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  3. Was für ein Leben - Außergewöhnliche Biografien Podcast

Episoden

33 Minuten
Herr Reff gehört zu den bekanntesten Lehrern Deutschlands. Millionen Menschen kennen ihn aus Social Media, wo er mit Humor, Haltung und klaren Botschaften für Bildung, Respekt und Zusammenhalt wirbt. Doch seine eigene Geschichte beginnt weit entfernt von Likes und Reichweite. Er wächst in Armut auf. Seine Familie ist von Krieg, Flucht und schweren Verlusten geprägt. Zu Hause bestimmen Depressionen den Alltag, in der Schule erlebt er Ausgrenzung und Verletzungen. Trotzdem kämpft er sich zum Abitur, studiert und wird Lehrer. Heute unterrichtet er an einer Berliner Sekundarschule in einem sozialen Brennpunkt. Dort erlebt er täglich die Herausforderungen des Bildungssystems: Armut, Gewalt, Mobbing, Perspektivlosigkeit – aber auch Mut, Talent und Hoffnung. Mit Projekten wie dem „Frosch“, einem Notfall-Portemonnaie für hungrige Schülerinnen und Schüler, versucht er ganz konkret zu helfen. Im Gespräch erzählt Herr Reff von seiner Kindheit, seinem Weg ins Lehramt, seiner Leidenschaft für Bodybuilding, dem Leben an einer Berliner Brennpunktschule und davon, warum Zuhören für ihn die wichtigste Form von Stärke ist.
31 Minuten
Nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 wird Burkhart Veigel zu einem der erfolgreichsten Fluchthelfer Deutschlands. Als Medizinstudent entwickelt er spektakuläre Fluchtmethoden, gräbt Tunnel, baut Autos zu Fluchtfahrzeugen um und organisiert geheime Grenzübertritte. Mehr als 950 Menschen verhilft er zur Flucht aus der DDR. Im Gespräch mit Matti Geyer erzählt Burkhart Veigel von den dramatischen Jahren des Kalten Krieges, von mutigen Fluchtversuchen, den Methoden der Stasi und den Risiken, die er selbst auf sich nahm. Wie funktionierte die berühmte „Doppelgänger-Tour“? Warum scheiterten die Entführungsversuche der Stasi? Und was treibt einen jungen Studenten dazu, sein eigenes Leben für die Freiheit anderer zu riskieren? Darum geht es in dieser Folge von Was für ein Leben.
35 Minuten
1971 wird in Kreuzberg ein leerstehendes Gebäude besetzt. Aus dem ehemaligen Schwesternwohnheim des Bethanien-Krankenhauses entsteht das Georg-von-Rauch-Haus – eines der bekanntesten Hausprojekte Deutschlands. Marina Müller war damals 16 Jahre alt und von Anfang an dabei. Im Gespräch mit Matti Geyer erzählt sie von Wohnungsnot, Protestkultur, politischen Idealen und dem Alltag im besetzten Haus. Wie kam es zur Besetzung? Wer waren die Menschen dahinter? Und warum wird über das Rauch-Haus bis heute diskutiert? Darum geht es in dieser Folge von Was für ein Leben.
42 Minuten
Kaum ein Politiker hat Berlin so lange geprägt wie Eberhard Diepgen. Fast 17 Jahre lang war der CDU-Politiker Regierender Bürgermeister – zunächst im geteilten West-Berlin, später als erster Regierungschef des wiedervereinigten Berlin. Seine Amtszeit umfasste einige der entscheidendsten Jahre der jüngeren Stadtgeschichte. Geboren 1941 in Berlin, wächst Diepgen in den Trümmern des Zweiten Weltkriegs auf. Schon früh engagiert er sich in der CDU, studiert Jura und wird 1984 erstmals Regierender Bürgermeister. Er erlebt die letzten Jahre der Frontstadt im Kalten Krieg, die 750-Jahr-Feier Berlins, den Anschlag auf die Diskothek La Belle und den politischen Alltag einer eingeschlossenen Stadt. Nach Mauerfall und Wiedervereinigung kehrt Diepgen 1991 ins Rote Rathaus zurück. Als erster Regierender Bürgermeister des vereinten Berlin steht er vor der Aufgabe, zwei Städte zusammenzuführen und aus Berlin wieder die Hauptstadt Deutschlands zu machen. Es sind Jahre des Aufbruchs, aber auch der schwierigen Entscheidungen, geprägt von milliardenschweren Bauprojekten, wirtschaftlichem Strukturwandel und politischen Kontroversen. In dieser Folge spricht Matti Geyer mit Eberhard Diepgen über seine Kindheit im Nachkriegs-Berlin, seinen Weg in die Politik, das Leben in der geteilten Stadt, die Herausforderungen der Wiedervereinigung und die Ereignisse, die Berlin bis heute prägen. Ein persönliches Gespräch mit einem Zeitzeugen, der die Geschichte der Hauptstadt über Jahrzehnte an entscheidender Stelle mitgestaltet hat.
39 Minuten
Eine Kindheit zwischen Ghetto, Todeslager und Flucht – und die Geschichte einer Frau, die niemals aufgehört hat zu erinnern Manche Erinnerungen begleiten einen ein Leben lang. Assia Gorban trägt sie seit mehr als acht Jahrzehnten mit sich. 1933 wird sie als Assia Klurfeld in Mohyliw-Podilskyj in der heutigen Ukraine geboren. Als die deutsche Wehrmacht 1941 die Sowjetunion überfällt, ist sie sieben Jahre alt. Wenig später wird ihre Familie in ein Ghetto gezwungen und anschließend in das rumänisch verwaltete Todeslager Petschora deportiert. Hunger, Gewalt und der tägliche Tod bestimmen fortan ihren Alltag. Doch ihre Mutter weigert sich, das Schicksal ihrer Kinder zu akzeptieren. Mehrfach versucht sie, mit Assia aus dem Lager zu fliehen. Erst nach dramatischen Rückschlägen gelingt ihnen die Flucht – eine Entscheidung, die Assia das Leben rettet. Ihr Großvater wird ermordet, viele Angehörige überleben den Holocaust nicht. Nach dem Krieg baut Assia Gorban sich ein neues Leben auf. Heute lebt sie in Berlin und erzählt als Zeitzeugin ihre Geschichte, damit das Erlebte nicht in Vergessenheit gerät. Ihr Bericht gehört zu den eindrucksvollsten persönlichen Zeugnissen über den Holocaust in der Ukraine und das Lager Petschora. In dieser Folge spricht Matti Geyer mit Assia Gorban über ihre Kindheit im Holocaust, den Mut ihrer Mutter, den Verlust ihrer Familie und darüber, warum Erinnern für sie bis heute eine Aufgabe ist.
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Über diesen Podcast

