Katrin Schumacher darüber, weshalb der Optimismus eine plumpe Alternative zum An-Denken gegen das Bestehende ist. Und woher dieser Begriff, die Haltung und die immer wieder beschworene Pflicht zum Optimismus stammt.

Der Philosoph Guillaume Paoli ist 1959 in Frankreich geboren, lebt in Berlin und war Mitbegründer der Glücklichen Arbeitslosen, sowie Hausphilosoph am Leipziger Theater. Für sein Buch "Geist und Müll" bekam er 2024 den Günther Anders-Preis für kritisches Denken.

Das Gespräch ist bis 5. September verfügbar.
25 Minuten
Mentalitäten sind Prägungen, die aus gelebtem Leben erwachsen. Etwas, das sich nicht festen Mustern, Rollen und Erwartungen fügt – und deshalb auch nicht in unveränderlichen Kategorien zu beschreiben ist. Wie zum Beispiel ist "das Ostdeutsche" von heute darzustellen, aus welcher Welterfahrung speist es sich?

Peter Neumann hat darüber ein Buch geschrieben und lässt sich befragen von Jörg Schieke.

Das Gespräch ist verfügbar bis 29. August 2027.
24 Minuten
Am 7. November 1775, vor 250 Jahren, kam der 26-jährige Goethe in Weimar an. Da wusste er noch nicht, dass er in dem thüringischen Residenzstädtchen bis zu seinem Lebensende bleiben sollte. Herzog Carl August, mit dem er sich in seiner Heimatstadt Frankfurt am Main angefreundet hatte – soweit es der Standesunterschied zuließ – hatte ihn eingeladen, um das kleine, aber nicht unbedeutende Territorium voranzubringen. Durch sein Prestige als Bestseller-Autor des "Werther", aber auch durch seine Tätigkeit in Politik und Verwaltung, der er zeitlebens, mal mehr oder weniger intensiv nachging.

Wie stand Goethe zur den großen politischen Umwälzungen seiner Zeit, zu Revolution und Reformen? War Goethe eher progressiv oder konservativ? Und wie stand er zu Napoleon und den wild auftrumpfenden national-demokratischen Studenten, die sich vor seiner "Haustür" an der Universität Jena aufrührerische Reden schwangen. Darüber hat MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke mit dem Literaturkritiker Thomas Steinfeld gesprochen, der im Rowohlt Verlag eine lesenswerte Biografie vorgelegt hat: "Goethe – Porträt eines Lebens, Bild einer Zeit".

Verfügbar bis 22. August 2027
25 Minuten
Eine Reise ins Ungewisse: Von Berlin zieht Millay Hyatt zu Fuß los in Richtung Osten, um den Linien zwischen Hauptstadt und Provinz, zwischen Fremden und Freunden, zwischen Geschichte und Gegenwart nachzuspüren.

Ohne Smartphone, aber mit Fontane im Rucksack, lässt sie sich von Tür zu Tür weiterempfehlen – von linken Hausprojekten über Stadtflucht-WGs bis zu pensionierten Bürgermeisterinnen und Zigarettenverkäufern auf dem Polenmarkt. Sie steht vor verschlossenen Hofläden und den offenen Armen ihrer Gastgeber, die selten mehr als einen Tag im Voraus feststehen, jeder Tag eine Improvisation und ein Experiment.

Über Gastfreundschaft und Fremdsein, über Stadt und Land, Grenzen und Übergänge spricht Millay Hyatt mit Katrin Schumacher. Verfügbar bis 15. August 2027.
27 Minuten
Aus den Landtagswahlen am 6. September in Sachsen-Anhalt könnte die AFD als stärkste politische Kraft hervorgehen. Doch was würde passieren, wenn die rechtsradikale Partei künftig die Regierung in dem teils strukturschwachen Bundesland stellt? Für den Bereich der Wirtschaft liefert darüber eine neue Studie des in Berlin ansässigen Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung  (DIW) mögliche Antworten.

Antworten mit einer klaren Tendenz: "Gerade die AfD-Hochburgen würden am stärksten unter der Politik dieser Partei leiden". Was sind die Gründe und wie ist dies "AfD-Paradox" zu erklären? Darüber spricht MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke mit dem Direktor des DIW, Marcel Fratzscher.

Das Gespräch ist bis zum 8. August 2027 verfügbar.
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Über diesen Podcast

Woche für Woche nimmt sich der DISKURS Zeit, über Fragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu nachzudenken. Mit Experten ihres jeweiligen Fachs spricht MDR KULTUR über die aktuellen Tendenzen in Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion, Kulturgeschichte, Naturwissenschaften und Lebenshilfe. Und steht damit für die kritische Reflexion der Gegenwart sowie geistige Konzentration und Orientierungen über den Augenblick hinaus.
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