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Episoden
11.07.2026
36 Minuten
Ilko-Sascha Kowalczuk ist zweifellos einer der erfolgreichsten und gefragtesten ostdeutschen Autoren, bekannt für seine deutlichen Worte. "Faschismus ist keine Meinung: Stabil bleiben in autoritären Zeiten", lautet der Titel seines neusten Buches, erschienen (bei C.H. Beck) im Vorfeld wichtiger Landtagswahlen. Weniger ein Sachbuch, als vielmehr eine Streitschrift. Seine Gegner dürften wieder mal schäumen, seine Fans werden sich freuen, denn Kowalczuk ist einfach sehr gut im Austeilen. Vor allem wenn es gegen AfD und BSW geht.
Mit Ilko-Sacha Kowalzuk sprach MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke. Das Gespräch ist bis zum 9. Juli 2027 verfügbar.
Mit Ilko-Sacha Kowalzuk sprach MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke. Das Gespräch ist bis zum 9. Juli 2027 verfügbar.
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20.06.2026
24 Minuten
Der in Schönebeck geborene Schriftsteller Erik Neutsch (1931 bis 2013) bewegte sich zwischen Bitterfelder Weg und Parteistrafe, zwischen linientreuer Propagandaliteratur und DDR-kritischer Alltagsschilderung.
Als junger Mann aus eigentlich sozialdemokratisch orientiertem Arbeiterhaushalt, begeistert sich Neutsch für die Heldenbilder der Nationalsozialisten, erlebt dann nach Kriegsende Denunziation und Willkür auch der neuen Machthaber. Erik Neutsch wird mit "Spur der Steine", "Zwei leere Stühle", "Auf der Suche nach Gatt" und "Der Friede im Osten" zu einem der wichtigsten Schriftsteller der DDR und bewegt sich ein Leben lang zwischen Anpassung und Widerspruch. Die Stadt Halle wird zum Austragungsort vieler seiner biografischen Konflikte.
Eben das, diese für DDR-Intellektuelle typische Zerrissenheit, untersucht der Publizist Gunnar Decker in seiner Neutsch-Biografie "Der letzte Jakobiner" und gibt dazu Auskunft im Gespräch mit Jörg Schieke. Das Gespräch ist bis zum 20. Juni 2027 verfügbar.
Als junger Mann aus eigentlich sozialdemokratisch orientiertem Arbeiterhaushalt, begeistert sich Neutsch für die Heldenbilder der Nationalsozialisten, erlebt dann nach Kriegsende Denunziation und Willkür auch der neuen Machthaber. Erik Neutsch wird mit "Spur der Steine", "Zwei leere Stühle", "Auf der Suche nach Gatt" und "Der Friede im Osten" zu einem der wichtigsten Schriftsteller der DDR und bewegt sich ein Leben lang zwischen Anpassung und Widerspruch. Die Stadt Halle wird zum Austragungsort vieler seiner biografischen Konflikte.
Eben das, diese für DDR-Intellektuelle typische Zerrissenheit, untersucht der Publizist Gunnar Decker in seiner Neutsch-Biografie "Der letzte Jakobiner" und gibt dazu Auskunft im Gespräch mit Jörg Schieke. Das Gespräch ist bis zum 20. Juni 2027 verfügbar.
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13.06.2026
25 Minuten
Kriege – so hat man den Eindruck – muss es schon immer gegeben haben. Die aktuellen Nachrichten oder der kurze Blick ins Geschichtsbuch scheinen das zu bestätigen. Doch stimmt das überhaupt? Tatsächlich haben Anthropologen und Archäologen in den letzten Jahrzehnten eine ganz andere Sicht ans Tageslicht gebracht. "Der Mensch ist von Natur aus freundlich", erklärt der Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt, Harald Meller. In den hunderttausenden von Jahren der Altsteinzeit, als die Menschen in kleinen Gruppen als Jäger und Sammler durch die Graslandschaften streiften, lebten sie friedlich miteinander. Sie freuten sich, wenn sie auf andere Gruppen trafen und dabei Geschichten und Geschenke austauschen konnten.
Doch seit wann und warum ist unsere Spezies dann derart gewalttätig geworden? Darum geht es in dem spannend zu lesenden Buch von Harald Meller, dass er zusammen mit dem niederländischen Evolutionsbiologen und Verhaltensforscher, Carel von Schaik und dem Wissenschaftsjournalisten Kai Michel geschrieben hat. "Die Evolution der Gewalt. Warum wir Frieden wollen, aber Kriege führen", so der Titel, erschienen bei DTV. Und anders als man vermuten könnte, hat das Buch eine durchaus positive Botschaft. Wenn nämlich Kriege nichts Naturgegebenes sind, sondern ein Ergebnis einer späteren, kulturellen Entwicklung, dann könnte es uns auch eines Tages gelingen, sie abzuschaffen, so Harald Meller im Gespräch mit MDR-Redakteur Stefan Nölke. Ein bisschen Balsam in diesen kriegerischen Zeiten!
