"Rosalie Prudent" (Guy de Maupassant)

"Rosalie Prudent" (Guy de Maupassant)

vor 6 Tagen
Eine Erzählung aus dem Jahr 1886
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Hochwertige Literatur, vorgelesen von professionellen Sprecherinnen und Sprechern

Beschreibung

vor 6 Tagen

Doppelmord! Infantizide! – In der Literatur wird seit den späten
50er-Jahren des 19. Jahrhunderts von allem erzählt, was den
Menschen bewegt. Und es ist ihr gestattet, dies bis zu einer
gewissen ethischen Grenze so subjektiv wie irgend möglich zu tun.
Doch was wir in „Rosalie Prudent“ zu lesen und zu hören bekommen,
ist schier ungeheuerlich, es ist grauenhaft. Eine emotional
umwerfende Geschichte hat Guy de Maupassant hier geschrieben. Und
radikal-subjektiver geht es gar nicht als in dem erzählten
Bericht der Frau mit dem titelgebenden Namen, die sich vor
Gericht verantworten muss für den Horror, den sie anrichtete. Sie
ist die erzählte Erzählerin. Und sie ist nun einmal wie sie ist.
Recht eigen.


Man sagt ja schon mal so dahin, dass Geburt und Tod manchmal nah
beieinanderliegen – so nah beieinander wie in dieser Geschichte
liegen der Anfang und das Ende dann aber doch nur sehr, sehr
selten. Und das dann noch in doppelter Ausführung ... Es ist
äußerst extrem, was hier erzählt wird, und unsere Vorleserin
Annette Hoppe führt uns sachte heran an das Geschehene, an den
Schmerz; doch zugleich hält sie uns klugerweise schließlich ein
wenig auf Distanz. Ganz wie der Autor im letzten, dann doch auch
buchstäblich komischen Dialog. Guy de Maupassant schrieb „Rosalie
Prudent“ im Jahr 1886.
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