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Beschreibung
vor 19 Stunden
Warum bekommen Frauen nach Operationen oft weniger starke
Schmerzmittel, obwohl sie schmerzempfindlicher sind als Männer? Und
warum fällt es Männern schwerer, ihre Schmerzen anzusprechen? Das
Geschlecht wird in der Medizin noch immer zu wenig mitgedacht: Auf
der Intensivstation, bei der Migränediagnose, nach dem
Schlaganfall. Susanne Wegener, Professorin und leitende Ärztin an
der Klinik für Neurologie des Universitätsspitals Zürich, erklärt,
welche Rolle Hormone beim Schmerzempfinden spielen und warum
Migräne bei Männern wohl häufiger unerkannt bleibt als gedacht.
Caroline Gebhard, leitende Ärztin am Institut für Intensivmedizin
des Stadtspitals Zürich Triemli, zeigt, wo geschlechterspezifische
Unterschiede in der Intensivmedizin noch zu wenig berücksichtigt
werden – und weshalb Prävention und Patient:innenverfügungen dabei
eine wichtige Rolle spielen. Take Home Messages - Frauen sind
schmerzempfindlicher als Männer. Ihre Schmerzen werden häufiger
unterschätzt und weniger passend behandelt. - Männer haben
biologisch das schlechtere Immunsystem und sind bei Infektionen
stärker gefährdet. Auch deshalb lohnt es sich, wenn in Studien das
Geschlecht berücksichtigt wird. - Hormone beeinflussen Schmerzen
stark. Sinkende Östrogenspiegel vor der Menstruation können etwa
Migräneattacken auslösen. - Männer kriegen mehr Schlaganfälle, wenn
sie jünger sind, Frauen in höherem Alter. Nach einem Schlaganfall
erholen sich Frauen schlechter als Männer, obwohl die Akuttherapie
gleich wirksam ist. Soziale Faktoren wie Alleinleben und
Pflegeverantwortung spielen dabei eine grosse Rolle. - Eine
Patient:innenverfügung kann auf der Intensivstation entscheidend
sein. Es wird empfohlen, eine auszufüllen und mit nahen Menschen
darüber zu sprechen. - Wer Schmerzen hat, soll nicht zu lange die
Zähne zusammenbeissen. Hilfe suchen kann sich lohnen.
Schmerzmittel, obwohl sie schmerzempfindlicher sind als Männer? Und
warum fällt es Männern schwerer, ihre Schmerzen anzusprechen? Das
Geschlecht wird in der Medizin noch immer zu wenig mitgedacht: Auf
der Intensivstation, bei der Migränediagnose, nach dem
Schlaganfall. Susanne Wegener, Professorin und leitende Ärztin an
der Klinik für Neurologie des Universitätsspitals Zürich, erklärt,
welche Rolle Hormone beim Schmerzempfinden spielen und warum
Migräne bei Männern wohl häufiger unerkannt bleibt als gedacht.
Caroline Gebhard, leitende Ärztin am Institut für Intensivmedizin
des Stadtspitals Zürich Triemli, zeigt, wo geschlechterspezifische
Unterschiede in der Intensivmedizin noch zu wenig berücksichtigt
werden – und weshalb Prävention und Patient:innenverfügungen dabei
eine wichtige Rolle spielen. Take Home Messages - Frauen sind
schmerzempfindlicher als Männer. Ihre Schmerzen werden häufiger
unterschätzt und weniger passend behandelt. - Männer haben
biologisch das schlechtere Immunsystem und sind bei Infektionen
stärker gefährdet. Auch deshalb lohnt es sich, wenn in Studien das
Geschlecht berücksichtigt wird. - Hormone beeinflussen Schmerzen
stark. Sinkende Östrogenspiegel vor der Menstruation können etwa
Migräneattacken auslösen. - Männer kriegen mehr Schlaganfälle, wenn
sie jünger sind, Frauen in höherem Alter. Nach einem Schlaganfall
erholen sich Frauen schlechter als Männer, obwohl die Akuttherapie
gleich wirksam ist. Soziale Faktoren wie Alleinleben und
Pflegeverantwortung spielen dabei eine grosse Rolle. - Eine
Patient:innenverfügung kann auf der Intensivstation entscheidend
sein. Es wird empfohlen, eine auszufüllen und mit nahen Menschen
darüber zu sprechen. - Wer Schmerzen hat, soll nicht zu lange die
Zähne zusammenbeissen. Hilfe suchen kann sich lohnen.
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