Warum Vergewaltigungen häufig nach fünf Jahren verjährt sind (Update)

Warum Vergewaltigungen häufig nach fünf Jahren verjährt sind (Update)

vor 1 Woche
Die Schriftstellerin Claudia Wuttke soll einem Medienbericht zufolge betäubt und mehrfach vergewaltigt worden sein. Was sagt das Strafrecht dazu? Und: der US-Außenminister beim NATO-Treffen
11 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Woche
Die Schriftstellerin und Literaturagentin Claudia Wuttke soll nach
einem Bericht des »Spiegel« über Jahre hinweg von ihrem Ehemann
ohne ihr Wissen betäubt und vergewaltigt worden sein, auch
Videoaufnahmen sollen die Taten dokumentieren. Die Polizei in
Lüneburg habe ihr 67 dieser Aufnahmen aus einem Zeitraum von 16
Jahren gezeigt, 65 davon gelten inzwischen als verjährt. Grund
dafür ist eine Regel im deutschen Strafrecht. Vergewaltigung fällt
unter Paragraf 177 und verjährt in der Regel nach fünf Jahren, weil
die Höchststrafe dort bei fünf Jahren Freiheitsentzug liegt. Im
aktuellen Fall prüft die Staatsanwaltschaft nun erneut die
Ermittlungen, nachdem Wuttke Beschwerde gegen deren Einstellungen
eingelegt hat. Warum das geltende Recht hier so greift und welche
politischen Folgen der Fall haben könnte, erklärt im Podcast Livia
Sarai Lergenmüller, Redakteurin im Familienressort der ZEIT. 
Beim Nato-Außenministertreffen im schwedischen Helsingborg hat
US-Außenminister Marco Rubio Spekulationen zurückgewiesen, wonach
die US-Regierung die Stationierung von US-Truppen als Druckmittel
gegenüber Nato-Verbündeten in Europa einsetze. Die Verlagerung von
Truppen sei »keine Bestrafung, sondern einfach ein fortlaufender
Prozess«, sagte Rubio. Anfang Mai kündigte das
US-Verteidigungsministerium den Abzug von 5.000 Soldaten aus
Deutschland an, zuvor hatte US-Präsident Donald Trump mehrere
Nato-Verbündete kritisiert. Am Donnerstag kündigte er an, 5.000
zusätzliche Soldaten nach Polen zu entsenden. Peter Dausend,
Redakteur in der Hauptstadtredaktion der ZEIT, ordnet im Podcast
ein, welche Signale von dem Treffen in Helsingborg ausgehen und wie
Rubios Aussagen bei den europäischen Partnern aufgenommen
werden.  Außerdem im Update:  Ein Video des israelischen
Sicherheitsministers Itamar Ben-Gvir sorgt international für
Kritik. Darin sind gefesselte und kniende Aktivistinnen und
Aktivisten einer Gaza-Hilfsflotte in der Hafenstadt Aschdod zu
sehen, während Ben-Gvir sie verspottet und »Willkommen in Israel,
wir sind hier die Hausherren« ruft. Außenminister Johann Wadephul
bezeichnete das Verhalten als »vollkommen inakzeptabel«, auch
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni äußerte scharfe
Kritik.  In Deutschland sind 2025 nur noch 206.600 Wohnungen
fertiggestellt worden – so wenig wie zuletzt 2012. Damit sinkt die
Zahl im zweiten Jahr in Folge deutlich und erreicht einen neuen
Tiefstand. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) sprach von
»schlechten Zahlen«, Hoffnung mache jedoch der deutliche Anstieg
der Baugenehmigungen.   Und sonst so? Der Maulwurf als
heimlicher Gartenheld   Moderation und Produktion: Elise
Landschek Redaktion: Helena Schmidt Mitarbeit: Konstantin
Hadži-Vuković, Imre Balzer Fragen, Kritik, Anregungen? Sie
erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.  Weitere Links zur
Folge:  Sexueller Missbrauch: Sie betäubten Frauen und nannten
sie »tote Schweine« Nato: Trump ist laut Rubio »sehr enttäuscht«
von Bündnispartnern Nato-Treffen in Schweden: US-Truppenverlegungen
laut Marco Rubio »keine Bestrafung« Israel: Wadephul nennt Umgang
von Ben-Gvir mit Aktivisten »unsäglich« Wohnungsbau in Deutschland:
Zahl fertiggestellter Wohnungen fällt auf niedrigsten Wert seit
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