Meilensteine - Alben, die Geschichte machten
Wir sprechen über die größten Alben der Pop- und Rockgeschichte. Jeden Montag gibt es eine neue Folge. Reinhören!
Podcaster
Episoden
02.03.2026
1 Stunde 12 Minuten
Im Februar 1986 hat die britische Band Talk Talk ihr drittes
Studioalbum "The Colour Of Spring" rausgebracht – das
erfolgreichste Album der Band. Dass "The Colour Of Spring" von Talk
Talk tatsächlich das erfolgreichste Album der Gruppe ist, scheint
schon fast kurios. Denn es fehlen mit "Such A Shame" und "It's My
Life" zwei der erfolgreichsten Singles der Band auf dem Album. Auch
wenn Talk Talk bekannt sind für ihren Synthie-Sound und ihre
kultigen 80er-Vibes, kommt die Band – und vor allem Sänger Mark
Hollis – eigentlich aus dem Punk und Post-Punk mit verzerrten
Gitarren und jeder Menge Tempo. Einen großen Einfluss auf den
jungen Mark Hollis hatte sein größerer Bruder, der als
leidenschaftlicher Plattensammler, wie Stephan Fahrig im Podcast
erklärt, seinem Bruder ganz viel unterschiedliche Musik vorgespielt
hat und damit die Musikbegeisterung des Jungen aus Tottenham weiter
befeuert hat. Die ersten eigenen musikalischen Gehversuche im
Rahmen eines Bandgeflechts sind 1979 nach nur zwei Jahren und ohne
echte Erfolge schon wieder vorbei. Aber Mark Hollis bleibt dran,
schreibt weiter Songs und gründet eine weitere Band: "Talk Talk".
Gemeinsam nimmt die Gruppe verschiedene Demos auf und schickt diese
ganz selbstbewusst an die Plattenfirma EMI – und die ist
begeistert. Auch wenn Talk Talk als Band am Anfang ihrer Karriere
mit synthesizerlastiger Musik bekannt geworden sind und damit große
Erfolge gefeiert haben, zum Beispiel mit "Such A Shame" oder "It's
My Life", war der Synthesizer doch alles andere als das
Lieblingsinstrument von Sänger Mark Hollis, erklärt Stephan Fahrig.
Darum hat die Band sich bei ihrem Album "The Colour Of Spring" von
dem Synthie-Sound weiter entfernt und das Album anders und
organischer klingen lassen – das hören wir schon beim Albumopener
"Happiness Is Easy". Die Band bringt keine poppigen Melodien, die
sofort im Ohr bleiben, sondern zieht die einen langsam in das Album
rein. Mit diesem Album steht die Band auf dem Höhepunkt ihres
Schaffens, da sind sich die SWR1 Musikredakteure einig. Talk Talk
hat mit "The Colour Of Spring" die Tür auch für andere Musiker und
Musikerinnen aufgestoßen, neue Wege zu gehen und alte Strukturen
aufzubrechen. __________ Über diese Songs vom Album "The Colour Of
Spring" sprechen wir im Podcast (17:22) – "Happiness Is
Easy"(38:37) – "I Don't Believe In You"(45:06) – "Life's What You
Make It"(50:12) – "Living In Another World"(01:00:34) – "Chameleon
Day"__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "
The Colour Of Spring " findet ihr
https://x.swr.de/s/talktalkcolourofspring __________ Ihr wollt mehr
Podcasts wie diesen? Abonniert die Meilensteine! Fragen, Kritik,
Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die
(06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an meilensteine@swr.de
Mehr
23.02.2026
1 Stunde 4 Minuten
Im März 1976 setzt die kanadische Progressive-Rock-Band Rush alles
auf eine Karte. Ihr viertes Studioalbum "2112" entsteht unter
existentiellem Druck und wird zum Wendepunkt ihrer Geschichte.
