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Beschreibung
vor 1 Tag
In der siebten Folge von Transgenerational treffen Bruno Wiesneth
und Stylianos Tsangaridis aufeinander. Der erstaunliche
Gleichklang ihrer Gedanken formt sich um existentielle Fragen bis
hin zu einer unantastbaren Fundierung individueller Autarkie.
Bruno Wiesneth hat nach seinem Bachelorstudium im Fach Physik in
Leipzig vor, den Master Space Science in Bremen zu beginnen. Er
lebt in einer 3er WG und verbringt den Sommer mit See, Nachhilfe
unterrichten, Akrobatik und verreisen. Seine Interessen gelten
der Physik und allen naturwissenschaftlichen Vorgängen, und gehen
gleichzeitig weit darüber hinaus : Von der Lektüre
verschiedenster und auch nicht physikalischer Bücher, über
Museumsgänge bis hin zu Akroyoga. Bei all dem findet Bruno die
menschliche Wahrnehmung und das Bewusstsein sehr spannend, das
heißt für ihn konkret, wie sich das Gehirn die Realität
zusammenbaut und wie wir Menschen dadurch auch immer wieder
getäuscht werden können, optisch beispielsweise. Generell ist er
ein sehr neugieriger und offener Mensch : Seine Liebe gilt dem
Reisen und neuen Orten und Menschen und Kulturen. Wer sich traut
aus seiner Komfortzone auszusteigen, so Bruno, wird belohnt mit
wunderbaren Erfahrungen. Seine Neugier, sagt Bruno, sei auch der
Grund, warum er bei diesem Podcast mitmacht. Bruno Wiesneth ist
zum Zeitpunkt der Aufnahme 26 Jahre alt.
Stylianos Tsangaridis geht in die neunte Klasse eines
Digital-Wissenschaftlichen Zweiges eines Berliner Gymnasiums. Er
wurde in Berlin geboren, und seine Muttersprache ist griechisch,
da seine Eltern aus Griechenland kommen. Seine Familie besitzt
ein griechisches Restaurant namens Dionisos in Berlin. Seine
große Leidenschaft ist das Sammeln, Erforschen und Suchen von
Mineralien. Das unternimmt Stylianos hauptsächlich in den Ferien
und in Griechenland. Außerdem liebt er es, eigene Musik zu machen
und Maschinen zu bauen. Er möchte später Geologe werden, um die
einzigartige Geologie Griechenlands zu erforschen und zu
dokumentieren. Mit seinen fünfeinhalb Jahren Erfahrung im
Sammeln, Erforschen und Suchen von Mineralien hat Stylianos die
Erkenntnis gemacht, dass Griechenland geologisch nicht gut
erforscht ist. Er möchte selbst Mineralien verkaufen, die er in
Griechenland gefunden hat. Sein Wunsch ist es, damit zu beginnen,
indem er und seine Eltern eine Vitrine in ihrem Restaurant
errichten werden, um griechische Mineralien auszustellen und zu
verkaufen. Diese Vielzahl an Vorhaben hat er, obwohl Stylianos
Tsangaridis zum Zeitpunkt der Aufnahme erst 15 Jahre alt ist.
Das Gespräch zwischen Bruno Wiesneth und Stylianos Tsangaridis
beginnt in einer Bewegung um das fragile Feld des Pendants von
Männlichkeit und Weiblichkeit : « Wenn Männlichkeit ein Stein
wäre, würde ich einen Hämatiten nehmen – kalt, schwer, magnetisch
und oftmals auch hart. » Die Reflexionen kreisen um die
unzensierte Realität biologischer Differenzen und die subtilen
Prägungen kultureller Matrizen.
Über Anekdoten der Welt der Tiere und das dortige Phänomen des
Humors fließt der Dialog weiter zur Frage der Bedeutung jenes
Phänomens in interpersonellen Gefügen als auch in
interkulturellen Kontexten. Die Tiefe der Frage des Humors in der
Fremde führt weiter in die Ebene der Beziehung zum Selbst und zur
Heimat. Ist Heimat der Ort, in den der Mensch hineingeboren wird?
Ist Heimat von einer Dimension, die das Potential zur Erweiterung
trägt? Abschließend verdeutlicht eine letzte Erzählung über
verlorene Freunde die Essenz der Unantastbarkeit des eigenen
Weges : Nicht alles, was wir verlieren, ist ein Verlust.
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