Verfügbar bis 13. Juni 2027
Doch seit wann und warum ist unsere Spezies dann derart gewalttätig geworden? Darum geht es in dem spannend zu lesenden Buch von Harald Meller, dass er zusammen mit dem niederländischen Evolutionsbiologen und Verhaltensforscher, Carel von Schaik und dem Wissenschaftsjournalisten Kai Michel geschrieben hat. "Die Evolution der Gewalt. Warum wir Frieden wollen, aber Kriege führen", so der Titel, erschienen bei DTV. Und anders als man vermuten könnte, hat das Buch eine durchaus positive Botschaft. Wenn nämlich Kriege nichts Naturgegebenes sind, sondern ein Ergebnis einer späteren, kulturellen Entwicklung, dann könnte es uns auch eines Tages gelingen, sie abzuschaffen, so Harald Meller im Gespräch mit MDR-Redakteur Stefan Nölke. Ein bisschen Balsam in diesen kriegerischen Zeiten!
Verfügbar bis 13. Juni 2027
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06.06.2026
25 Minuten
Die Menschheit muss sich derzeit mit allerhand Krisen herumschlagen – Kriege, Inflation und eine wackelnde Wirtschaft bestimmen die Nachrichten. Eine Krise findet allerdings noch weniger Beachtung als der Klimawandel, obwohl sie unser gesamtes menschliches Dasein bedroht: Die Biodiversitätskrise, also das globale Artensterben.
Warum und in welchem Maße hängt vom Überleben möglichst viele Arten das Schicksal der Menschheit ab? Das erläutert Biologin Katrin Böhning-Gaese von der Uni Leipzig im Gespräch mit MDR-Autor Florian Zinner. Eine Horrorszenario zu entwerfen, würde allerdings nicht weiterhelfen, so die Geschäftsführerin des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung, die darauf Wert legt, immer auch Lösungswege aufzuzeigen.
Das Gespräch ist bis 6. Juni 2027 verfügbar.
Warum und in welchem Maße hängt vom Überleben möglichst viele Arten das Schicksal der Menschheit ab? Das erläutert Biologin Katrin Böhning-Gaese von der Uni Leipzig im Gespräch mit MDR-Autor Florian Zinner. Eine Horrorszenario zu entwerfen, würde allerdings nicht weiterhelfen, so die Geschäftsführerin des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung, die darauf Wert legt, immer auch Lösungswege aufzuzeigen.
Das Gespräch ist bis 6. Juni 2027 verfügbar.
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30.05.2026
29 Minuten
Seit 1985 fuhr Irina Pauls als frisch gebackene Ballettdirektorin fast täglich mit ihrem Trabant von Leipzig ins Landestheater Altenburg: fuhr durch Tagebaulandschaften, die alles andere als blühend waren. Was sie sah, waren "einfach Löcher – alles weg." Seit 40 Jahren lassen Sie diese Bilder nicht mehr los. Bis heute choreographiert sie Tanzstücke, die den sogenannten Strukturwandel im Leipziger Südraum thematisieren.
Ihre Stückentwicklungen fragen, wie die Menschen ihren Alltag dort bewältigen? Wie lebensgrundlegende Arbeit gleichzeitig Lebensraum zerstört. Was Heimat und Identität bedeuten, wenn ganze Dörfer, Wälder und Felder weggebaggert sind? Und wie eine Zukunft aussehen kann? Dabei stellt Irina Pauls fest: Tanz wirkt hier verbindend. Ihr neues Stück heißt "Sieben Brücken".
MDR KULTUR-Theaterredakteur Stefan Petraschewsky hat mit Irina Pauls gesprochen. Das Gespräch ist bis 30. Mai 2027 verfügbar.
Ihre Stückentwicklungen fragen, wie die Menschen ihren Alltag dort bewältigen? Wie lebensgrundlegende Arbeit gleichzeitig Lebensraum zerstört. Was Heimat und Identität bedeuten, wenn ganze Dörfer, Wälder und Felder weggebaggert sind? Und wie eine Zukunft aussehen kann? Dabei stellt Irina Pauls fest: Tanz wirkt hier verbindend. Ihr neues Stück heißt "Sieben Brücken".
MDR KULTUR-Theaterredakteur Stefan Petraschewsky hat mit Irina Pauls gesprochen. Das Gespräch ist bis 30. Mai 2027 verfügbar.
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Über diesen Podcast
Woche für Woche nimmt sich der DISKURS Zeit, über Fragen aus ganz
unterschiedlichen Bereichen zu nachzudenken. Mit Experten ihres
jeweiligen Fachs spricht MDR KULTUR über die aktuellen Tendenzen in
Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion,
Kulturgeschichte, Naturwissenschaften und Lebenshilfe. Und steht
damit für die kritische Reflexion der Gegenwart sowie geistige
Konzentration und Orientierungen über den Augenblick hinaus.
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