Fritz Haarmann – Der Werwolf von Hannover und seine Opfer

Fritz Haarmann – Der Werwolf von Hannover und seine Opfer

vor 3 Monaten
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Beschreibung

vor 3 Monaten

Der Geruch von frischem Leder und Schuhcreme liegt schwer in der
Werkstatt, während das rhythmische Hämmern des Vaters die
schmalen Gassen der Calenberger Neustadt erfüllt. Ein 13‑jähriger
Junge, Ernst Ehrenberg, trägt seine grüne Mütze und folgt einem
Mann mit buschigem Schnurrbart, dessen Versprechen von Essen und
Schutz das Schicksal eines ganzen Stadtteils besiegelt. 





Im Juni 1923 verschwand Ernst, einer von vielen jungen Opfern,
die dem sogenannten Werwolf von Hannover zum Opfer fielen. Fritz
Haarmann, ein ehemaliger Diebstahlspion der Polizei, lockte
Jungen mit falschen Versprechen in seine Wohnung in der Neuen
Straße, wo er sie missbrauchte und ermordete. Die Episode
beleuchtet die sozialen Verhältnisse der Weimarer Republik, die
Hyperinflation und das vernachlässigte Polizeisystem, das die
Morde jahrzehntelang verdeckte. 





Die Aufklärung des Falls wirft Fragen nach staatlicher
Verantwortung und dem Versagen der Justiz auf, während die
Erinnerung an die unsichtbaren Opfer, wie Ernst Ehrenberg, in
Hannover kaum Spuren hinterlässt. Warum blieb das Grauen so lange
im Schatten und welche Lehren zieht die Gegenwart daraus?






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