Der herzliche Schulleiter und Landtagsabgeordnete - John Zimmermann

Der herzliche Schulleiter und Landtagsabgeordnete - John Zimmermann

vor 1 Tag
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Beschreibung

vor 1 Tag

Manche Menschen hinterlassen Spuren, lange bevor sie ein Amt
bekleiden oder Verantwortung übernehmen. Sie tun dies durch ihre
Art, anderen zu begegnen. Durch ihre Menschlichkeit. Durch ihre
Haltung. Einer dieser Menschen ist John Zimmermann.


Wer ihm begegnet, spürt rasch seine Offenheit, seine Herzlichkeit
und seine aufrichtige Wertschätzung für andere Menschen. Er hört
zu, interessiert sich für sein Gegenüber und begegnet Menschen
unabhängig von Herkunft, Alter oder Lebensweg mit Respekt.
Vielleicht ist es genau diese besondere Mischung aus
Weltoffenheit, Lebenserfahrung und Menschlichkeit, die ihn zu
einer der bemerkenswertesten Persönlichkeiten Liechtensteins
macht.


Die Lebensgeschichte von John Zimmermann liest sich beinahe wie
ein Roman.


Geboren wurde er im Mai 1961 in Kabul, der Hauptstadt
Afghanistans. Damals war das Land noch ein Königreich, geprägt
von kultureller Vielfalt, beeindruckenden Landschaften und einer
weltoffenen Atmosphäre. Bereits wenige Monate nach seiner Geburt
führte ihn sein Lebensweg nach Europa.


Deutschland, die Schweiz und später Liechtenstein wurden zu
Stationen eines Lebens, das von Bewegung, Begegnungen und neuen
Erfahrungen geprägt war. Kein Wunder bezeichnet sich John
Zimmermann bis heute nicht in erster Linie über eine
Nationalität. Er versteht sich als Europäer, als Weltbürger.


Seine familiären Wurzeln reichen nach Afghanistan, Deutschland
und in die Schweiz. Sein Großvater gehörte nach dem Zweiten
Weltkrieg zu den Mitgründern der CDU in Deutschland und war
Mitglied des ersten Deutschen Bundestages. Sein Vater war hoher
Beamter im afghanischen Innenministerium und setzte sich Zeit
seines Lebens für demokratische Werte ein.


Die politischen Umbrüche in Afghanistan und die sowjetische
Invasion veränderten das Leben der Familie grundlegend. Sein
Vater musste fliehen und lebte später im Exil in Kanada. Die
Erfahrungen von Trennung, Verlust und Unsicherheit prägten John
Zimmermann nachhaltig. Sie machten ihn sensibel für die
Bedürfnisse anderer Menschen und stärkten seine Überzeugung, dass
Demokratie, Menschlichkeit und Zusammenhalt keine
Selbstverständlichkeiten sind.


Seine eigentliche Berufung fand John Zimmermann im Bildungswesen.


Nach seiner Ausbildung zum Lehrer begann eine beeindruckende
pädagogische Laufbahn, die ihn an zahlreiche Schulen und in
verschiedene Kantone der Schweiz führte. Ob Uznach, das
Toggenburg, Graubünden, Wollerau oder Landquart – jede Station
brachte neue Erfahrungen und neue Begegnungen.


Vor über 25 Jahren führte ihn sein Weg schließlich nach
Liechtenstein. Hier wirkte er zunächst als Lehrer, später als
Schulleiter und wurde zu einer prägenden Persönlichkeit der
Bildungslandschaft.


Besonders am Herzen liegt ihm die Arbeit mit Jugendlichen. Für
ihn besteht guter Unterricht nicht in modernen Geräten, Apps oder
Methoden allein. Der Schlüssel liegt in der Beziehung zwischen
Lehrperson und Schülern.


Seine pädagogische Grundhaltung lässt sich in wenigen Worten
zusammenfassen: zuhören, verstehen, begleiten und ermutigen.


Mit großer Überzeugung betont er, dass Bildung immer
Beziehungsarbeit ist. Wer junge Menschen ernst nimmt, ihnen
Vertrauen schenkt und sie auf ihrem Weg unterstützt, kann viel
bewirken. Diese Haltung hat Generationen von Schülerinnen und
Schülern geprägt.


Der Wunsch, Schulen aktiv mitzugestalten, führte ihn schließlich
zum Studium des Schulmanagements an der Universität
Kaiserslautern. Nach erfolgreichem Abschluss übernahm er
verschiedene Führungsaufgaben, bevor er Schulleiter der
Oberschule Eschen wurde.


Dort wirkte er über viele Jahre mit großer Leidenschaft und
außergewöhnlichem Engagement.


Kollegen, Eltern und Schüler schätzen an ihm nicht nur seine
Fachkompetenz, sondern vor allem seine menschliche Art. Er führt
nicht über Hierarchien, sondern über Vertrauen. Nicht über
Distanz, sondern durch Nähe und Wertschätzung.


Auch kurz vor seiner Pensionierung ist seine Begeisterung für
Bildung ungebrochen.


















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