Du bist nicht schuld an ihrer Laune. – Nähe ohne Selbstverlust.

Du bist nicht schuld an ihrer Laune. – Nähe ohne Selbstverlust.

vor 1 Tag
35 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Tag

Du kommst nach Hause, die Stimmung am Tisch ist kühl, und noch
bevor ein Wort gefallen ist, läuft in dir eine Inventur ab: Was
habe ich falsch gemacht? Diese Frage kommt schneller als jede
andere, und sie hat einen Namen. Hinter dem dauernden
Gefallen-Wollen sitzt oft eine Schuld – das Gefühl, dafür
geradestehen zu müssen, wie es einem anderen Menschen geht. Eine
gedrückte Miene im Raum, und schon übernimmst du die
Verantwortung für eine Stimmung, die dir gar nicht gehört.


Diese Folge geht dieser Schuld auf den Grund. Woher sie kommt,
warum sie so tief im Nervensystem sitzt, dass kein gutes Argument
sie auflöst, und warum die Stoiker hier eine Unterscheidung
anbieten, die vieles verändert: zwischen dem, was dir gehört, und
dem, was nicht. Mit Epiktet als Wegmarke kommen wir zu einer
unbequemen Wendung – dass die Schuld, die sich wie reine Demut
anfühlt, eine versteckte Selbstüberhöhung ist. Wer glaubt, er sei
schuld an der Laune eines anderen, schreibt sich eine Macht über
fremdes Innenleben zu, die er nicht besitzt.


Es geht dabei nicht um Rückzug und nicht um Kälte. Über die vier
Kardinaltugenden als zusammenhängendes Gefüge schauen wir uns an,
wie Fürsorge und Klarheit zusammenspielen, und wo der Unterschied
liegt zwischen für jemanden da sein und für jemanden
verantwortlich sein. Und wir gehen einer Frage nach, die mir in
der Beratung immer wieder begegnet: ob man einen Menschen, der
einen chronisch leerräumt, eigentlich meiden darf. Seneca hat
darauf in seiner Schrift über die Gemütsruhe eine erstaunlich
klare Antwort gegeben.


Wer merkt, dass ihn dieses ständige Tragen fremder Lasten
auszehrt, findet vertiefende Werkzeuge in der Audio-Masterclass
„Mehr bei dir – stoische Abgrenzung und innere Freiheit“:
https://www.stoicmind.at/audiomasterclass


Mehr über meine Arbeit und die Möglichkeit einer Begleitung:
https://www.stoicmind.at/ und
https://www.stoicmind.at/coaching-beratung


Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von
Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche
Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und
Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die
Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
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