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Wir sprechen über die größten Alben der Pop- und Rockgeschichte. Jeden Montag gibt es eine neue Folge. Reinhören!
Beschreibung
vor 1 Tag
Die Toten Hosen gehen auf große Abschiedstour. In dieser Folge
ehren wir deshalb die Düsseldorfer Punkband und sprechen über das
legendäre Konzeptalbum "Opium fürs Volk" von 1996. Dazu gehören
auch Hits wie "Bonnie & Clyde" und "Paradies". Als die Toten
Hosen im Frühjahr 2026 ihre Tour "Trink aus! Wir müssen gehen"
ankündigen, ahnen viele Fans schon, dass es sich um einen Abschied
handelt. Für die Meilensteine-Redaktion stand fest: Es wird Zeit,
die Jungs rund um Leadsänger Campino zu ehren. Nur mit welchem
Album? In unserem Online-Voting habt ihr euch für "Opium fürs
Volk" entschieden. Es ist im selben Jahr wie "Le
Frisur" von Die Ärzte erschienen – und ebenfalls ein
Konzeptalbum. Einer, der Die Toten Hosen nicht nur kennt,
sondern auch gut mit ihnen befreundet ist, ist Ingo Knollmann von
den Donots. Als Podcastgast in dieser Folge erzählt er, dass die
Hosen sein allererstes Konzert waren und ihn dazu inspiriert haben,
eine eigene Band zu gründen. 1996 waren Die Toten Hosen auf dem bis
dato Höhepunkt ihrer Karriere. Mit dem Album "Kauf mich!"
erreichten sie Platz eins der deutschen Albumcharts und mussten
sich mit der Frage herumschlagen, ob ihre Musik überhaupt noch Punk
sei. Sie hatten aber auch ihr eigenes Label gegründet und damit
neue Freiheiten gewonnen. Mit "Opium fürs Volk" schlug die Band
eine klare Richtung ein: mehr hin zum Stadionrock – und man könnte
auch vorsichtig sagen, dass sie dem Mainstream ein Stück näher
gekommen sind. Das Konzept fürs Album entwickelte Sänger Campino,
nachdem er auf Einladung des Abts Stephan Schröder eine Woche im
Benediktinerabtei Königsmünster verbracht hatte. Campino nimmt dort
am klösterlichen Leben teil und beschäftigt und sich mit den großen
Fragen des Lebens – kein Wunder also, dass der Albumtitel von einem
Zitat des Philosophen Karl Marx inspiriert ist. Klar wird der
religiöse Bezug direkt auf dem Opener, "Vaterunser", der das
wichtigste Gebet der Christen aufgreift und auch wie ein Gebet
klingt. Für viele Punk-Fans war das sicherlich ein
gewöhnungsbedürftiger Einstieg. Wer sich davon nicht abschrecken
lässt und tiefer ins Album einsteigt, erkennt, dass zwischen der
Religions- und Gesellschaftskritik jede Menge Selbstironie steckt.
Während in "Und so weiter" deutsche Spießer und ihre Faulheit aufs
Korn genommen werden, erlebt das Gangsterpaar in "Bonnie &
Clyde" ein Abenteuer nach dem anderen – zumindest stellen sie es
sich so vor. Man kann den Song als Hymne für Punks und Gangster
interpretieren oder eben daraus schließen, dass alles nur eine
Fantasie ist. Genau das zeichnet laut Ingo Knollmann die Toten
Hosen aus: "Die Hosen sind in ihrer Art auch Punk, aber eben nicht
dieses Brutale, dieses Aggressive. [...] Und das macht es dann auch
aus, warum sie wirklich für viele so hörbar sind und auch Campino
als Mensch so interessant und sympathisch ist." Neben den
verschiedenen Themen und Lebensfragen, die auf dem Album behandelt
werden, ist auch die Musik, die zu hören ist, "bemerkenswert
vielseitig", findet Host Frank König. Gregorianische Gesänge teilen
sich auf dem Album einen Platz mit Dudelsack, Flöten, Streicher,
Synthesizer, Punk, Folk, Rock und Reggae. Und diese Mischung, die
von einem religiösen roten Faden, durchzogen ist, geht auf. "Opium
fürs Volk" gehört zu den meistverkauften Alben in Deutschland,
erreichte Platz eins der deutschen Charts und wurde noch im Jahr
der Veröffentlichung mit einer Goldenen und einer
Platin-Schallplatte ausgezeichnet. __________ Über diese Songs vom
Album "Opium fürs Volk" sprechen wir im Podcast (15:49) –
"Vaterunser"(23:44) – "Und so weiter"(26:51) – "Bonnie &
Clyde"(36:18) – "Paradies"(43:04) – "Viva la revolution"(47:35) –
"10 kleine Jägermeister"__________ Alle Shownotes und
weiterführenden Links zur Folge "Opium fürs Volk" findet ihr hier:
https://x.swr.de/s/dietotenhosenopiumfuersvolk __________ Ihr wollt
mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die Meilensteine! Fragen,
Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht
an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an meilensteine@swr.de
ehren wir deshalb die Düsseldorfer Punkband und sprechen über das
legendäre Konzeptalbum "Opium fürs Volk" von 1996. Dazu gehören
auch Hits wie "Bonnie & Clyde" und "Paradies". Als die Toten
Hosen im Frühjahr 2026 ihre Tour "Trink aus! Wir müssen gehen"
ankündigen, ahnen viele Fans schon, dass es sich um einen Abschied
handelt. Für die Meilensteine-Redaktion stand fest: Es wird Zeit,
die Jungs rund um Leadsänger Campino zu ehren. Nur mit welchem
Album? In unserem Online-Voting habt ihr euch für "Opium fürs
Volk" entschieden. Es ist im selben Jahr wie "Le
Frisur" von Die Ärzte erschienen – und ebenfalls ein
Konzeptalbum. Einer, der Die Toten Hosen nicht nur kennt,
sondern auch gut mit ihnen befreundet ist, ist Ingo Knollmann von
den Donots. Als Podcastgast in dieser Folge erzählt er, dass die
Hosen sein allererstes Konzert waren und ihn dazu inspiriert haben,
eine eigene Band zu gründen. 1996 waren Die Toten Hosen auf dem bis
dato Höhepunkt ihrer Karriere. Mit dem Album "Kauf mich!"
erreichten sie Platz eins der deutschen Albumcharts und mussten
sich mit der Frage herumschlagen, ob ihre Musik überhaupt noch Punk
sei. Sie hatten aber auch ihr eigenes Label gegründet und damit
neue Freiheiten gewonnen. Mit "Opium fürs Volk" schlug die Band
eine klare Richtung ein: mehr hin zum Stadionrock – und man könnte
auch vorsichtig sagen, dass sie dem Mainstream ein Stück näher
gekommen sind. Das Konzept fürs Album entwickelte Sänger Campino,
nachdem er auf Einladung des Abts Stephan Schröder eine Woche im
Benediktinerabtei Königsmünster verbracht hatte. Campino nimmt dort
am klösterlichen Leben teil und beschäftigt und sich mit den großen
Fragen des Lebens – kein Wunder also, dass der Albumtitel von einem
Zitat des Philosophen Karl Marx inspiriert ist. Klar wird der
religiöse Bezug direkt auf dem Opener, "Vaterunser", der das
wichtigste Gebet der Christen aufgreift und auch wie ein Gebet
klingt. Für viele Punk-Fans war das sicherlich ein
gewöhnungsbedürftiger Einstieg. Wer sich davon nicht abschrecken
lässt und tiefer ins Album einsteigt, erkennt, dass zwischen der
Religions- und Gesellschaftskritik jede Menge Selbstironie steckt.
Während in "Und so weiter" deutsche Spießer und ihre Faulheit aufs
Korn genommen werden, erlebt das Gangsterpaar in "Bonnie &
Clyde" ein Abenteuer nach dem anderen – zumindest stellen sie es
sich so vor. Man kann den Song als Hymne für Punks und Gangster
interpretieren oder eben daraus schließen, dass alles nur eine
Fantasie ist. Genau das zeichnet laut Ingo Knollmann die Toten
Hosen aus: "Die Hosen sind in ihrer Art auch Punk, aber eben nicht
dieses Brutale, dieses Aggressive. [...] Und das macht es dann auch
aus, warum sie wirklich für viele so hörbar sind und auch Campino
als Mensch so interessant und sympathisch ist." Neben den
verschiedenen Themen und Lebensfragen, die auf dem Album behandelt
werden, ist auch die Musik, die zu hören ist, "bemerkenswert
vielseitig", findet Host Frank König. Gregorianische Gesänge teilen
sich auf dem Album einen Platz mit Dudelsack, Flöten, Streicher,
Synthesizer, Punk, Folk, Rock und Reggae. Und diese Mischung, die
von einem religiösen roten Faden, durchzogen ist, geht auf. "Opium
fürs Volk" gehört zu den meistverkauften Alben in Deutschland,
erreichte Platz eins der deutschen Charts und wurde noch im Jahr
der Veröffentlichung mit einer Goldenen und einer
Platin-Schallplatte ausgezeichnet. __________ Über diese Songs vom
Album "Opium fürs Volk" sprechen wir im Podcast (15:49) –
"Vaterunser"(23:44) – "Und so weiter"(26:51) – "Bonnie &
Clyde"(36:18) – "Paradies"(43:04) – "Viva la revolution"(47:35) –
"10 kleine Jägermeister"__________ Alle Shownotes und
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