MDR KULTUR trifft Tupoka Ogette

MDR KULTUR trifft Tupoka Ogette

vor 1 Monat
„Trotzdem zuhause. Memoir“ heißt das jüngste Buch von Tupoka Ogette, erschienen im Penguin Verlag. Ein sehr persönliches Buch, daß von Suche nach Zugehörigkeit und Leben im Widerspruch erzählt.
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Beschreibung

vor 1 Monat
Tupoka Ogette erzählt vom Aufwachsen in der DDR als Schwarze
Tochter einer Regimekritikerin, die 1988 mit der Tochter nach
West-Berlin übersiedelte, vom tansanischen Vater, der die DDR zuvor
verlassen mußte und in seine Heimat zurückkehrte, von der Suche
nach Zugehörigkeit, von einem Leben im Widerspruch, von Flucht,
Verlust, Sexismus und Gewalt, aber auch von Liebe, Mutterschaft und
Selbstermächtigung. „Meinen Zweitnamen Sibylle habe ich so oft es
ging verheimlicht. Ich habe der Geschichte und den damit
einhergehenden Zuschreibungen und Projektionen, die andere über
mich und meinen Namen hatten, mehr Glauben geschenkt als mir
selbst. Diese Zeit ist vorbei.“, schreibt Tupoka Ogette in
„Trotzdem zuhause“ und fährt fort, „Tupoka heißt auf Deutsch „Die
das Glück ins Haus bringt“. Die Sibyllen sind mythologische
Gestalten aus der antiken griechischen und römischen Tradition, die
als Prophetinnen oder Seherinnen galten. … Ich bin die Tochter von
Camilla aus Gera und Ambonesigwe aus Sange. Ich bin Tupoka Sibylle.
Ich bin ein Brückenmensch. Das ist doch was“.
Tupoka Ogette wurde 1980 in Leipzig als Tochter eines tansanischen
Studenten der Landwirtschaft und einer deutschen
Mathematikstudentin geboren. In West-Berlin lebte Tupoka Ogette bis
zum Abitur. An der Universität Leipzig studierte sie Afrikanistik
mit Schwerpunkt Politik und Wirtschaft Afrikas, sowie Deutsch als
Fremdsprache und absolvierte 2007 bis 2009 einen Master in
International Business an der Graduate School of Grenoble. Von 2008
bis 2012 arbeitete Tupoka Ogette als Lektorin des Deutschen
Akademischen Austauschdienstes an der Université Stendhal in
Grenoble. Seit 2012 ist Tupoka Ogette bundesweit als Beraterin und
Trainerin im Bereich Rassismuskritik tätig, leitet in Deutschland,
Österreich und in der Schweiz Workshops und Fortbildungen, berät
Teams und Organisationen. 2017 erschienen ihr Handbuch „exit
RACISM“. Rassismuskritisch denken lernen.“ In ihrem podcast
„TUPODCAST“ spricht sie mit Schwarzen Frauen über ihr Leben, Wirken
und Sein in Deutschland. Zudem gründete sie mit ihrem Team die
digitale Akademie „Tupokademie. Die Community“, ein Angebot für
Menschen, die rassimuskritisch denken und leben lernen
möchten.
Tupoka Ogette lebt mit ihrem Mann, dem Künstler und Bildhauer
Stephen Lawson, und ihren Kindern in Berlin. Im Penguin-Verlag
erschienen zudem die Bücher „Und jetzt du. Rassismuskritisch leben“
und „Tag für Tag aktiv gegen Rassismus“.

Moderation Julia Hemmerling
Redaktion: Angelika Zapf
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