Crosby, Stills, Nash & Young – "4 Way Street"

Crosby, Stills, Nash & Young – "4 Way Street"

vor 2 Tagen
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Podcast
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Wir sprechen über die größten Alben der Pop- und Rockgeschichte. Jeden Montag gibt es eine neue Folge. Reinhören!

Beschreibung

vor 2 Tagen
Im April 1970 haben Crosby, Stills, Nash & Young ihr zweites
gemeinsames Album "4 Way Street" rausgebracht. Dass Crosby, Stills,
Nash & Young unbedingt ein Livealbum brauchten, war spätestens
seit ihrem viel umjubelten Gig beim Woodstock Festival im August
1969 klar. 1971 war es soweit: "4 Way Street" kam raus – das
Live-Doppelalbum der Supergroup. Ein Album voller Gegensätze: rau,
weich, akustisch, elektrisch und psychedelisch zugleich. Auf der
Bühne und vor dem Publikum hat das Quartett immer gut funktioniert.
Die Stimmen passten super zusammen, haben im Satzgesang toll
funktioniert und auch instrumental hat die Gruppe für das Publikum
das meiste aus sich herausgeholt. Hinter den Kulissen allerdings
hat es immer geknirscht, erzählt der ehemalige Musikredakteur
Christian Pfarr im Podcast. Da haben sich Crosby, Stills, Nash und
Young überhaupt nicht verstanden. Was an vielen verschiedenen
Faktoren und internen Konkurrenzkämpfen gelegen hat. Darüber hinaus
war vor allem Neil Young oft einer der Streithähne, der zu dieser
Zeit mit Depressionen zu kämpfen hatte. Auch wenn Crosby, Stills,
Nash und Young gemeinsam ins Studio und auf die Bühnen gegangen
sind, stammen die Songs jeweils eigentlich nur immer von einem der
Songwriter der Gruppe. Jeder durfte für die Shows und die Alben
Musik beisteuern, aber geschrieben wurden sie immer nur von einem
der Bandmitglieder, was bei der eben erwähnten Stimmung
untereinander kaum verwunderlich ist. Auch wenn wir dem Album den
Stempel "Meilenstein" geben, darf man dennoch Kritik an dem Album
und an der Produktion äußern, und die ist doch durchaus angebracht,
findet Musikredakteur Stephan Fahrig: "Wir müssen das Album ein
bisschen vom Podest herunterheben, weil ich finde, es ist relativ
bescheiden produziert." Und auch wenn bei der Produktion des
Livealbums und auch in der Qualität der Performance noch "Luft nach
oben" gewesen wäre, trifft das Album den Zeitgeist, sagt
 Moderator Frank König. Der ehemalige Musikredakteur Christian
Pfarr ergänzt das noch, denn auf eine High-End-Produktion und
Performance kommt es seiner Meinung nach gar nicht an, bei einem
Album wie diesem und Künstlern wie Crosby, Stills, Nash und Young:
"Es lebt nicht von der Perfektion, sondern es lebt von der
Lebendigkeit." Auch wenn die Musik des Quartetts sich oftmals
anfühlt wie romantische Lagerfeuermusik, wie zum Beispiel bei
"Cowgirl In The Sand", so sind auf dem Album auch viele politische
Botschaften enthalten. Es geht um Rassismus in den Südstaaten im
Song "Southern Man" oder im Song "Ohio" auch um den Vorfall an der
Kent State University, wo bei Studentenprotesten gegen den
Vietnamkrieg vier Menschen von der Nationalgarde erschossen worden
sind. __________ Über diese Songs vom Album "4 Way Street" sprechen
wir im Podcast (03:13) – "Suite: Judy Blue Eyes"(10:06) – "Teach
Your Children"(14:50) – "Carry On"(21:02) – "Cowgirl In The
Sand"(25:34) – "Southern Man"(34:13) – "Ohio"(39:09) – "Love The
One You're With" __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen?
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