"2112" war die aller letzte Chance für Rush. Ihre beiden vorherigen
Alben Caress Of Steel und Fly By Night blieben hinter den
Erwartungen zurück und brachten die Band in finanzielle
Schwierigkeiten, auch weil ihre komplexen Progressive-Rock-Songs
kaum im Radio gespielt wurden. Eigentlich wollte ihr Label Mercury
Records sie schon fallen lassen. Rush-Manager Ray Daniels schaffte
es aber zum Glück, das Label mit einer kleinen Notlüge von einem
weiteren Versuch zu überzeugen. Daniels schwärmte von den Ideen für
"2112" , obwohl er die Musik noch gar nicht gehört hatte. Bei
"2112" vertrauten Rush ganz auf ihre Intuition und kreative
Freiheit und verweigerten sich bewusst den Vorgaben ihres Labels.
Dieser letzte Alles-oder-nichts-Versuch ging auf und wurde zum
Beweis dafür, wie weit man kommt, wenn man dem eigenen Bauchgefühl
folgt. Die A-Seite des Albums erzählt eine epische
Science-Fiction-Geschichte über den Widerstand des Einzelnen gegen
ein übermächtiges Kollektiv. Dieses Thema passt perfekt zur
Bandgeschichte, denn auch Geddy Lee, Alex Lifeson und Neil Peart
galten als drei Individualisten, die erst zusammen eine
einzigartige Einheit bildeten und sich bewusst gegen die
kommerziellen Vorgaben der Plattenindustrie stellten. Vertont wurde
die Geschichte in Form der siebenteiligen Suite "2112". Sie
entwirft eine totalitäre Zukunft, in der ein Kollektiv aus
Priestern und riesigen Computern die Macht übernommen hat. Als der
namenlose Held der Geschichte eine Gitarre entdeckt, stellt er sich
mit Musik, Kreativität und Individualität gegen das System. Der
Konflikt gipfelt schließlich in einem epischen Finale – im Stück
"Grand Final". Meilensteine-Redakteur Stephan Fahrig sieht in
"2112" den Grundstein für den typischen Rush-Sound. Das
Progressive-Rock-Album vereint viele ihrer Markenzeichen, von
schnellen Taktwechseln über klar zugeordnete musikalische Motive
bis zu komplexen, präzisen gespielten Arrangements. Gitarrist Alex
Lifeson liefert die rhythmischen Elemente des Heldenmotivs, während
die Priester durch markante Tom-Rolls im Schlagzeug gekennzeichnet
sind. Gekrönt wird das Ganze vom unverwechselbaren und
treffsicheren Gesang von Geddy Lee. __________ Über diese Songs vom
Album "2112" sprechen wir im Podcast (12:30) – "Overture"(15:13) –
"The Temples of Syrinx"(17:19) – "Discovery"(18:35) –
"Presentation"(20:10) – "Oracle: The Dream"(21:25) –
"Soliloquy"(22:00) – "Grand Final"(46:27) – "Something for
Nothing(48:08) – "A Passage to Bangkok" __________ Alle Shownotes
und weiterführenden Links zur Folge "2112" findet ihr hier:
https://1.ard.de/rush2112 __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie
diesen? Abonniert die Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen?
Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93
94 95 oder schreibt uns an meilensteine@swr.de
Mehr
16.02.2026
39 Minuten
Am Rosenmontag wird es bunt, laut und ein bisschen verrückt – und
das nicht nur in den Fastnachts- und Karnevalshochburgen, sondern
auch bei uns im Podcast. In dieser Folge der Meilensteine werfen
wir einen Blick auf die Highlights 2026. Welche Highlights erwarten
euch in den kommenden Monaten bei uns im Meilensteine-Podcast?
Welche legendären Alben nehmen wir unter die Lupe? Und was hat es
mit dem SWR Podcastfestival in Mannheim auf sich? In diesem Jahr
haben wir Großes vor! Statt einer klassischen Folge zu einem
legendären Pop- oder Rockalbum bieten wir euch heute einen
umfassenden Ausblick auf das, was 2026 bei den Meilensteinen
passiert. Unsere Hosts Frank König und Patrick Schütz verraten, auf
welche Folgen sie sich persönlich besonders freuen, und sie geben
euch exklusive Einblicke in die Pläne abseits des Podcasts. Ein
absolutes Highlight: Die Meilensteine sind auf dem SWR
Podcastfestival in Mannheim – und ihr könnt mit dabei sein. Aber
das ist nicht alles. Merkt euch den 11. April 2026 vor, denn an
diesem Tag könnt ihr die Meilensteine-Crew live erleben! Beim SWR
Podcastfestival in der alten Feuerwache in Mannheim präsentieren
Frank König, Katharina Heinius, Stephan Fahrig und Patrick Schütz
eine ganz besondere Folge. Im Mittelpunkt steht eines der wohl
einflussreichsten Alben der Musikgeschichte: "Purple Rain" von
Prince. Den Link zu den Tickets findet ihr in unseren Shownotes.
