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26 Minuten
Es ist der Traum eines jeden Archäologen: Einmal ein Kaisergrab öffnen und mit den neusten Techniken der Archäogenetik und Mikrobiologie zu untersuchen. Für Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt und Direktor des Museums für Vorgeschichte in Halle, wurde er wahr.

Unter seiner Leitung hat ein ganzes Team von Archäologen und Naturwissenschaftlern in den Jahren 2025 und 2026 das Grab Otto des Großen (936 – 973) im Magdeburger Dom geöffnet und akribisch erforscht. Eine wahnsinnig spannende Aktion. Und spektakulär sind auch die Ergebnisse, die Harald Meller nun zusammen mit dem Wissenschaftsjournalisten Kai Michel in seinem neusten Buch "Im Herzen der Macht" (erschienen bei DTV) beschreibt. Wobei es darin nicht nur um Kaiser Otto I., sondern generell um die Frage geht, was die Archäologen über die Epoche der Ottonischen Herrscher – die Rede ist von der Zeit zwischen 919 und 1024 – in den letzten Jahren herausgefunden haben.

Über diese Spurensuche zu "Deutschlands dunklen Anfängen", wie es im Untertitel heißt, spricht Harald Meller mit MDR KULTUR-Geschichtsredakteur Stefan Nölke.

Das Gespräch ist bis 10. Oktober 2027 verfügbar.
23 Minuten
Er schreibt über Bier und Eisenbahnfahrten, Theaterstücke und Essays – aber die wahren Schätze sind die Romane von Jaroslav Rudiš. Seit einigen Jahren schreibt der im böhmischen Paradies geborene Autor auf Deutsch, hat das deutsche Bundesverdienstkreuz genau wie die tschechische Verdienstmedaille und den Görlitzer Brücke-Preis bekommen – unter anderem für die Verständigungsarbeit zwischen Deutschland und Tschechien.

Sein neuer Roman "Wo die Toten sprechen" ist eine große europäische Erzählung über das Sterben und das Reisen, die Vergangenheit und die Gegenwart, über Kunst und Erbe und die Schönheit des Unterwegsseins. Mit MDR Literatur-Redakteurin Katrin Schumacher trifft sich Jaroslav Rudiš auf dem Südfriedhof in Leipzig und spricht über die Hinfälligkeit der Nationalstaaten, das Schreiben über Grenzen hinweg, seine Leidenschaft für die Toten und wie er es schafft, ihnen Geschichten zu entlocken.

Das Gespräch ist bis zum 3. Oktober 2027 verfügbar.
26 Minuten
Wenn es weh tut, sagt man "au", "ah" oder "ai" – praktisch überall auf der Welt. Die Wörter für die eigene Mutter haben in allen bekannten Sprachen einen "m"-Laut. Die Forschung kennt viele solcher sprachlichen Universalien. Was folgt daraus für die Natur der Sprache und des Sprechens?

Julia Nestlen im Gespräch mit dem Linguisten Johann-Mattis List

Verfügbar bis 26. September 2027
25 Minuten
Die Nullerjahre sind ein Jahrzehnt der euphorischen Umarmung neuer Möglichkeiten, des Individualismus und der technologisch entgrenzten Freiheit.

Und der großen Enttäuschungen, die bis in unsere Gegenwart reichen.

Jens Balzer im Gespräch mit Hendryk Proske

Das Gespräch ist bis 19. September 2027 verfügbar.
25 Minuten
Rembrandt ist immer eine Reise wert und in dem Fall heißt es „auf nach Gotha ins Herzogliche Museum“. Bis zum 6. Dezember läuft dort die ambitionierte Ausstellung über Rembrandts glückliche Anfänge um das Jahr 1632 herum, als der junge, talentierte Rembrandt Van Rijn von seiner Heimatstadt Leiden nach Amsterdam zog, um sich dort in der boomenden niederländischen Metropole einen Namen zu machen. Im wahrsten Sinne, denn von nun an signierte er seine Gemälde und Grafiken nur noch mit dem Vornamen. An Selbstvertrauen mangelte es ihm offenbar nicht. Mit welchen Themen und welchem künstlerischen Profil sich Rembrandt in diesen Anfangsjahren als „Marke“ etabliert, erklärt der Kunsthistoriker Timo Trümper von der Friedenstein Stiftung Gotha, der die Ausstellung zusammen mit seinem Kollegen Justus Lange von der Hessen Kassel Heritage kuratiert hat. Ein MDR Kultur-Diskurs von und mit Stefan Nölke. 
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Über diesen Podcast

Woche für Woche nimmt sich der DISKURS Zeit, über Fragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu nachzudenken. Mit Experten ihres jeweiligen Fachs spricht MDR KULTUR über die aktuellen Tendenzen in Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion, Kulturgeschichte, Naturwissenschaften und Lebenshilfe. Und steht damit für die kritische Reflexion der Gegenwart sowie geistige Konzentration und Orientierungen über den Augenblick hinaus.
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