Wir kennen das alle: Wenn wir jung sind, hören wir oft nur halb zu, wenn Mama, Papa, Oma oder Opa anfangen zu erzählen. Und irgendwann merken wir, dass wir vieles nie richtig gefragt haben. Dass Geschichten verloren gehen. Mit "Was für ein Leben" holen wir genau diese Geschichten zurück – die, bei denen man irgendwann nur noch denkt: Wie bitte? Das ist wirklich passiert? Wir vom Berliner Radiosender FluxFM sprechen mit Menschen, die Dinge erlebt haben, die man sich kaum ausdenken kann. Lebenswege mit Brüchen, Wendungen und Momenten, die alles verändern. Geschichten von Zufällen, Entscheidungen und Schicksalsschlägen – aber auch von Mut, Überleben und manchmal unglaublichem Glück. Das sind keine kleinen Anekdoten für zwischendurch. Das sind Leben, die nachhallen. Wir hören zu, fragen nach und halten fest, was sonst vielleicht verloren gehen würde – für euch, für uns und für die, die nach uns kommen. Ihr kennt jemanden, dessen Geschichte man unbedingt hören muss? Jemanden, bei dem ihr jedes Mal denkt: Das glaubt mir keiner? Dann schreibt uns an matti.geyer@fluxfm.de. Vielleicht ist genau das die nächste Geschichte in "Was für ein Leben".
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„Was für ein Leben - Außergewöhnliche Biografien“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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