Beschreibung
vor 1 Woche
„Jedermann weiß, dass mit der Kultur auch die Macht verbunden ist“,
hat der Historiker Leopold von Ranke gesagt. Auf jeden Fall wissen
das offenbar diejenigen, die dabei oder darauf aus sind, sich
kultureller Einrichtungen zu bemächtigen: In den USA baut Präsident
Donald Trump Museen und das Kennedy-Center in seinem Sinne um. In
Frankreich kauft der rechtsgerichtete Milliardär Vincent Bolloré
den Sender Canal Plus, die wichtigste Finanzquelle des
französischen Kinos, und schickt Filmschaffenden, die sich kritisch
geäußert haben, die Kündigung. In Polen hat die Regierungszeit der
nationalkonservativen PiS-Partei tiefe kulturelle Spuren
hinterlassen. Und in Sachsen-Anhalt fürchtet die „Stiftung Bauhaus
Dessau“ um ihre Existenz, falls die nächste Landesregierung von der
AfD angeführt wird. Die Kultur scheint ein beliebtes Einfallstor zu
sein für alle, die Macht und Einfluss ausbauen oder zementieren
wollen, im Moment vor allem von ganz rechts. Warum ist das so? Weil
Kultur der Förderung bedarf und deshalb besonders anfällig ist? Und
weil sich mit Kultur am leichtesten das Denken und Fühlen sehr
vieler Menschen erreichen und beeinflussen lässt? Kultur ist für
alle. Und Kultur gehört allen. Welche Folgen hat es also, wenn
einzelne Menschen oder Parteien Kultur vereinnahmen, wenn sie
Kultur als Plattform für sich selbst nutzen, wenn sie
Kulturschaffende und ihr Wirken unterdrücken? Und wie schwierig ist
es, die bedrohte oder zerstörte Vielfalt einer Kulturlandschaft zu
retten oder wiederherzustellen? Darüber spricht Moderator Oliver
Glaap mit Hélène Miard-Delacroix, Politikwissenschaftlerin an der
Sorbonne Université in Paris, mit Barbara Steiner,
Kunsthistorikerin und Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, mit
Axel Brüggemann, Journalist, Publizist und Host des Podcasts „Klang
der Macht“, und mit dem langjährigen ARD-Korrespondenten in Polen,
Martin Adam. Podcast-Tipp: Klang der Macht In dem sechsteiligen
Podcast „Klang der Macht - Dresdens Freiheitskampf & Putins
Kulturagenda“ zeichnen Axel Brüggemann und Jeanny Wasielewski ein
erschreckend aktuelles Bild von Putins Verflechtung von Macht und
Kultur - von seiner KGB-Vergangenheit in Dresden über die Panama
Papers bis zum Ukraine-Krieg.
https://www.ardsounds.de/sendung/klang-der-macht/urn:ard:show:db6549a6df1be026/
hat der Historiker Leopold von Ranke gesagt. Auf jeden Fall wissen
das offenbar diejenigen, die dabei oder darauf aus sind, sich
kultureller Einrichtungen zu bemächtigen: In den USA baut Präsident
Donald Trump Museen und das Kennedy-Center in seinem Sinne um. In
Frankreich kauft der rechtsgerichtete Milliardär Vincent Bolloré
den Sender Canal Plus, die wichtigste Finanzquelle des
französischen Kinos, und schickt Filmschaffenden, die sich kritisch
geäußert haben, die Kündigung. In Polen hat die Regierungszeit der
nationalkonservativen PiS-Partei tiefe kulturelle Spuren
hinterlassen. Und in Sachsen-Anhalt fürchtet die „Stiftung Bauhaus
Dessau“ um ihre Existenz, falls die nächste Landesregierung von der
AfD angeführt wird. Die Kultur scheint ein beliebtes Einfallstor zu
sein für alle, die Macht und Einfluss ausbauen oder zementieren
wollen, im Moment vor allem von ganz rechts. Warum ist das so? Weil
Kultur der Förderung bedarf und deshalb besonders anfällig ist? Und
weil sich mit Kultur am leichtesten das Denken und Fühlen sehr
vieler Menschen erreichen und beeinflussen lässt? Kultur ist für
alle. Und Kultur gehört allen. Welche Folgen hat es also, wenn
einzelne Menschen oder Parteien Kultur vereinnahmen, wenn sie
Kultur als Plattform für sich selbst nutzen, wenn sie
Kulturschaffende und ihr Wirken unterdrücken? Und wie schwierig ist
es, die bedrohte oder zerstörte Vielfalt einer Kulturlandschaft zu
retten oder wiederherzustellen? Darüber spricht Moderator Oliver
Glaap mit Hélène Miard-Delacroix, Politikwissenschaftlerin an der
Sorbonne Université in Paris, mit Barbara Steiner,
Kunsthistorikerin und Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, mit
Axel Brüggemann, Journalist, Publizist und Host des Podcasts „Klang
der Macht“, und mit dem langjährigen ARD-Korrespondenten in Polen,
Martin Adam. Podcast-Tipp: Klang der Macht In dem sechsteiligen
Podcast „Klang der Macht - Dresdens Freiheitskampf & Putins
Kulturagenda“ zeichnen Axel Brüggemann und Jeanny Wasielewski ein
erschreckend aktuelles Bild von Putins Verflechtung von Macht und
Kultur - von seiner KGB-Vergangenheit in Dresden über die Panama
Papers bis zum Ukraine-Krieg.
https://www.ardsounds.de/sendung/klang-der-macht/urn:ard:show:db6549a6df1be026/
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