Kind im Inferno der letzten Kriegstage | Was für ein Leben - Folge 13

Kind im Inferno der letzten Kriegstage | Was für ein Leben - Folge 13

vor 3 Wochen
Die Geschichte von Arnold Mosshammer
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Beschreibung

vor 3 Wochen
Eine Biografie zwischen Kriegserfahrung, Erinnerung und zivilem
Engagement Manche Erinnerungen lassen einen ein Leben lang nicht
los. Die von Arnold Mosshammer gehören dazu. Ende April 1945 wird
das kleine brandenburgische Dorf Halbe zum Schauplatz einer der
letzten großen Schlachten des Zweiten Weltkriegs. In der
sogenannten Kesselschlacht geraten Zehntausende Soldaten,
Flüchtlinge und Zivilisten zwischen die Fronten von Wehrmacht und
Roter Armee. Innerhalb weniger Tage sterben vermutlich bis zu
60.000 Menschen. Arnold Mosshammer ist zu diesem Zeitpunkt zwölf
Jahre alt. Gemeinsam mit seiner Mutter und Großmutter verbringt er
vier Tage in einem Keller, während über ihnen Granaten einschlagen
und Maschinengewehre rattern. Als sie schließlich ins Freie treten,
sehen sie eine zerstörte Landschaft – und unzählige Tote. In den
Wochen danach helfen die Überlebenden, die Opfer zu begraben.
Entlang von Straßen, in Gärten und auf Feldern entstehen
Massengräber. Für den jungen Mosshammer wird diese Erfahrung
prägend. Heute liegen auf dem Soldatenfriedhof Halbe mehr als
26.000 Kriegstote. Viele von ihnen sind bis heute namenlos. Arnold
Mosshammer lebt inzwischen wieder in Halbe. Die Erlebnisse seiner
Kindheit haben ihn zu einem entschiedenen Gegner von
Rechtsextremismus gemacht. Seit Jahren engagiert er sich in einem
lokalen Aktionsbündnis und stellt sich gegen Neonazi-Aufmärsche –
ausgerechnet an dem Ort, der so eng mit seiner eigenen Geschichte
verbunden ist. In dieser Folge spricht Matti Geyer mit Arnold
Mosshammer über das Erlebte, über Erinnerung und Verantwortung –
und darüber, warum es wichtig ist, Haltung zu zeigen.
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