Beschreibung
vor 1 Tag
In dieser Folge trifft Markus erneut Frank Boon – eine der
prägenden Figuren der belgischen Lambic- und Gueuze-Welt. Die
beiden sprechen im Rahmen des HBCon in Alsfeld – ausgerechnet in
einem Weinkeller – über die Nähe von Wein und Lambic und warum eine
gute Gueuze aromatisch eher beim Riesling als beim Pils zuhause
ist. Frank nimmt uns mit in die Welt der Holzfässer: von kleinen
„Brüsseler Tonnen“ bis zu riesigen Lagerfässern, die einst in
Brauereien standen, später in französischen Weingütern landeten –
und heute wieder in Belgien Lambic reifen lassen. Er erklärt, warum
große Fässer die Säure „besser erziehen“, weshalb alte Fässer für
Brettanomyces-Kulturen so entscheidend sind und warum neue Fässer
oft erst nach vielen Jahren wirklich „Lambic“ schmecken. Nebenbei
wird klar: Fasspflege ist nicht nur Technik, sondern Handwerk – und
Boon hat sich das über Jahrzehnte selbst aufgebaut, vom Reparieren
kleiner Fässer bis zur Arbeit mit meterlangen Dauben. Dann geht es
um die belgische Bierkultur als Weltkulturerbe und die „Belgian
Beer World“ in der Brüsseler Börse: Frank erzählt, wie schwierig es
war, ein Museum zu gestalten, das sowohl Touristen ohne Bierwissen
als auch Beer-Nerds abholt – und warum das Konzept bewusst „in
Schichten“ funktioniert, inklusive Hefetheater und Rooftop-Bar über
den Dächern Brüssels. Zum Schluss wird’s historisch: Für Frank
liegt der Kern der belgischen Bierkultur nicht in einem einzelnen
Stil, sondern in den Städten – jede mit ihrem eigenen Bier. Und er
erklärt, wie Lagerbier, Konsolidierung und Qualitätsprobleme in den
60ern viele Traditionen fast verschwinden ließen – und warum am
Ende alles an einem Punkt hängt: Qualität. Ohne Qualität bleibt nur
Geschichte.
prägenden Figuren der belgischen Lambic- und Gueuze-Welt. Die
beiden sprechen im Rahmen des HBCon in Alsfeld – ausgerechnet in
einem Weinkeller – über die Nähe von Wein und Lambic und warum eine
gute Gueuze aromatisch eher beim Riesling als beim Pils zuhause
ist. Frank nimmt uns mit in die Welt der Holzfässer: von kleinen
„Brüsseler Tonnen“ bis zu riesigen Lagerfässern, die einst in
Brauereien standen, später in französischen Weingütern landeten –
und heute wieder in Belgien Lambic reifen lassen. Er erklärt, warum
große Fässer die Säure „besser erziehen“, weshalb alte Fässer für
Brettanomyces-Kulturen so entscheidend sind und warum neue Fässer
oft erst nach vielen Jahren wirklich „Lambic“ schmecken. Nebenbei
wird klar: Fasspflege ist nicht nur Technik, sondern Handwerk – und
Boon hat sich das über Jahrzehnte selbst aufgebaut, vom Reparieren
kleiner Fässer bis zur Arbeit mit meterlangen Dauben. Dann geht es
um die belgische Bierkultur als Weltkulturerbe und die „Belgian
Beer World“ in der Brüsseler Börse: Frank erzählt, wie schwierig es
war, ein Museum zu gestalten, das sowohl Touristen ohne Bierwissen
als auch Beer-Nerds abholt – und warum das Konzept bewusst „in
Schichten“ funktioniert, inklusive Hefetheater und Rooftop-Bar über
den Dächern Brüssels. Zum Schluss wird’s historisch: Für Frank
liegt der Kern der belgischen Bierkultur nicht in einem einzelnen
Stil, sondern in den Städten – jede mit ihrem eigenen Bier. Und er
erklärt, wie Lagerbier, Konsolidierung und Qualitätsprobleme in den
60ern viele Traditionen fast verschwinden ließen – und warum am
Ende alles an einem Punkt hängt: Qualität. Ohne Qualität bleibt nur
Geschichte.
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