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vor 4 Tagen
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In den 1950er-Jahren steht die Mont Pèlerin Society - jener
kleine, fast unsichtbare Zirkel von Ökonomen, der das neoliberale
Projekt seit 1947 vorantreibt - kurz vor der Selbstauflösung.
Dreissig Jahre später hat sie die Wirtschaftspolitik der
westlichen Welt umgekrempelt. Was ist dazwischen passiert?
In dieser zweiten von zwei Folgen von «Überall Geschichte!»
erzählen wir, wie das neoliberale Projekt von der akademischen
Theorie zur gelebten Praxis wird. Wir folgen dem Streit zwischen
der Österreichischen Schule um Friedrich von Hayek und der
Chicagoer Schule um Milton Friedman - und wie dieser Streit
darüber entscheidet, welcher Neoliberalismus sich durchsetzt. Wir
erzählen, wie Richard Nixon 1971 das Bretton-Woods-Währungssystem
einseitig beendet, wie Chile unter Pinochet zum ersten
neoliberalen Grossexperiment wird, und wie Margaret Thatcher und
Ronald Reagan die Ideen der Mont Pèlerin Society schliesslich in
Regierungsprogramme übersetzen. Und wir fragen, was die
Geschichte dieses Projekts über den Neoliberalismus aussagt, den
wir heute kennen: War sein Triumph unvermeidlich - oder das
Ergebnis einer langen, koordinierten Kampagne, die auch hätte
scheitern können?
«Überall Geschichte!» ist Mitglied des Netzwerks
#Historytelling.
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Tags: Neoliberalismus, Wirtschaft, Friedman, Reagan, Thatcher
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