Für die Veranstaltung hat sich das Team einige Highlights
ausgedacht. Darüber hinaus seid ihr herzlich eingeladen, Fragen zu
stellen und so Teil dieser besonderen Podcastfolge zu werden. Nach
der Veranstaltung könnt ihr Frank, Katharina, Stephan und Patrick
persönlich kennenlernen und so auch einen Blick hinter die Kulissen
des Podcasts bekommen. Ein Highlight des Jahres wird der
(vermeintliche) Abschied der deutschen Punkrock-Legenden Die Toten
Hosen. Gehen Campino und Co. mit ihrer Tour "Trink aus! Wir müssen
gehen" in den wohlverdienten Ruhestand? Bevor es so weit ist,
möchten wir euch die Möglichkeit geben, das Kultalbum der Toten
Hosen für eine Meilensteine-Folge zu bestimmen. Stimmt jetzt ab und
entscheidet, welches Album wir in diesem Jahr gebührend feiern
sollen. Den Link zur Abstimmung findet ihr in den Shownotes.
__________ Über diese Songs sprechen wir im Podcast (09:11) – "The
Rock Show" von Blink182(10:14) – "Clint Eastwood" von
Gorillaz(10:57) – "Song 2" von Blur(13:35) – "Monkey's World" von
Damon Albarn(14:39) – "Purple Rain" von Prince(19:32) – "Juke Box
Hero" von Foreigner(20:59) – "Urgent" von Foreigner(22:10) – "The
Temples Of Syrinx" von Rush(22:56) – "Sledge Hammer" von Peter
Gabriel(23:41) – "Can Can" von Buena Vista Social Club(24:04) –
"Graceland" von Paul Simon(24:54) – "E-Bow The Letter" von
R.E.M.(26:07) – "Hotel California" von Eagles(29:53) –
"3-Tage-Bart" von Die Ärzte(30:57) – "Azzuro" von Die Toten
Hosen(31:21) – "Hier kommt Alex" von Die Toten Hosen(31:57) –
"Bonnie & Clyde" von Die Toten Hosen(35:00) – "Polizist" von
Extrabreit(35:40) – "Wannabe" von Spice Girls(36:15) – "Fight For
Your Right (To Party)" von The Beastie Boys(36:38) – "Dancing
Queen" von ABBA__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links
zu dieser Folge findet ihr hier:
https://x.swr.de/s/meilensteinehighlights2026 __________ Ihr wollt
mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die Meilensteine! Fragen,
Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht
an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an meilensteine@swr.de
Mehr
09.02.2026
1 Stunde 13 Minuten
Mit "Face Value" hat Phil Collins 1981, während er Teil der Band
Genesis war, sein erstes Soloalbum rausgebracht. Mit darauf ist
einer seiner größten Hits "In The Air Tonight".
Mehr
02.02.2026
1 Stunde 15 Minuten
"Murder Ballads" ist eine Mischung aus eigenen Songs, Traditionals
und Coverversionen und vollgepackt mit illustren Mordgeschichten –
düster, verstörend, aber in Teilen auch wunderschön. Und diese
düsteren Mordsongs waren auch abseits von "Murder Ballads" immer
Themen, die Nick Cave interessiert haben. Deshalb finden sich auch
auf anderen Alben von ihm Songs zu diesem Thema. Wohlwollend
aufgenommen wurde das Album auch von der australischen Version des
Rolling Stone-Magazins. Es hat die Platte auf Platz 13 der besten
australischen Alben aller Zeiten platziert. Im Fall von "Murder
Ballads" handelt es sich nicht um eine klassische Pop-Ballade, oder
eine epische Power-Ballade, wie wir es vielleicht vermuten würden,
erklärt Musikredakteurin Katharina Heinius: "Es geht hier viel mehr
um ein kurzes, erzählendes Gedicht, das auch zum Singen geeignet
ist." Damit bewegt sich Nick Cave nah an der ursprünglichen
Begrifflichkeit der "Ballade" und nicht an dem, wie wir im 21.
