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Am 23. Oktober 1956 gehen in Budapest Studenten auf die Strasse. Innerhalb weniger Tage wird daraus ein Aufstand gegen die kommunistische Regierung Ungarns und die sowjetischen Truppen im Land. Am 4. November kehren die sowjetischen Panzer zurück und schlagen ihn nieder. Rund 200'000 Ungarinnen und Ungarn fliehen.

In dieser Folge von «Überall Geschichte!» erzählen wir, wie es dazu kam. Wir schauen auf die Machtübernahme der Kommunisten nach 1945, auf die Rolle, die Ministerpräsident Imre Nagy dabei spielt – und auf seinen Nachfolger János Kádár, der sich im Verlauf des Aufstands auf die sowjetische Seite stellt. Dazu kommen die Frage, warum der Westen nicht eingriff, und der Blick auf die Aufnahme der Geflüchteten im Westen. Wie wurde aus einer Studentendemonstration ein Aufstand? Und warum änderte die sowjetische Führung innerhalb von 24 Stunden ihre Haltung?

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Tags: Ungarn-Aufstand, Kalter Krieg, Imre Nagy, Sowjetunion

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1 Stunde 5 Minuten
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Im Sommer 1937 schlägt eine britische Untersuchungskommission vor, das damals von Grossbritannien verwaltete Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat zu teilen. Es ist der erste offizielle Plan dieser Art. Er trifft auf ein Land, in dem seit dem Generalstreik von 1936 ein Aufstand gegen die britische Herrschaft und die jüdische Einwanderung im Gang ist.

In dieser dritten und letzten Folge unserer Reihe zum Nahostkonflikt erzählen wir bei «Überall Geschichte!», wie es mit diesem Vorschlag weitergeht. Wie reagieren Juden und Araber auf die Aussicht, das Land zu teilen? Was geschieht in Palästina, während über den Plan gestritten wird, und weshalb verhärten sich die Fronten zunehmend? Wir fragen auch, was diese Jahre für die jüdische Gemeinschaft bedeuten und wie sich darin ein neues Verständnis von Wehrhaftigkeit herausbildet. Und warum gibt Grossbritannien die Teilung nach gut einem Jahr wieder auf? Wir blicken auf das britische Weissbuch von 1939 und das Ende des grossen Aufstands. Zum Schluss schauen wir, wie die Geschichte bis zur Gründung des Staates Israel und zur Nakba weitergeht.

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Tags: Nahostkonflikt, Palästina, Israel, Zionismus

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57 Minuten
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Im April 1936 beginnt in Palästina ein gewaltsamer Generalstreik, der sechs Monate dauert und die arabische Gesellschaft nachhaltig verändert. Er gehört zu den Kapiteln des Nahostkonflikts, die in der Geschichtsschreibung beider Seiten oft am Rand stehen.

In dieser zweiten Folge unserer Reihe zum Nahostkonflikt erzählen wir bei «Überall Geschichte!», wie aus dem Streik ein Aufstand gegen die britische Mandatsmacht wird. Wir fragen, wie der Alltag während des Streiks aussieht, welche Rolle der Mufti von Jerusalem als Symbolfigur spielt und wie dieser Aufstand zum Gründungsmoment einer palästinensischen Identität wird, mit der Kufija als sichtbarem Zeichen. Wir schauen auf die jüdische Seite, die zwischen Zurückhaltung und Selbstbewaffnung schwankt, und auf die Briten, die zunehmend die Kontrolle verlieren. Schliesslich geht es um die Peel-Kommission, die 1937 erstmals die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat vorschlägt.

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Tags: Nahostkonflikt, Palästina, Israel, Zionismus

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Kaum ein Konflikt der Gegenwart ist so aufgeladen wie der zwischen Israelis und Palästinensern. Gerade deshalb lohnt sich der Blick zurück: Wie hat sich dieser Konflikt eigentlich entwickelt, und wo liegen seine Anfänge?

In dieser ersten von drei Folgen von «Überall Geschichte!» gehen wir diesen Anfängen nach. Wir zeigen, wie jüdische Einwanderung ab den 1880er-Jahren das gesellschaftliche Gefüge im damals osmanischen Palästina verändert, wie Grossbritannien im Ersten Weltkrieg sowohl den Arabern Unabhängigkeit als auch den Juden eine nationale Heimstätte verspricht, und wie aus diesem doppelten Versprechen in den 1920er-Jahren eine zunehmend religiös aufgeladene Auseinandersetzung wird, mit dem Massaker von Hebron 1929 als Wendepunkt. Wir enden beim grossen arabischen Aufstand von 1936, einem Ereignis, das in beiden Erzähltraditionen des Konflikts bis heute kaum Platz findet, aber das die palästinensische wie die zionistische Bewegung nachhaltig prägt.

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Tags: Nahostkonflikt, Palästina, Israel, Zionismus

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1 Stunde 9 Minuten
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«Peace for our time», verkündet der britische Premierminister Neville Chamberlain nach seiner Rückkehr von Hitlers Konferenz in München. Keine sechs Monate später marschiert Nazi-Deutschland in Prag ein, und weniger als ein Jahr später beginnt der Zweite Weltkrieg. Das Münchner Abkommen gilt seither als Inbegriff des gescheiterten Appeasements – und als Vergleich, der bis heute bemüht wird, von Putins Krieg gegen die Ukraine bis zu Chinas Anspruch auf Taiwan.

In dieser Folge von «Überall Geschichte!» erzählen wir, wie es im September 1938 zu diesem Abkommen kam. Wir zeigen, wie Hitler mit der Forderung nach dem Sudetenland Europa an den Rand eines Krieges trieb, wie Chamberlain und der französische Regierungschef Daladier nach Deutschland reisten und am Ende doch einknickten, und wie die Konferenz in München selbst ablief. Wir fragen, was Hitler mit diesem Abkommen tatsächlich gewann, warum es schon nach wenigen Monaten zusammenbrach, und ob es das vielzitierte «gewonnene Jahr» für die Aufrüstung der Westmächte wirklich gab.

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Tags: Zweiter Weltkrieg, Faschismus, Imperialismus, Politik

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Über diesen Podcast

Wir sind Mirco Melone und Alan Cassidy. Wir sind Freunde. Wir lieben Geschichte. Und deshalb gibt es diesen Podcast. Bei «Überall Geschichte!» sprechen wir alle zwei Wochen über ein historisches Thema. Wie wichtig war Hitlers missglückter erster Putsch für seinen späteren Aufstieg? Was steckt hinter der Entführung von Aldo Moro durch die Brigate Rosse? Was verdanken wir den modernen Warenhäusern? Bei uns werden die grossen und kleinen Geschichten und Fragestellungen zum Thema. Und neben dem Blick zurück geht es dabei immer auch um die Frage, wozu wir Geschichte brauchen und wie wir gegenwärtig mit ihr umgehen. Denn: Es gibt überall Geschichte! 
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„Überall Geschichte!“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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