Folge 5: Julia Muff und Dr. Silvia Richter

Folge 5: Julia Muff und Dr. Silvia Richter

vor 1 Tag
54 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Tag

In der fünften Folge von Transgenerational treffen Julia Muff und
Dr. Silvia Richter aufeinander. Entstanden ist ein wunderbares
Zeugnis dessen, wie die Fragen Max Frischs aus den Perspektiven
zwei inspirierender Frauen heute in ein neues Licht gerückt
werden können.





Julia Muff ist in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Nach dem
Umzug mit ihrer Familie nach Deutschland und nach ihrem Abitur in
München hat sie über ihre erste akademische Station in Hamburg
ihr Studium in Bayreuth gefunden und in diesem Monat ihren
Bachelor in den Fächern Philosophie und Wirtschaft abgeschlossen.
Für ihren Master in der Volkswirtschaftslehre wird sie im Herbst
nach Freiburg ziehen. Julia bringt nicht nur einen wirtschaftlich
denkenden Horizont, sondern auch ein Interesse an philosophischen
Fragestellungen mit – beides vereint sie in diesem Podcast. Sie
freut sich auf eine lebendige Diskussion und neue, inspirierende
Perspektiven von Silvia Richter. Julia Muff ist zum Zeitpunkt der
Aufnahme 23 Jahre alt.


Dr. Silvia Richter ist in Darmstadt geboren und aufgewachsen und
hat ihr Studium in den Fächern Mittlere und Neuere Geschichte,
Philosophie und Jüdische Studien an der Universität Heidelberg
sowie an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg
absolviert. Nach ihrer Promotion in Heidelberg und diversen
akademischen Stationen in Paris, am Mémorial de la Shoah, und in
Berlin, wo sie von 2013 bis 2021 an der Humboldt-Universität als
wissenschaftliche Mitarbeiterin von Ugo Perone an der
Guardini-Professur arbeitete, ist sie heute Koordinatorin des
Forschungsverbundes «Dynamiken des Religiösen» an der
Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Am dortigen
Buber-Rosenzweig-Institut, das 2021 vom Gründungsdirektor
Christian Wiese ins Leben gerufen wurde, arbeitet sie unter
seiner Betreuung an ihrem Habilitationsprojekt zum Thema
«Jüdische Theologien der Ohnmacht Gottes während der Shoah: Der
Fall Etty Hillesum» . Dr. Silvia Richter ist zum Zeitpunkt der
Aufnahme 46 Jahre alt.





Das Gespräch zwischen Julia Muff und Dr. Silvia Richter beginnt
in einer Vermessung europäischer Identität. Die Frage nach der
Kultur als Fundament der Nation, in der kulturelle Einflüsse sich
als Bereicherung und Grenze manifestieren, führt zu einer Analyse
von Macht im Patriarchat und der Frage nach dem Matriarchat oder
der Gleichberechtigung als ihre Negation respektive ihr
Gegensatz. Von einer Anekdote der Gleichberechtigung stellt sich
die Frage des situativen Aushandlungsprozesses dessen in einer
jeden Demokratie. Die Polyvalenz des Reichtums und die
Perspektive auf die Freiheit als ‚gemünztes Geld‘ öffnet den Raum
für die Last des Geldes und die Bedeutung zu wissen, wann genug
sei.


In dem Lichte der Begegnung der beiden Frauen, deren
beeindruckende Persönlichkeiten den Dialog bereichern, wird das
Verhältnis von Freundschaft und Geld, die Aufrichtigkeit der
Kommunikation in Tonalität und Schrift sowie die Pluralität von
Heimat betrachtet. In der Eigentumsfrage – erworben, geerbt oder
erschaffen – führen die divergierenden Meinungen in eine höhere
Symmetrie, um das Gespräch letztlich in der Frage der Relation
von Tod und Sterben in einem Sinne des Carpe Diem kumulieren zu
lassen : Die Signatur des Menschen ist die Endlichkeit.
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