Jahrhundert den Begriff alltagstypisch nutzen würden. "Die
Tradition der Ballade stammt schon aus dem Mittelalter", erläutert
Heinius im Podcast. Und auch wenn Nick Cave sich hier ganz dem
Thema Tod und Mord widmet, so beweist er auch immer wieder viel
Humor in seinen Texten und auch auf der Bühne, erklärt Podcast-Gast
Stefan Pitterling. Was das Erzählen dieser "Murder Ballads" noch
eindrucksvoller macht, ist, dass neben der Musik, in der
Komposition Sounddesignelemente genutzt werden, um die Morde noch
dramatischer zu gestalten und den Hörer noch tiefer reinzuziehen.
In diesem Fall ist Nick Cave nicht mehr nur Musiker, sondern ein
musikalischer Regisseur, der den Film im Kopf des Hörers entstehen
lässt, erklärt Katharina Heinius. Als Nick Cave And The Bad Seeds
"Murder Ballads" veröffentlicht haben, waren gerade Genres wie der
späte Grunge oder Eurodance angesagt. Und für Podcast-Gast Stefan
Pitterling macht diese Platte aus, dass sie eben keinem Trend
folgt, was das Album total zeitlos macht, sagt er: "Es ist ein
wunderbares Konzeptalbum zu einem Thema, das viele Leute fasziniert
[...] und es zeigt vor allem, dass ein Künstler, der sich wirklich
traut, etwas zu machen, was andere nicht machen, damit auch super
erfolgreich sein kann." __________ Über diese Songs vom Album
"Murder Ballads" sprechen wir im Podcast • (17:38) – "Song Of Joy"
• (33:58) – "Where The Wild Roses Grow" • (48:08) – "Stagger Lee" •
(57:53) – "Henry Lee" • (01:09:05) – "Death Is Not The End"
__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge
"Murder Ballads" findet ihr hier:
https://1.ard.de/nick-cave-murder-ballads __________ Ihr wollt mehr
Podcasts wie diesen? Abonniert die Meilensteine! Fragen, Kritik,
Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die
(06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an meilensteine@swr.de
Mehr
Über diesen Podcast
Jede Woche stellt die SWR1 Musikredaktion ein Meisterwerk der Rock-
und Popmusik vor. Queen, Ed Sheeran, Adele, die Rolling Stones, die
Beatles, Tina Turner, Bob Dylan uvm. – sie alle haben mit ihren
Pop- und Rock-Alben Musikgeschichte geschrieben und längst den
Status „Legenden“ erreicht. Wir holen sie wieder hervor, die
größten Alben aller Zeiten. Die Platten, mit denen sich Künstler
wie Creedance Clearwater Revival, die Eagles oder Fleetwood Mac
unsterblich gemacht haben. Jeden Montag gibt es eine neue Folge.
Dabei schaut das Team der SWR1 Musikredaktion hinter die Kulissen.
Was war los in der Zeit, als dieser Meilenstein der Musikgeschichte
veröffentlicht wurde – bei den Musikern und in der Welt. Was macht
gerade dieses Album so besonders? Was sind die Hintergründe und wie
sind sie produziert worden, die Platten, die uns immer wieder über
den Weg laufen? Welche jungen Künstler haben sie beeinflusst und
von wem wurden sie selbst beeinflusst? Bei uns gibt’s die
Geschichten hinter den Alben, die Geschichte machten. Haben Sie
Anregungen für die nächste Folge, Fragen oder Kritik? Sie erreichen
die Redaktion per E-Mail unter meilensteine@swr.de.
Kommentare (1)