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Episoden
22.03.2026
40 Minuten
Gendermedizin – kaum jemand auf der Strasse kennt den Begriff. Und wer ihn kennt, denkt oft an gesellschaftliche Debatten ums Gendern. Dabei geht es um etwas ganz anderes: um bessere Medizin für alle. Denn Herzinfarkte, Depressionen, Osteoporose – sie äussern sich bei Frauen und Männern oft grundlegend anders. Wer das nicht weiss, diagnostiziert zu spät, behandelt falsch. Das kann Leben kosten. In dieser ersten Folge erklärt Carolin Lerchenmüller, Kardiologin und Inhaberin des ersten Schweizer Lehrstuhls für Gendermedizin an der Universität Zürich, was der Begriff wirklich bedeutet – und warum er so oft missverstanden wird. Flurin Condrau, Professor für Medizingeschichte an der Universität Zürich, zeigt, wie es dazu kam, dass der männliche Körper zur medizinischen Norm wurde: eine Entwicklung, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht und bis heute nachwirkt. Ein Gespräch über hartnäckige Wissenslücken, historische Weichenstellungen – und darüber, warum mehr Gendermedizin nicht nur Frauen, sondern generell allen Menschen nützt.
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Über diesen Podcast
«In der Medizin ist eine ungleiche Behandlung der Geschlechter oft
gesünder – sie kann sogar Leben retten» – so beginnt Journalistin
und Host Bigna Silberschmidt den Podcast. Was provokativ klingt,
ist Realität: Herzinfarkte etwa werden bei Frauen häufiger
übersehen, und physische Symptome weniger ernst genommen. Bei
Männern bleiben Magersucht und Osteoporose häufig unerkannt,
Depressionen werden spät diagnostiziert. Und Medikamente? Wirken
nicht bei allen Menschen gleich. Das kann schwerwiegende Folgen
haben. Der Podcast zeigt, wie Fortschritte erzielt werden können
und wie eine Medizin, die Unterschiede ernst nimmt, allen
zugutekommt. Habt ihr Fragen, die ihr Bigna Silberschmidt mitgeben
wollt oder eine spannende Anekdote zu erzählen? Schreibt ihr auf
Instagram oder schickt uns ein Mail. kontakt@uebergendermedizin.ch
Dieser Wissenspodcast ist nur möglich dank der wertvollen
Zusammenarbeit mit der Philas Foundation. Die Stiftung setzt sich
ein für eine geschlechtssensible Medizin. www.philas-foundation.ch
Moderation und Redaktion: Bigna Silberschmidt Eine Produktion von
FatzerImbach AG www.fatzerimbach.ch
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