In dubio pro natura: Rechtsmethodologie neu gedacht

In dubio pro natura: Rechtsmethodologie neu gedacht

vor 23 Stunden
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Podcast
Podcaster
Der Strafrechts-Podcast der Universität Zürich

Beschreibung

vor 23 Stunden

Trotz wachsender Regulierung verschärfen sich Klimawandel,
Biodiversitätsverlust und Umweltverschmutzung weiter. Nils
Schaks, Professor für öffentliches Recht mit Schwerpunkt Life
Science-Recht beschreibt die aktuelle Lage als «Hamsterrad», mit
viel Aktivität, aber wenig strukturellem Fortschritt. Hier setzt
sein Ansatz “Law and Nature” an. Statt auf den Erlass neuer
Gesetze zu warten, schlägt er eine methodologische
Weiterentwicklung vor: Bestehendes Recht neu zu lesen, etwa durch
eine stärkere ökologische Auslegung. Mit einem Prinzip «in dubio
pro natura» wäre bei mehreren möglichen Interpretationen jene zu
bevorzugen, die Umwelt- und Klimabelange stärker schützt.


Auch die zeitliche Dimension nimmt Nils Schaks in den Blick.
Während finanzpolitische Instrumente wie die Schuldenbremse
explizit künftige Generationen schützen, fehlt ein vergleichbarer
Mechanismus für ökologische «Schulden». Dabei betreffen Umwelt-
und Klimaentscheidungen nicht nur die ferne Zukunft, sondern
bereits heutige Generationen.
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